23.05.2012 · Die Australierin Gina Rinehart ist einer aktuellen Schätzung zufolge die reichste Frau der Welt. Sie ist ganz oben angekommen, hat aber gleichwohl einen Haufen Probleme.
Von Christoph HeinRichtlinien für Lesermeinungen
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Wenn ich mir das Bild von Frau Rinehart betrachte, denke ich nur:
Eine glückliche Frau sieht anders aus. Ich möchte jedenfalls
nicht mit ihr tauschen!
Die einen arbeiten die anderen erben...
Wessen Arbeit war wohl härter ? Wer hat sich mehr angestrent ? Wer
hat mehr Werte geschaffen ? Wer hat mehr Lebenszeit geopfert ?
Die Arbeit des Minenarbeiters oder die Arbeit der Milliardenerbin, deren
bezahlte Manager einen guten Job bei Rohstoffspekulationen gemacht haben ?
Die Bantwortung dieser Frage sollte Richtschnur für eine
zukünftige Gerechtigkeitsdebatte bei der Steuerbemässung sein.
Dieser gigantische Reichtum ist nur durch Ausbeutung möglich.
Ausbeutung kann nur verhindert werden, wenn man dem Reichtum Fesseln anlegt. Das geht über Steuern am besten. Hoffentlich gewinnen die Kinder, damit Frau Rinehart weiß, das Reichtum nicht grenzenlos ist und auch Verlust bedeuten kann.
"staatlicher Rohstoffreichtum"
Etliche meinen ja hier, Australien müsse seine Gesetze ändern, um den Gewinn durch Abbau von Rohstoffen nicht Privatunternehmen zu überlassen. Wozu das führt, sehen wir ja im Ruhrgebiet und Saarland. Die Gewinne der staatl. oder halbstaatl. Unternehmen werden von den Politikern verplempert und mit der Gießkanne über ihre Klientel ausgeschüttet. Selbst wenn die Gewinne nicht mehr sprudeln, werden weiter Wohltaten im selben Ausmaß verteilt - auf Kredit. Und dann ist man "völlig unverschuldet" in der Schuldenfalle. Und dass dann der Bund, die anderen Bundeländer und die Verbraucher jahrzehntelang Subventionen zahlen für die sanfte Abwicklung ist ja nur fair, oder?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.05.2012 10:45 Uhralso besser "privat" verprassen ?
ist es also besser wenn die Gewinne aus den Bodenschätzen wie in
Russland bei Oligarchen landen, die sich das Fußballvereine und
Luxusyachten kaufen ? Oder damit Erbstreitigkeiten zwischen
Milliadärsfamilienmitgliedern in Australien finanziert werden ?
Ich sehe keinen gesamt-gesellschaftlichen Vorteil darin die Gewinne aus
Bodenschätzen von wenigen Milliadären verprassen zu lassen...
Auch ohne Rüstzeug (bin kein Waffennarr) weiß ich zu
berichten, dass in der Praxis das Interesse an Stringtangas weitaus
verbreiteter ist als das Interesse an Stringtheorien.
Gleichermaßen ist auch das Interesse an Milliarden von
australischen Dollars höher als das Interesse an Milliarden
Lichtjahren entfernten Galaxien.
Übrigens kann man mit harter Arbeit durchaus eine Million Euro
erwirtschaften. Ich könnte Ihnen hundert Beispiele nennen, wie Sie
mit Energie und Geschick gutes Geld machen können. Man muss ja
nicht gleich Selfmade-Milliardär werden, wie Herr Plattner oder die
hier schon erwähnten Herren Gates und Ellison. Dass man mit seinen
Kindern auskommt, halte ich übrigens auch für noch wichtiger.
Klar, ich träume auch von einem großen Lottogewinn und davon, im Alter meine Auskommen zu haben, ohne Angst haben zu müssen, dass Eurokrise, Rettungschirme, ESM und steigender Inflation meine Rente auffrist. Aber 25 Milliarden Dollar? Was macht man mit soviel Geld? Noch mehr Geld scheffeln? Und jetzt sagt bitte niemand, dass ist Sozialneid!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.05.2012 09:27 UhrHerr Theobald, ser Richtig!
Jede Firma, die ueberleben wollen, brauchen Geld fuer Investitionen
Sicherlich kann man von einigen reichen Leute was lernen. Aber bei der
Rinehart geht es doch um was ganz anderes.
In Australien haben sich Privatleute den staatlichen Rohstoffreichtum
unter den Nagel gerissen, so wie die korrupten russischen Oligarchen
nach dem Zerfall der Sowjetunion. Das Volk bekommt zu wenig davon ab.
Besser machen es die Norweger.
@sedlaczek
Ich bin überzeugter Marktwirtschaftler, aber die Rohstoffe bzw. Bodenschätze eines Landes gehören dem ganzen Land, nicht einer Privatperson. Norwegen macht es richtig. Ich habe nichts dagegen, wenn der Staat Minen, Schürfrechte etc. verkauft und dann angemessen am Ertrag beteiligt wird. Das muss alles gut austariert sein. Aber wenn korrupte Politiker Minen für wenig Geld an Privatiers verkaufen, die dann schnell Multimilliardäre werden, dann hat das mit Marktwirtschaft nichts zu tun. Die Russen-Oligarchen bereichern sich, weil sie mit den Politikern unter einer Decke stecken. In Australien kann es nicht viel anders sein, denn wie könnte jemand sonst einfach mal so ganz schnell Multi-Milliardär werden, wenn es nicht aus staatlichem Besitz stammt. Und mit den Milliarden kaufen sich die Minenbesitzer dann gleich noch eine Medienimperium zusammen, womit sie die Politik dann ganz in der Hand haben.
Wie kommen Sie auf die Idee, ...
... daß der Rohstoffreichtum "staatlich" war?
Und am Anfang war das Wort und das Wort war beim Staat ... In sieben
Tagen schuf der Staat die Welt - irgendetwas in dieser Richtung?
Man sollte von reichen Leuten Lernen
Statt immer nur den Sozialneid zu schüren, sollte man sich
überlegen, warum manche Menschen reich und manche arm sind. Was
kann man sich von reichen Menschen abgucken und von denen lernen? Das
wäre sinnvoller und konstruktiver als auf Reiche zu meckern.
Sicher, mit normaler Arbeit wird kein Mensch zum Millionär oder gar
Milliradär. Gesellschaftliche Ungerechtigkeiten gibt es
natürlich auch, es wäre weltfremd, das abzustreiten.
Aber dennoch sollte man sich an reichen Menschen ein Beispiel nehmen und
sich fragen: "Was kann ich von deren Denkweise übernehmen, was
kann ich von diesen Leuten lernen?"
Das Geld gleicht dem Seewasser.
Je mehr davon getrunken wird, desto durstiger wird man." Arthur Schopenhauer
Die Glaubessätze sich wichtiger als man denkt
Bergwerke erben ist wohl zu unwahrscheinlich.
Aber wie man z.B. mit Geld umgeht, wie man über Geld und Reichtum
denkt, wie man zielstrebig an etwas Arbeitet und all diese Dinge
könnten schon sehr sinnvoll sein.
Was lernen wir?
Wenn man reich werden will, ist man am besten eine Frau. Als Tochter
(hat frau leider keinen Einfluß drauf) oder als
Ehefrau/Exfrau/Hinterbliebene eines Milliardärs. Man heirate Bill
Gates, Ferdinand Piech oder Marc Zuckerberg. So verfügt man
über Milliarden oder man kommt als Kindergärtnerin in den VW-Aufsichtsrat.
Also Mann ist es schwerer. Da muß man Microsoft gründen oder
Facebook oder all die anderen erfolgreichen Firmen, und zum Erfolg machen.
Man sollte, Herr Berger
lernen wie man Microsoft erbt. Oder ORACLE.
ZUFÄLLE
Es sind Zufälle, die diese Reichen ermöglichen. Von Ihnen
können wir sehr wenig bis nichts lernen. Der genialste Mathematiker
der Gegenwart, Prof. John Horton Conway at Princeton zeigt Ihnen das
FREE WILL THEOREM, welches er 2006 mit Simon Kochen zusammen bewiesen
hat. Sie brauchen dazu nur das Rüstzeug der Mathematik. Der Beweis
steht kostenlos im Internet. Sie können ihn via iTunes U anpeilen.
Auf MIT-World können Sie mit Prof. Frank Wilczek
(Nobelpreisträger in Physik 2004) in die Quantenphysik eintauchen.
Sie brauchen dazu nur das Rüstzeug der Mathematik. Die
Vidovorlesungen sind gratis.
Mit Prof. Leonard Susskind at Stanford, können Sie bis in die
Stringtheorie eintauchen. Mit Prof. Sylvestre James Gates Jr sogar bis
in die Superstringtheorie. Sie brauchen dazu nur das Rüstzeug der
Mathematik.
Ich könnte noch mehr als hundert weitere Beispiele angeben, wo Sie
gratis lernen können. Nie würde ich auf Rockefeller, Morgan,
Rothschild, Wartburg ua. verweisen, um zu lernen.
Viel Erfolg
"Man sollte von reichen Leuten Lernen"
Was denn, wie man Bergwerke erbt?
Die Gesetze in Australien lassen so viel Freiraum für
unternehmungsfreudige Bürger, dass sogar die Bodenschätze
diesen überlassen wird, und er Staat zum Teil leer ausgeht. Frau
Gina Reinhart
ist mit Eisenerz steinreich geworden. Ausländische Unternehmen
haben ihr dabei geholfen. Australien sollte die Gesetze anpassen, damit
das Volk profitieren kann. Die Aborigines könnten deutlich besser
unterstützt und integriert werden. Ich wünsche mir, dass Frau
Reinhart und ihre Kinder zur Einsicht kommen und auf weiteren Reichtum
verzichten. Sie können die Minen an den Staat abtreten. Bitte, tun
sie's. Crigs
Ideologische Brille abnehemen, dann sehen Sie die Welt, wie sie ist!!!
Die 'australische regierung zapft die Bergbauunternehemen ab. Die
Integration ist sicher nicht soleich wie Sie das so darstellen wollen.
Man kann keinen integrieren, der es nicht will! Wir sehen das doch auch
bei uns. Allerdings ist alles leicht zu machen mit einer ideologischen
Brille auf der Nase. Ich habe selber Menschen in die Gesellschaft
integriert.
Der Reichtum dieser Frau ist doch nich in Bar als Dollars in einer Bank.
Das ist Investiert und schzfft Arbeitsplaetze. Und sie sollten nicht
uebersehen, dass Australien nur etwa 5% Arbeitslose hat. Dieser Reichtum
hilft dem Lande sehr viel! Ideologische ABNEHMEN!!!
Verstaatlichung, kluger Vorschlag
Der effizienteste Weg zur Vernichtung gesellschaftlichen Wohlstandes.
"Denn sie kämpft in einem schmutzigen Rechtsstreit mit dreien ihrer Kinder um Teile des Vermögens"
So reich und doch so bemitleidenswert.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.05.2012 09:40 UhrDer schmutzige Streit ist doch von ausen geschuert.
Ew gibt eben immer Leute die gerne ein Dandwich stehlen wollen, Siehe zuckerbergs Problem.
Christoph Hein Jahrgang 1960, Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.
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