16.11.2008 · Sie brauchen kein Bankexperte sein, um ihr Geld vernünftig anzulegen. Aber einige Grundregeln sollten Sie kennen.
1. Bankberater sind Verkäufer. Sie bekommen oft eine Provision für das, was sie verkaufen. Darum sollten Anleger den Beratern gegenüber so misstrauisch sein wie gegenüber jedem anderen Verkäufer. Außerdem sollten die Kunden immer fragen, was die Bank von dem Anlageprodukt hat und wie viel Provision sie bekommt. Das hilft einzuschätzen, wie unabhängig die Ratschläge der Berater sind - und wenn die Bank viel Provision bekommt, kann der Anleger sich möglicherweise einen Teil davon auszahlen lassen.
2. Anleger müssen sich entscheiden. Finanzexperten sprechen vom "magischen Dreieck" zwischen Sicherheit, Rendite und Verfügbarkeit des Geldes: Alle drei Dinge auf einmal gibt es nicht. Wenn der Anleger sein Geld sicher anlegen und schnell wiederbekommen möchte, muss er auf Rendite verzichten - oder umgekehrt.
3. Anleger müssen wissen, wofür sie sparen. Weil sie nicht alles haben können, müssen sie sich klare Ziele überlegen: Wofür sparen sie? Wie lange soll das Geld festliegen? Wie wichtig ist die Sicherheit? Dabei dürfen Sparer ruhig mehrere Ziele gleichzeitig verfolgen, wenn sie zum Beispiel für die Ausbildung der Kinder und für die private Rente sparen. Sie müssen das nur wissen, damit ein guter Berater die richtige Anlageform aussuchen kann.
4. Es gibt viele Wege, das Risiko zu senken. Nicht immer ist das Tagesgeld der beste Weg zur Sicherheit. Das Risiko sinkt zum Beispiel, wenn Sparer ihr Geld auf unterschiedliche Anlageformen verteilen. Und wenn sie ihr Geld nicht genau zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder brauchen, sondern im Zweifel auch etwas warten können. Erfahrungsgemäß wird die Rendite auch umso stabiler, je länger das Geld liegt.
5. Steuern sind nur selten wichtig. Vor allem ihre teuren und schlecht geeigneten Produkte verkaufen Bankberater und Versicherungsvermittler gern mit dem Hinweis darauf, dass der Staat darauf Steuervorteile gewährt. Aber dass sich eine Geldanlage nur wegen der Steuervorteile lohnt, ist in der Praxis die Ausnahme. Anleger sollten sich nicht nach dem Fiskus richten, sondern nach ihren Sparzielen.
6. Vorsicht bei dem Wort "Beimischung". Damit bewerben Banken ihre Produkte immer wieder. Es heißt nichts anderes als: Dieses Produkt ist riskant, davon sollte der Anleger nicht zu viel kaufen - bestenfalls ein kleiner Teil seines Geldes sollte in diesem Produkt stecken.
7. Anleger brauchen ein Protokoll von der Beratung. Falls der Berater doch das Falsche empfiehlt, braucht der Sparer einen Beweis dafür, was er vom Berater wollte und was der Berater daraus gemacht hat. Darum lohnt es sich, ein Protokoll der Beratung anzufertigen. Noch besser ist es, wenn der Sparer einen Zeugen hat, der die Angaben im Protokoll hinterher bestätigen kann. bern.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.385,31 | +0,62% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| EUR/USD | 1,2539 | −0,02% |
| Rohöl Brent Crude | 107,40 $ | +0,13% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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