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Gewerkschaften Werkverträge in Verruf

 ·  Immer mehr Unternehmen missbrauchten Werkverträge, auch um die neuen Tariferhöhungen in der Zeitarbeit zu umgehen, behaupten Gewerkschaften. Das ist längst kein Grund, gegen Werkverträge per se vorzugehen. Lieber sollte der Missbrauch bekämpft werden.

Artikel Lesermeinungen (2)

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Andreas Neubert

Denn es ist gefährlich, auf bloße Mutmaßung über Missbrauch hin Gesetze zu erlassen?

Und genau so gefährlich ist es, da nicht richtig hinzugucken.

Es gibt in der Tat Tätigkeiten, die von Ihrem Charakter her am besten in Form eines Werkvertrages erfüllt werden können.

Wenn diese Art des Arbeitsvertrages aber nur genutzt wird, Lohn- und Sozialstandards zu unterlaufen, ist der Gesetzgeber gefragt.

Sonst wird aus der so gerne gepredigten "Marktfreiheit" ganz schnell die Unfreiheit von Arbeitnehmern.

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Karl Rotte

Flächendeckend

Herr Astheimer, Sie können leicht recherchieren, daß in der Automobilbranche eine große Zahl der technischen Fachkräfte angemietet ist (da genügt ein Blick auf die Ausweise). Die Eigenmitarbeiter beschäftigen sich mit Planung und Koordination dieser Leute. Und da Zeitarbeiter nur mit Zustimmung des Betriebsrates beschäftigt werden dürfen, ist der Werkvertrag die bevorzugte Beschäftigungsart. Das Werk lässt sich dabei oft nur über die Stunden definieren. Schauen Sie doch, wieviele Mitarbeiter die großen Engineering-Büros haben. Der übliche Einsatz dieser Leute ist als fremder Einzelkämpfer in einem großen Kundenbetrieb, die Betreuung durch die Vorgesetzten beschränkt sich auf das Einsammeln der Stundenbelege. Ein Wechsel zum Kunden ist nicht beabsichtigt.
In der Stellenbörse des Arbeitsamtes finden Sie für Ingenieure vor allem solche Anschaff-Stellen - über die Firmen können Sie sich bei Kununu informieren. Glauben Sie bitte nicht den Quatsch vom Fachkräftemangel.

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Jahrgang 1972, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.

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