Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Bahngewerkschaft Transnet wollen im Öffentlichen Personennahverkehr künftig enger zusammenarbeiten. Mit der Kooperation, deren Einzelheiten in den kommenden Wochen festgelegt werden sollen, wollen beide Gewerkschaften „Lohndumping“ und Tarifflucht im Nahverkehr verhindern, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Freitag.
Die Zusammenarbeit solle Tarif- und Unternehmenspolitik sowie die allgemeine Verkehrspolitik umfassen. Dabei solle ver.di die Federführung beim Straßen- und Transnet beim Bahnverkehr erhalten. In Betrieben, wo beide Gewerkschaften tätig seien, werde es zunächst Tarifgemeinschaften geben.
Hintergrund dieses Schrittes ist der zunehmende Wettbewerb in Personennahverkehr. Im Regionalverkehr, für den die Bundesländer zuständig sind, drängen immer mehr Unternehmen auf den Markt. Die Gewerkschaft und auch der frühere Monopolist Bahn AG beklagen, daß der Wettbewerb weniger über Leistung als viel mehr über niedrige Lohnkosten entschieden werde.