20.12.2007 · Der Chef von Freenet, Eckhard Spoerr, hat alle Gespräche über einen Verkauf des Unternehmens zum Jahresende abgebrochen. Probleme bereiten ihm die Großaktionäre United Internet/Drillisch. Denn ihr Verhalten ist fragwürdig.
Von Holger SchmidtFreenet-Chef Eckhard Spoerr ist konsequent. Wie angekündigt, hat er alle Gespräche über einen Verkauf des Unternehmens zum Jahresende abgebrochen, um seine ursprüngliche Strategie eines integrierten Telekommunikationskonzerns mit Mobilfunk, Festnetz und Internet aus einer Hand umzusetzen. Ob er dies allerdings in Ruhe tun kann, ist zweifelhaft.
Denn mit dem Duo United Internet/Drillisch und der Beteiligungsgesellschaft Vatas hat er zwei unbequeme Großaktionäre. United Internet und Drillisch werden wohl weiterhin versuchen, an die gewünschten Freenet-Geschäftssparten zu kommen, und Vatas wird natürlich das tun, was die höchste Wertsteigerung seines Aktienpaketes bringt.
Verhalten von United Internet ist fragwürdig
Eine friedliche Einigung mit United Internet scheint nun aber ausgeschlossen, denn Spoerr tritt gegenüber United-Internet-Chef Ralph Dommermuth ordentlich nach. Zu Recht, denn das Verhalten von United Internet ist fragwürdig: Mehrfach den Aktienkurs nach unten zu reden, gleichzeitig aber zu verhandeln und die Beteiligung auszubauen ist nicht die feine englische Art.
Eine Einigung zwischen den so unterschiedlichen Managern scheint ausgeschlossen zu sein. Schade, denn eigentlich hätten die beiden Unternehmen zueinander gepasst.