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Gescheiterte Transfergesellschaft Für die Schlecker-Frau

 ·  Die Pläne für eine Schlecker-Transfergesellschaft sind vom Tisch. Das könnte sich für die meisten der 11.000 Schlecker-Frauen noch als Glücksfall erweisen, denn die Arbeitsmarktlage ist günstig.

Artikel Lesermeinungen (18)

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Manfred Krick

Es ist beruhigend, zu lesen, dass die Mehrheit der Lesermeinungen Heike Göbel folgt

Es freut mich, dass ich mich hier anschließen darf.

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Peter Rohde
Peter Rohde (prohde) - 30.03.2012 10:53 Uhr

Offene Fragen

Es gibt eine Reihe von Aspekten, die fragwürdig erscheinen. Schlecker beschäftigt 50 000 Mitarbeiter in 12 Ländern. Welche Rolle spielt das Auslandsgeschäft bei der Insolvenz? Warum wird nicht geklärt , ob die Auslandsgesellschaften einspringen können? Ist Herr Schlecker wirklich Pleite oder beschäftigt er noch 40 000 Mitarbeiter im Ausland?

Eine Betriebsrätin eröffnete im ARD Morgenmagazin, dass viele Schlecker Mitarbeiterinnen wenig Interesse haben sich um einen neuen Arbeitsplatz zu bemühen, weil Schlecker nach Tarif bezahlt und sie woanders weniger verdienen würden. Arbeitslosengeld ist ihnen auch zu wenig.

Was kann eine Auffanggesellschaft leisten, was die Agentur nicht könnte, ausser mehr Geld zu zahlen?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.04.2012 11:46 Uhr
Alex Zunker
Alex Zunker (zunker) - 01.04.2012 11:46 Uhr

Sollte es so sein,

dass (bestimmte) Schleckerfrauen kein Interesse an einer Beschäftigung in einem anderen Unternehmen haben, dann landen die irgendwann mal zurecht in Hartz IV. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass die meisten Schleckerfrauen sich um eine neue Anstellung erfolgreich kümmern werden. Viele haben aber morgen vielleicht schon eine neue Stelle.

Von der Transfergesellschaft hätten nur die Gewerkschaften profitiert. Das Manöver der Linken war durchschaubar. Maximalen Profit aus der Schlecker-Pleite schlagen, sich als Retter aufspielen. Es ging nicht und man wirft nun der FDP Profilierungssucht vor. Man sollte den Linken (inkl. CDU/CSU) mal einen Spiegel vorhalten.

Hätte die FDP zugestimmt, hätte man in SPON, SZ und Co. lesen können, dass die achso böse FDP mal wieder "umgefallen" wäre. Mit unsachlicher Kritik erreichen die bei mir das glatte Gegenteil dessen, was die sich erhoffen. Als langjähriger FDP-Wähler bestärkt es mich, auch beim nächsten Male wieder die FDP zu wählen.

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Jens Kirchberg

Schleckerrettung

ist eine große Sauerei, zum Ausland werden Milliarden Euros rausgeschleudert und fürs eigene Volk ist nichts übrig. Die deutsche Regierung sollte sich echt schämen. Ich würde doch zusehen, daß das eigene Volk erstmal versorgt ist.

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Ole Maidag
Ole Maidag (Maidag) - 29.03.2012 23:59 Uhr

Was denn nun?

Transfergesellschaft für Europa ja, für Schlecker nein? Da werden sich aber die Wähler freuen.

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Paula Pilcher

falsches Mitleid

Ich war selber mal arbeitslos. Von einer 20-Mann-Firma drei Wochen vor Ende der Probezeit gekündigt, weil keine Aufträge mehr da waren. Mir wäre nicht im Traum eingefallen, über das Arbeitslosengeld hinaus staatliche Hilfe zu fordern oder zu erwarten. Mir will nicht in den Kopf, warum andere Regeln gelten sollen, wenn es Tausende auf einmal trifft, zumal wenn deren Arbeitsplätze übers ganze Land verteilt sind und es noch nicht einmal regionalpolitische Gründe für staatliches Eingreifen gibt.

Im übrigen weiß doch jeder, wie es in den Schlecker-Filialen zuging und wie tüchtig eine Frau sein muss, die ganz allein einen solchen Laden betrieben hat - ist das nicht eine bessere Grundlage für eine erfolgreiche Bewerbung als das Absitzen von Kursen?

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Gerold Keefer

Moment mal, gar so einfach ist es nicht!

Die Mitarbeiterinnen, die bei Schlecker an der Kasse saßen oder Regale einräumten, gehören wohl eher nicht zu den gut Qualifizierten und viele davon arbeiteten auf dem Land, wo es mit den Arbeitsplätzen nicht gar so gut aussieht.
Eine Transfergesellschft löst die Probleme selbstverständlich nicht, sondern federt etwas ab. Aber acht Wochen nach dem Insolvenzantrag 11 000 Menschen auf die Strasse zu schicken nur weil 70 Millionen EUR nicht zusammenkommen und gleichzeitig hunderte von Milliarden an Bürgschaften im Rahmen der sogenannten EURO-"Rettung" in der Ring zu werfen oder Miliarden zur Subventionierung der Automobilindustrie im Rahmen einer "Nationalen Plattform Elektromobilität" auszugeben, zeigt, dass und die Prioritäten etwas durcheinandergekommen sind. Und das ist eine Schande!

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Alexander Schug

Die unglaubliche Glaube an die Aufrichtigkeit des Insolvenzverwalters.

Wer jemals Gläubiger war, der weiß, dass dem Insolvenzverwalter nie zu trauen ist. Denn hinter dem einzelnen "Insolvenzverwalter" steht meißt gerne die nette kleine Anwaltskanzlei mit 1000 Mitarbeitern. Dieser "Insolvenzverwalter" hat nur ein Ziel, die Insolvenz zu verländern. Denn er kann ja jetzt jeden Tag Arbeitsstunden als Rechnung an das Insolvente Unternehmen schicken, die vor allen Gläubigern ( also auch Mitarbeitern ) vorrang haben und sofort von der Vermögensquote des Unternehmens bezahlt werden. Da werden dann sinnlose Gerichtsverfahren eröffnet und noch Gutachten eingefordert, die die Insolvenz auf 1 bis 2 Jahre verschleppen und der Insolvenzverwalter macht das Dicke geschäft. Auch die Bürgschaften und KfW Kredite für eine "Überbrückungslösung" für die Schleckermitarbeiter dient nur dazu die Kassen des Insolvenzverwalters zu füllen.
Am Ende sind alle arbeitslos, die Gläuber gehen leer aus und nur der Insolvenzverwalter hat ein dickes Geschäft gemacht.

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Walter Schwer

Sie haben ja so recht

Frau Göbel, Sie haben ja so recht. Aber sehen Sie sich die Nachrichten in den "Öffentlichen" und Zeitungskommentare in den meisten Zeitungen an! Es ist zum Heulen. Wenn die FDP ein Thema sucht, um Wähler zu gewinnen: hier hat sie es - es gibt nämlich in der Bundesrepublik mehr Menschen, welche die Meinung von Frau Göbel teilen - trotz oder gerade wegen oben beschriebenen der einseitigen Berichterstattung

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Paul Rabe

Auf die FDP warten gar keine Aufgaben mehr, sondern nur noch die Kündigung

Auf die FDP warten gar keine Aufgaben mehr, denn spätestens nach dem heutigen Tag wird diese Partei von ihrem Arbeitgeber, dem deutschen Volk, die Kündigung erhalten. Dagegen gibt es dann übrigens, ganz im Sinne der FDP, keinerlei Kündigungsschutz.
Man kann sich dann in Zukunft zusammen mit der Tierschutzpartei, der Familienpartei, den grauen Panthern und diversen braunen Ablegern darum streiten wer der 2% Marke am nächsten gekommen ist.
Der eine oder andere FDP Mitarbeiter wird dann wohl beim Arbeitsamt vorbei schauen und insgeheim froh sein, daß die eigene Partei den Sozialstaat nicht völlig platt gemacht hat...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.03.2012 14:52 Uhr
Karl S. Walter

Die FDP hat aber auch geliefert:

Eine klasse Auffanggesellschaft für die Neoliberalinskis, getarnt als Dickie "Stoneheart" Niebels unabgeschafftes Entwicklungsministerium. Da hat der Dickie viele FDP-Posten angeschafft und geliefert. So hat die FDP ihr Versprechen gehalten und wenigstens ihre eigenen Leut mit "Wohlstand für alle" beliefert. Das ist doch auch schön. Nicht schön? Ach? Korrupt und verkommen? Also nee! Verkommen? Korrupt? Aber geliefert, odrr.

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Helmut Ladwig

Kaltschnäuzig

Verkäuferinnen hätten Glück, dass es keine Auffanggesellschaft gibt? Absurd. Für Frauen, die jahrelang bei Schlecker tätig waren, sind Umschulungen für andere Branchen erforderlich (z.B. Fleischverkauf u.a.). Was ist mit älteren Frauen über 50? Wieviele Stellen gibt es für sie? Es ging hier um eine Bürgschaft, die laut Insolvenzverwalter wahrscheinlich gedeckt ist. Banken erhalten Bürgschaften in Milliardenhöhe, für die Schwächsten gibt es keine Unterstützung.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.03.2012 21:02 Uhr
Ely Quas
Ely Quas (elyq1) - 29.03.2012 21:02 Uhr

Verantwortung geht immer alle an: M & M

"Was ist mit älteren Frauen..."

Verantwortung geht immer alle an: M & M:
Management und Mitarbeiter.

Hätten sich die Mitarbeiter eben vorher was anderes gesucht. Dass der Laden nicht das Gelbe vom Ei war, wussten alle!

Besser jetzt auf Arbeitssuche gehen, wenn die Wirtschaft brummt, als später.

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klaus keller
klaus keller (klkeller) - 29.03.2012 19:19 Uhr

Die FDP soll sich um den Kündigungsschutz kümmern Grüne und SPD verteilen die Geschenke

schöne Arbeitsteilung. Der Wähler wählt dann vermutlich die Leute mit den Geschenken und glaubt das sie vom Himmel gefallen sind oder den bösen Reichen weggenommen wurden.

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Paul Banaschak

sehr richtig erkannt

und eine Schande, was Rot/Grün wieder treibt. Sie etablieren eine Zweiklassengesellschaft der Arbeitnehmer. 1. Klasse sind AN, die bei Grossunternehmen beschäftigt sind, und mit denen die Parteien Wählerstimmen kaufen - fast schon wie in Griechenland - und eine 2. Klasse AN die bei Kleinunternehmen beschäftigt sind. Um die kümmert sich weder Rot noch Grün. Ist ja nicht so aufregend.
Pfui Teufel.

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Klaus Michael Strauss

Wertlose Tröstung

Dank für diesen klugen Kommentar aus kompetenter Kenntnis volkswirtschaftlicher Tatsachen.

Tröstung mit scheinbarem Statuserhalt und dahinter liegenden Geschäftschancen für Sozialunternehmer dient nur den letztgenannten.

Ordnungspolitische Aufgabe bleibt, weder am unteren noch am oberen Ende der Gesellschaft Konsum zu subventionieren.
Die empörenden Beispiele für beides dürfen nicht zum Leitbild werden. Patronatentum einer "politischen Klasse" taugt nicht als Wirtschaftsverfassung.

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Mathias Behrends

Ohne Kündigungsschutzklage kein Geld von der BA

Wer das Pech hatte in jüngster Zeit auf die Versicherungsleistung der Bundesagentur "ohne" Arbeit zurück greifen zu müssen, weiß, im Zeitalter der Zielvereinbarungen kommt erst mal ein Bescheid in dem unterstellt wird ohne Kündigungsschutzklage nicht alle Möglichkeiten die Arbeitslosigkeit zu verhindern, ausgeschöpft zu haben und deshalb wird drei Monate lang nichts bezahlt, zusätzlich eine erworbene Versicherungsleistung von 1 Jahr Arbeitslosengeld auf 6 Monate Bezugsdauer gekürzt. Da kann man natürlich Widerspruch einlegen, Bearbeitungsdauer ca 6 Monate, plus Klage fast 2 Jahre bis zum Entscheid. Ja, dann doch lieber Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen und klagen.

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Ekke Hoffmann

Einfach, schlicht (sachlich) und bündig,

so stellt man sich Informationen und Argumentation von Journalisten vor - gerade wenn sie gegen den Mainstream der Medien gerichtet sind. Weiter so Frau Göbel! Sie sind nicht zueltzt der Grund, weshalb ich mein Abo der FAZ noch nicht gekündigt habe, wenn ich mich oft die Artikel Ihrer Kollegen in Politik und Feuilleton ägere, die diesem Mainstream hinterherhecheln.
Ekke Hoffmann

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Jahrgang 1959, verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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