Home
http://www.faz.net/-gqe-70dw2
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Geplatzte Immobilienblase Steht Spanien wie Irland vor dem Offenbarungseid?

 ·  Der Internationale Bankenverband schätzt den Vorsorgebedarf spanischer Banken auf bis zu 260 Milliarden Euro. Die Risiken aus der geplatzten Immobilienblase könnten das Land erdrücken. Vieles erinnert an die Entwicklung in Irland.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (32)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

1 2  
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Albert Sommer

Es gibt keine Pleiten im sozialistischen EU_Regime

Steht Spanien wie Irland vor dem Offenbarungseid?

Eindeutig NEIN!

Denn für Schulden unserer Nachbarn leistet alternativlos Deutschland die Offenbarungseide!

Empfehlen
Norbert Regin

Solange Spanien sich noch so viele hochbezahlte Politiker, Beamte und Banker leisten kann,

benötigen Sie keine Hilfe von den anderen europäischen Ländern. Zuerst sollen Sie mal die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen, indem sie mal deren Gehälter auf das Niveau kürzen, das ihren Leistungen entspricht. Nicht mehr als einem Sozialhilfeempfänger zugestanden wird, sollten ausreichend sein. Dann wären sie auch für die Zukunft gut beraten.

Empfehlen
Günter K. Hesse
Günter K. Hesse (v6yz) - 06.06.2012 18:54 Uhr

Spanien ist schon unter dem Rettungsschirm

Spanien hat bis Ende April 303 Milliarden Euro an Target 2 Krediten erhalten. Davon stammen 210 Milliarden allein aus letzten 6 Monaten (siehe: euro crisis monitor). Ökonomisch sind Target 2 Kredite ähnlich wie Euro Bonds. Spanien ist schon unter dem inoffiziellen Rettungsschirm der EZB. In Irland und in Spanien haben Banken, Bauherren und Immobilienbesitzer lange Zeit prächtig Profite gemacht. Dann kam das Schneeballsystem an sein absehbares Ende. Nun kommt der zweite Teil des alten Spiels: Gewinne wurden eingesackt, Verluste sollen nun andere bezahlen. Irland bekam Hilfszusagen nur gegen strenge Auflagen. Spanien hält die Hand auf, möchte sich aber keine Vorschriften machen lassen. Stolze Spanier? Dumme Deutsche?

Empfehlen
Anna Domin
Anna Domin (annasbest) - 06.06.2012 12:42 Uhr

Man muss nur hinschauen

also, ich verstehe nicht wie es so weit kommen konnte.ich bin keine Ökonomin, führe nur ein kleines UNternehmen. Auf Geschäftsreisen durch Spanien denke ich mir seit Jahren: Das kann nicht gutgehe, diese Abutätigkeit ist unsolide und der Untergang. Das Gleiche dachte ich in Iralnd schon 2005... Einfach nur hinschauen und denken. Wir haben es doch alle gewusst, das es so auf Pump nicht wietergeht. Das Schneeballsystem ist am Ende, wenige haben den Reibach gemacht, die Normalos verlieren wieder mal. Aber wir haben 20 Jahre lang die Augen verschlossen vor der Wahrheit, im Wunsch auch was vom süssen Kuchen abzukriegen. Nix da, es gibt eins auf die Finger. Das wird bitter, was da auf uns zukommt.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.06.2012 16:18 Uhr
Andreas Huber

Gutgehen?

Das ganze geht doch gut! Das ist DIE Sauerei an der Sache.

Den Menschen in Deutschland wird weisgemacht, dass eine Währung gerettet wird zusammen mit Staaten - wg. d. deut. Geschichte.

Tatsächlich werden jedoch die ausländischen und inländischen Aktiva der Banken, Versicherungen (= Superreichen) vom deut. Steuerzahler risikofrei gestellt".

Den Ländern wird überhaupt nicht geholfen - und auch überhaupt nicht der Währung.

Die Banken gehen ein viel zu großes Risiko ein. Sie machen das, in dem Wissen, dass sie gerettet werden. Eigenkapital wird kaum vorgehalten - sondern als Dividende ausgeschüttet.

In Irland war die gesamte Bankaktiva ein x-faches größer als das BIP. Das ist der Fehler und in der Politik hat das keiner kapiert. Die Unternehmen sind zu groß für kleine Volkswirtschaften. Sie reißen Staaten mit in den Abgrund. Deshalb sollten Unternehmen überhaupt nicht so groß werden können. Durch die allzu niedrigen Steuern fehlt(e) dem Staat der Puffer für Bankenrettungen.

Empfehlen
Wolfgang Wurtz
Wolfgang Wurtz (wolwul) - 06.06.2012 12:33 Uhr

Wir brauchen endlich wieder das ganz normale Verursacherprinzip,

sonst gehen wir vor die Hunde!
Wer faule Kredite ausgibt, muss die Konsequenzen tragen, wenn sie nicht mehr bedient werden. Das heißt: k e i n Staat und kein Steuerzahler darf die Folgen der fahrlässig ausgegebenen Kredite tragen. Vielmehr m ü s s e n die Banken das selbst tun und gegebenenfalls ihren Konkurs anmelden. Nur so können wir die seit 2008 zu beobachtenede Abwärtsspirale in den Haushalten der europäischen Länder stoppen.
Nur wenn die B a n k e n samt ihren Vorständen und Mitarbeitern die Folgen ihrer verfehlten Aktionen - Kredite für überteuerte Immobilien, Spekulationen mit allem Möglichen, auch mit Staatsanleihen, sog. Investmentbanking mit unbeherrschbaren Risiken, Termingeschäfte, Derivate, völlig überhöhte Gehälter, völlig unberechtigte Boni, zu viel Personal usw. - am eigenen Leib spüren, würde dies alles aufhören. Wir brauchen letztendlich reihenweise den Bankenbankrott mit ca. 100.000 arbeitslosen Banker in Europa. Nur das kann helfen. Sonst geht alles so weiter.

Empfehlen
Konstantin Schneider

Nicht nur Fussballweltmeister sondern auch Schuldenweltmeister?

So langsam wird es wohl Zeit, den Spaniern die Augen dafür zu öffnen, dass sie sich noch viel schlimmer von den Investmentbanken haben verschaukeln lassen, als Griechenland und Irland zusammen. Schuld daran ist der spezielle spanische Stolz, der es den Eliten des Landes schon immer ermöglicht hat, den Kampf gegen die Windmühlenflügel den Don Quijote's zu überlassen und sich selbst auf ihre Latifundien zurückzuziehen.

All diesen Don Quijote's wurde genauso wie in Amerika das Häuschen auf Pump ermöglicht etc. Nebenbei vernebelten die Erfolge der spanischen Fussballclubs den Menschen die Sinne. Die Fundamente für das Desaster wurden bereits unter der Regierung Aznar gelegt. Genau dies würde sein Parteigänger Rajoy wohl gerne vertuschen. Deshalb lehnt er die Hilfe ab. Auch er wäre nämlich auf Stimmen der Sozialisten angewiesen.

Spanien ist Fussballweltmeister, hat sich aber genauso weltmeisterlich ins Bockshorn jagen lassen. Auch von Merkel natürlich. Arme Schwabenspanier!

Empfehlen
Andreas Huber

Bankenregulierung - von gekauften Ökonomen, Medien und Politiker

Am Beispiel Spaniens lässt sich studieren, wohin es führt, wenn Banken, dank laxer Regeln, die von den Bankenlobbies durchgedrückt wurden, mit zu wenig Eigenkapital unterlegen sind.

Lange galt Spanien als Vorbild, weil deren Banken nicht so gezockt haben. Nun zeigt sich, dass alles Lug und Betrug war. Diese Banken sind andere Risiken eingegangen und haben durch vermeidlich sichere Anlage die notwendige Sorgfalt außer Acht gelassen. Die Regierung in Spanien machte vor den faulen Krediten ebenfalls die Augen zu.

Was hier NUR dem Euro angelastet wird, ist genauso den spanischen Regierungen anzulasten und den zuständigen Kontrollbehörden.

Die Nationalstaaten haben Ihre Banken nicht im Griff - noch lassen die Banken die notwendige Sorgfalt absichtlich vermissen und betreiben deshalb kaum eine realistische Risikovorsorge, denn die Banken wissen, sie werden gerettet - notfalls durchs Ausland.

Warum eigentlich gelten für Banken keine Haftungsregelungen? Politiker sind gekauft.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.06.2012 16:31 Uhr
Andreas Huber

Banken schreiben sich ihre Regeln selbst

Die Banken regulierten sich selbst. Sie machen der Politik Vorschläge und diese setzt sie um.
Die Ökonomen - im Übrigen kläglich gescheitert - wissen keinen Ausweg - da sie sich im Hinblick auf die Lösungen und Ursachen völlig widersprechen.

Selbst heute machen die meisten Ökonomen mit Horrorszenarien den Menschen nur Angst.
Eine Aufklärung kommt kaum voran. Stattdessen jagt ein Untergangsszenario das nächste.
Ist auch verständlich. 99% der Ökonomen sind m.E. gekauft. Die Finanzbranche macht eine excellente Lobbyarbeit.

Kernkapital - ein Unwort. Es gaukelt EK vor - ist jedoch selektiert. Somit kann sich eine Bank höher hebeln, als wenn auf ALLE Aktiva EK zu unterlegen wäre - was zur Krise geführt hat.

Des Weiteren werden die Zockerbuden bevorzugt, während Kreditbanken benachteiligt werden. Dank Brüssel - sollten die Sparkassen und Raibas am besten vom Markt verschwinden.

Das ist die Richtung, in die Europa geht.

Empfehlen
mathias dumke

Es ist eine unheilige Allianz zwischen Politikern,

die immer neue Wohltaten ihren Untertanen versprechen und Bankern, die diese Gelder bereitstellen.
Beide sind auf einander angewiesen; dieses gilt insbesondere für unsere Sozialisten.
Insofern ist es auch nichts als Blenderei, wenn Politiker so etwas wie Bankenregulierung fordern; sie können daran gar kein Interesse haben, da bei richtiger Risikobewertung sofort ihre Schuldenorgie beendet wäre.
Der Zinseszins-Effekt zwingt dann schließlich den Steuerzahlern immer höhere Abgaben ab, so dass am Ende die völlige Verarmung immer breiterer Bevölkerungsschichten steht, bis mit dem Staatsbankrott das Spiel von vorne los geht.

Empfehlen
Rolf Huchthausen

Ein Aspekt macht stutzig!

Die Gewinne vor Risikovorsorge! Institute, die am Abgrund stehen, leisten sich extreme Aufwendungen für ihr "Spitzenpersonal", welches gierig einfach nur Geld raushaut und in Clubsesseln ihre "Tennis- / Golfpartner" bitten, die eine oder andere Vorschrift auszusetzen oder EU-Gelder auf sie zu kanalisieren. Die erhalten für diese Korruption auch noch Boni!

Aus den Politikerbezügen, offiziell und inoffiziell, sowie den Gehältern vorgenannter Spezl'n lassen sich nach dem Verursacherprinzip sicher 2-stellige Milliardenbeträge generieren, um Härten auszugleichen.

Nichts dergleichen ist in der EU unterwegs, da besteht keine Forderung nach Korruptionsausgleich, obwohl sehr vieles bekannt ist. Der Präsident von Real Madrid, Florentino Perez hat einen Baukonzern aufgebaut, weil er Sydtembaupartner der spanischen Regierung ist (???) Und nun fährt er die deutsche HochTief Ag an die Wand!

Die EU züchtet systematisch Korruption und ist Teil des Problems, dessen Schäden wir nun ermessen!

Empfehlen
Andreas Neubert

Umbau

"Madrid will nun den starren Arbeitsmarkt aufbrechen. Im Februar hat die Regierung eine Reform durchgesetzt, die Lohnkürzungen ermöglichen soll und den Kündigungsschutz lockert."

Wie schön! Nur was haben Lohnkürzungen und Kündigungsschutz in der Privat(!)wirtschaft mit der Staats(!)verschuldung zu tun? Nix. Die Sache hat doch System. Bei dem Umbau reiben werden sich so einige klammheimlich die Hände reiben ....

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.06.2012 14:12 Uhr
Andreas Neubert

@Bryan Hayes

Dann aber auch bitte die ganze(!) Rechnung aufmachen! Weniger Löhne führen auch zu weniger Einkommenssteuer für den Staat, führen zu weniger Nachfrage auf dem spanischen Binnenmarkt (und u.a. spanischen Produkten) und in Folge weniger Umsatzsteuereinnahmen. Man kann sich nicht nur für die eine Seite interessieren und die andere komplett leugnen.

Die Wachstumsraten wie nach dem Zweiten Weltkrieg - als alles zerstört war - werden wir heute nicht mehr erreichen können. Da könnte auch ein Ludwig Erhard nicht zaubern.

Empfehlen
Bryan Hayes
Bryan Hayes (bhayes) - 06.06.2012 12:25 Uhr

"Nur was haben Lohnkürzungen und Kündigungsschutz in der Privat(!)wirtschaft mit der Staats(!)ver-

schuldung zu tun?"
Nun, es besteht hier insofern schon ein Zusammenhang, weil die Wettbewerbsfähigkeit und die Motivation der Unternehmer, Arbeitsplätze zu schaffen, maßgeblich von der Ordnungspolitik und den Löhnen abhängen.
Offensichtlich ist dort die Wirtschaft durch Machtmissbrauch der Parteikader behindert und erzeugt auf diese Weise zu wenig Arbeitsplätze und zu wenig BIP und zu wenig Steuern.
Eine Wirtschafts- und Ordnungspolitik a la Ludwig Erhard würde also schon was bringen.

Empfehlen
Emilie Späth

furchtbar, die Häuser in Spanien kosten nur noch 2,5 mal so viel wie vor 15 Jahren

solche Tatsachen sind viel zu wenig bekannt in der deutschen Bevölkerung. Ein ähnlicher Anstieg gilt auch für die Löhne und das nicht nur in Spanien.
Daran sollten auch diejenigen mal denken, die immer gleich die armen Südstaaten vor dem Verhungern sehen.
Verglichen mit dem Niveau vor der Euro Sause leben diese Länder im noch prächtig (über ihre Verhältnisse)
Was man von Deutschland ja nicht gerade behaupten kann. Dazu braucht man nur mal auf den Lohnzettel oder in die Immobilienanzeigen schauen. Wenn letztere auch nach 15 Jahren Stillstand mal wieder etwas gestiegen sind. Worauf der deutsche Michel gleich wieder von einer Blase spricht.

Empfehlen
Ralf Vormbaum

Der Dax steigt schon in freudiger Erwartung

In den letzten Tagen hat die Finanzindustrie die Politik mal wieder vor sich her getrieben und erpresst so Milliardenzahlungen an marode Banken. Die Regierungen der EU Länder sind mittlerweile bloße Handlanger eines Wirtschaftszweiges, der defacto die Souveränität ganzer Staaten abschafft. Mit Marktwirtschaft hat das lange schon nichts mehr zu tun, eher könnte man es modernes Raubrittertum nennen. Es ist gerade die Finanzbranche, die die Gesetzte der Marktwirtschaft auf den Kopf stellt und weltweit die soziale Stabilität gefährdet. Je größer das Rad, das diese Branche dreht, desto erpressbarer werden ganze Staaten, ja Kontinente. Man müsste den gordischen Knoten zerhauen, indem man der Erpressung einen klaren politischen Willen entgegensetzt, was natürlich auch schmerzhafte Einschnitte zur Folge hätte, die aber zur Beendigung des Wahnssinns ertragen werden müssen.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.06.2012 12:02 Uhr
Ralf Vormbaum

Nicht Schweden sondern Kanada

Es geht auch ohne Verstaatlichung, man muss nur konsequent die Einhaltung der Spielregeln überwachen und Übertreibungen des Marktes scharfe Grenzen setzen. Macht man das, wie die Kanadier, so hat man auch kein Problem. Kanadas Banken waren kaum in den Bankencrash 2008 involviert und Kanada steht im Vergleich zu anderen Ländern glänzend da, was Staatshaushalt und Staatsverschuldung anbetrifft. Die Kanadier haften natürlich nicht für den Unsinn anderer Volkswirtschaften. Umgekehrt fordert Kanada von keinem Land Geld für seine Banken oder zur Alimentation seines eher kleingehaltenen Beamtenapparates. Man darf nicht vergessen, dass gutes Wirtschaften immer auch eine Mentalitätsfrage ist. In Kanada hat Eigenverantwortung einen viel höheren Stellenwert als z.B. in den USA - von der EU ganz zu schweigen. Funktionierende Marktwirtschaft bedingt Eigenverantwortung und genau daran krankt unser System. Die hiesige Finanzbranche hat sich einen für sie schönen doppelten Boden geschaffen.

Empfehlen
Peter Pen

Warum Merkel Spanien unbedingt unter den "Rettungsschirm" haben will

Ist doch ganz einfach. Gäbe es da eine echte Pleite, dann würden die deutschen Sparer und Lebensversicherten, deren Geld von den Experten der Hausbank in Spanien "investiert" wurde plötzlich mit Auszügen konfrontiert, die ein dickes Minus ausweisen würden. Gesicherte Rente, ade. Häuschen im Grünen, ade.

Und sowas vor dem September 2013? Das kann die Mutti doch nicht brauchen. Das kann unser ganzes politisches System nicht brauchen, denn dann wäre ja klar, wie inkompetent in diesem unserem Lande regiert wird.

Statt dessen wird halt getrickst, gelogen, manipuliert. Resultat, d.h effektiver Wohlstandsverlust ist derselbe, oder schlimmer (Nullzins, Inflation, steigende Steuern um ESM etc zu finanzieren), aber nach außen sieht es so aus, als würde das System funktionieren und unsere Politiker wüßten was sie treiben.

Empfehlen
Paul Banaschak

Steht der Euro vor dem Offenbarungseid?

müsste die Überschrift lauten. Denn wenn Spanien fällt, dann fällt auch der EUR. Dann gibt es kein Halten mehr.

Empfehlen
Dennis Dovidat

Der Unterschied zwischen "VOLK" und "Machthaber" ist der natürliche Ausleseprozess!

Für einige Jahre war ich in Hessen in einem Hotel an einer Autobahnabfahrt tätig.
Eines Tages hat sich die Politik entschlossen, diese Autobahnabfahrt in ein Autobahnkreuz umzubauen und den Verkehr von uns weg in den Osten zu leiten.
Als der Umbau fertig war, brach das Geschäft um 2/3 zusammen und man stand kurz vor dem Ende. Wir haben versucht neue Konzepte zu erabeiten und dafür Geld bei der Bank und der KFW zu bekommen.
Dort sagte man uns "Es ist ein normaler Ausleseprozess der jetzt stattfindet." Die starken überleben und die anderen haben eben Pech gehabt. Von Hilfe war keine Spur. Ein gut laufendes Unternehmen wurde unverschuldet in die Kriese gestürzt.
Doch wir sind ja auch NUR das Volk!
Wären wir eine Bank (Machthaber), dann hätte man alles getan um uns auf Staatskosten zu helfen! Dort gibt es keinen "natürlichen Ausleseprozess"
Geld fließt leider immer nur in eine Richtung!
Weg vom Volk!

Empfehlen
Peter Pen

Immobilienblase gespeist vor allem mit dem Geld deutscher Sparer und Lebensversicherter

Trotzdem sollte "man" die spanischen Banken pleite gehen lassen, und die deutschen Geldverleiher mit dazu. Das ist alternativlos, denn wenn man diesen Rettungsirrsinn immer und immer weiter betreibt, dann ändert sich nie etwas. Das Geld der deutschen Sparer ist sowieso weg: entweder direkt durch die notwendigen Bankenpleiten, oder indirekt durch Gelddrucken (Inflation), quasi-Nullzins, und steigende Steuern um Rettungschirme zu finanzieren.

Das Beste wäre in der Tat, wenn die deustchen Sparer massenhaft hübsche Häuschen in Spanien kaufen würden. Dann wären die Banken "gerettet", und die Sparer hätten für ihr Geld wenigstens eine Immobilie. Nach Stand der Dinge werden sie aber nur enteignet, ohne Gegenleistung.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.06.2012 20:44 Uhr
Sabine Darbohlt
Sabine Darbohlt (sadar) - 06.06.2012 20:44 Uhr

Naja

Quatsch...und dann sind die Spanier die Gewinner ?
Wenn Sie tatsächlich etwas kaufen wollen, helfen Sie tatsächlich einem Spanier und fragen Aie vorher nach beim Katasteramt, was er vor 10 Nahren tatsächlich als Kaufpreis beurkundet hat lassen und gahlen Sie keinen Cent mehr :-)
Und natürlich nicht im Sommer kaufen, dann sind die Preise bis zu 30% höher :)

Empfehlen
lu fauk
lu fauk (Fauck) - 06.06.2012 10:38 Uhr

Also, ich versteh da was nicht

Wenn ein Unternehmen sich so verzockt, dass es sich nicht mehr halten kann geht es pleite. Das ist der "natürliche" Weg der Dinge. Auch die USA haben Lehmann nicht mit Milliarden unterstützt, sondern pleite gehen lassen. Warum wollen unsere Politiker mit aller Gewalt unser gar nicht vorhandenes Geld in ausländische Pleitefirmen pumpen und uns dafür Schulden an den Hals binden. Ich kann es immer noch nicht fassen.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.06.2012 10:55 Uhr
Julius Sulla
Julius Sulla (sulla.J) - 06.06.2012 10:55 Uhr

Anmerkung

Man kann Pro oder Contra staatlicher Unterstützung insolvent bedrohter Firmen sein. Hier ist das Problem, dass eine Nichtrettung einen Schockimpuls verursachen würde, der auch viele andere Banken und letztendlich die Realwirtschaft treffen würde.
Dahingehend war das Fallen lassen von Lehmann ein Fehler. Das beste ist in diesem Fall, wenn der Staat Eigentümer wird, mit den Schuldnern einen teilweisen Forderungsverzicht vereinbart sodass dem Staat keine hohen Verluste entstehen und dann langsam die Bank abwickelt.

Empfehlen
Horst Rachinger

Die Lebensleistung des Herrn Kohl

Wiedervereinigung, Euro und Merkel. Bewertung sei jedem überlassen.

Empfehlen
Dennis Dovidat

Ein roter Faden

Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Menschheit.
Ein ließen sich die Pharaonen Ihre Pyramiden bauen und lebten in Saus und Braus, während das einfache Volk zur Sklaverei zum Wohle der herrschenden Macht zu schiften hatte.

Heute haben wir gigantische Glaspaläste in Frankfurt stehen als Wahrzeichen der Macht der Banken. Heute sind sie es, die Ihre Macht ausspielen. Getrieben von Gier und Macht handeln Sie ausschließlich zum eigenen Wohl. Wenn dann etwas schief geht, werden die "Sklaven" einfach dafür in Haftung genommen um die Verluste wieder auszugleichen.

Solche Vorgänge ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Menschheit.
Und da soll es noch einmal heißen: "Der Mensch ist ein intelligentes Wesen, dass aus seinen Fehlern lernt."
Wann lernen wir denn wirklich mal dazu und packen das Übel an der Wurzel?
Ist das Volk auf ewig dazu verdammt machtloser Sklave eines Systems zu sein?

Empfehlen
Sabine Darbohlt
Sabine Darbohlt (sadar) - 06.06.2012 10:22 Uhr

Darf ich kurz ein persönliches Beispiel einbringen?

"Irland [...] Sein Arbeitsmarkt ist flexibel. Die Löhne sind daher in der Rezession gesunken. Madrid will nun den starren Arbeitsmarkt aufbrechen. Im Februar hat die Regierung eine Reform durchgesetzt, die Lohnkürzungen ermöglichen soll und den Kündigungsschutz lockert."

Wie löblich.
Persönliches Beispiel: Spanischer Freund:
- BWL Studium in Spanien und Deutschland,
-MBA nachgelegt,
-3 Jahre Trainee Programm bei einem nicht namenlosen Unternehmen,
-zusätzlich 5 Jahre Berufserfahrung in Itailen, Deutschland und Frankreich (!).

In Santander bekommt er nun ca. 1000€ netto.
Denn Ende 2011 wurde sein Gehalt um 50% gekürzt bei 80% Arbeitszeit (!).
Jetzt noch einmal 15% gekürzt.

Er hat eine Hpothek über 600€ monatlich, eine Frau, zwei Kinder. - Und wird nun Spanien verlassen, denn das ist es, was nun passiert: Spanien verliehrt seine Landeskinder - Er sucht schon in Deutschland und Österreich.

Zur Sinnhafitgkeit der Änderungen: dem Staat entgehen Steuern & Schuldrückzahlungskap.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.06.2012 20:33 Uhr
Sabine Darbohlt
Sabine Darbohlt (sadar) - 06.06.2012 20:33 Uhr

Nicht wirklich

Nein, uch wollte nur unverbindlich ohne statistischen Überblick einen Einblick geben in einen m.E. bereits ausreichend liberalisierten Arbeitsmarkt geben.
Es ist das schockierenste Beispiel, was mir einfällt - Nichtakademiker haben in Spanien in derAltersklasse im Moment nahezu überwiegend ... nicht das gleiche netto sondern-> keinen Job.

600€: wie Sie aus der Kredithöhe auf eine Teilnahme an der Blase schliessen wollen...
Ohne nun weiter in Details: 80m2 für 140k€ sind nun auch für Spanien schon damals ein Dumpingpreis gewesen, als Ökonom hätte er kaum auf steigende Preise gewettet - sondern er hat sich nach 2008 und dem ersten Preisverfall die Immobilie zugelegt.
Es ist nur ein Beispiel wie jemand vermeintlich alles richtig machen kann - und dann in die Falle trappt. Um Ihre Frage: Ein "Helfen" Deutschlands ist m.E. nicht nur nicht möglich auf Grund seines Umfangs. Das einzige: in beiden Ländern besorgt mich respektiv der Ton - Uuserkommentare in ElPais über D z.B..

Empfehlen
Paul Banaschak

F. Darbohlt, ihr Beispiel in allen Ehren,

aber 1500 Brutto verdienen in Spanien sogar Arbeitnehmer ohne Studium. Hab neulich mit einem geb. Spanier, jetzigen Franzosen gesprochen, dessen jüngere Tochter in Barcelona wohnt.
Und Tatsache ist, dass die Spanier weit über ihre Verhältnisse gelebt haben. wenn ihr Freund eine Hypothek hat, für die er 600 EUR monatlich zahlen muss, hat er wohl an der Blase kräftig mitgearbeitet. Dann ist es für ihn sicher hart, wenn er jetzt die Rechnung dafür zahlen muss.
Aber sollen die deutschen Steuerzahler die Rechnung, für die er verantwortlich ist, übernehmen?
Das kann doch wohl nicht ihre Empfehlung sein.

Empfehlen
Harald Wozniewski
Harald Wozniewski (Limpy) - 06.06.2012 09:55 Uhr

Irre, wie die "Experten" seit Jahren die Zusammenhänge der Krise verkennen

Seit vielen Jahren sollte eigentlich jedem Gebildeten klar sein, dass es in allen "westlichen" Ländern reihum zu Finanzkrisen kommen muss. Allein, die Fakten und Zusammenhänge werden immer noch nicht begriffen, obwohl sie jetzt in Spanien wieder offensichtlich sind: Der breiten Bevölkerung geht - ganz entgegen dem Postulat Ludwig Erhards, man brauche eine "breitgeschichtete Massenkaufkraft" - das Geld aus. Aber das Geld ist nicht weg, sondern - wie bei dem bekannten Monopoly-Spiel am Ende - auf einem riesen Haufen. Einzelheiten seit 2008 unter "Die amerikanische Bankenkrise und die weltweite Finanzkrise"

Empfehlen
Weitersagen

Jahrgang 1979, Redakteur in der Wirtschaft.

Jüngste Beiträge

Jahrgang 1967, Redakteur in der Wirtschaft.

Jüngste Beiträge

Der Steuerbunker

Von Patrick Welter

Die Vereinigten Staaten haben den Trend zu Steuersenkungen für Unternehmen verschlafen. Apple vorzuwerfen, dass es die Möglichkeiten sehr erfindungsreich nutzt, klingt genauso verlogen wie das Lippenbekenntnis des Unternehmens, es diene dem Allgemeinwohl. Mehr 1

Umfrage

Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Umfrage

Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Wichtigste Werte
Name Wert Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  F.A.Z.-Anleih… --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
  Bund Future --  --
Umfrage

Soll die Selbstanzeige für Steuerhinterzieher abgeschafft werden?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.