Home
http://www.faz.net/-gqe-p479
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Geldpolitik Greenspan hofft auf mehr Investitionen bei Firmen

21.07.2004 ·  Die amerikanische Wirtschaft könnte nach Einschätzung des Notenbank-Präsidenten Alan Greenspan im nächsten Jahr von einer größeren Risikobereitschaft der amerikanischen Unternehmen profitieren.

Artikel Lesermeinungen (0)

Die amerikanische Wirtschaft könnte nach Einschätzung des Notenbank-Präsidenten Alan Greenspan im nächsten Jahr von einer größeren Risikobereitschaft der amerikanischen Unternehmen profitieren.

Derzeit verhielten sich die Firmen bei Investitionen und Neueinstellungen ungewöhnlich vorsichtig, sagte Greenspan am Mittwoch bei der Vorlage seines halbjährlichen Konjunkturberichts vor dem Finanzdienstleistungsausschuß des amerikanischen Repräsentantenhauses. Dabei lieferte er den Abgeordneten eine nahezu identische Rede wie am Vortag dem Bankenausschuß des Senats.

Gemäßigte Straffung der Geldpolitik angestrebt

Darin hatte sich Greenspan zuversichtlich zu den Aussichten der amerikanischen Konjunktur geäußert und zugleich bekräftigt, die Geldpolitik in gemäßigtem Tempo straffen zu wollen. „Wir sind weit von dem in anderen Expansionsphasen üblichen Verhalten entfernt", antwortete der Chef der amerikanischen Notenbank Fed auf entsprechende Fragen von Abgeordneten. Die Unternehmen zeigten eine außergewöhnliche Zurückhaltung bei Investitionen, dem Lageraufbau und der Festeinstellung neuer Mitarbeiter.

Die Zuversicht scheine aber bis zu einem gewissen Grad zurückzukehren. „Das könnte einer der Gründe sein, warum die schrittweise Expansion, die wir jetzt augenscheinlich erleben, Positives für das nächste Jahr verheißen könnte", sagte er. Für die geringe Risikobereitschaft der amerikanischen Firmen machte Greenspan das Platzen der Blase am Aktienmarkt im Jahr 2000 und die dann folgenden Unternehmensskandale verantwortlich.

Noch immer Angst vor Terroranschlägen

Zudem spiele vermutlich Angst vor Terroranschlägen eine Rolle. „Ich glaube, daß das Thema eines möglichem Terrorismus' latent fortbesteht. Es ist da", sagte er. Er könne jedoch nicht beurteilen, wie viel Gewicht ihm zukomme. Die amerikanische Wirtschaft habe eine Phase selbst tragenden Wachstums erreicht, wiederholte Greenspan seine Aussagen vom Vortag. Die Inflation stelle offenbar kein größeres Risiko für die Wirtschaft dar.

Deshalb werde die amerikanische Notenbank an ihrer Politik einer maßvollen Beendigung der Phase lockerer Geldpolitik festhalten. Allerdings sei sie gewappnet, entsprechend zu reagieren, um die Inflation unter Kontrolle zu halten.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Böses Spiel

Von Holger Steltzner

Mit größter Selbstverständlichkeit und in unerträglichem Ausmaß zahlt die Elite Griechenlands keine Steuern und flüchtet mit Milliarden ins Ausland - und jede griechische Regierung lässt sie gewähren. In den Geberländern wächst die Wut der Steuerzahler. Mehr 35 140

29.05.2012 11:23 Uhr
  Vortag
Dax 6.368,27 +0,71%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.387,83 +0,80%
Dow Jones 12.454,80 −0,60%
EUR/USD 1,2546 +0,04%
Rohöl Brent Crude 107,57 $ +0,29%
Gold 1.574,60 $ +0,32%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.