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Geldpolitik : Fed-Politiker hadern mit Anleihekäufen

Die amerikanische Notenbank in Washington DC Bild: dapd

In der amerikanischen Zentralbank wächst das Unbehagen über die seit September laufenden Ankäufe von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren von insgesamt 85 Milliarden Dollar im Monat. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten Protokoll der letzten Sitzung hervor.

          Eine Reihe der Fed-Geldpolitiker hält es gemäß dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll der Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) von Ende Januar für durchaus möglich, dass die Fed unter Abwägung von Kosten und Nutzen die Zentralbank die Ankäufe schon verringern oder einstellen werde, bevor die Aussichten für den Arbeitsmarkt sich substantiell verbessert hätten. Das war von der Fed bislang als Bedingung für ein Ende der Ankäufe genannt worden. An den Finanzmärkten wertete der Dollar nach der Erklärung des FOMC auf. Die Kurse der amerikanischen Staatsanleihen starteten im Minus und drehten dann im Tagesverlauf leicht ins Plus.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          „Viele Teilnehmer drückten einige Sorgen über mögliche Kosten und Risiken aus, die sich mit weiteren Anleihekäufen ergeben“, heißt es in dem Protokoll. Die Beschreibung legt im Vergleich mit früheren Sitzungen nahe, dass das Bewusstsein für die Gefahren des Ankaufprogramms in der Fed zunimmt. Der Offenmarktausschuss ist indes tief zerstritten. Andere Mitglieder warnten vor den Kosten eines verfrühten Ausstiegs aus dem Anleiheankauf in Form höherer Arbeitslosigkeit. Manche der FOMC-Mitglieder brachten auch die Idee ins Spiel, die Fed solle die Anleihen bei einem irgendwann anstehenden Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik länger als geplant halten.

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