Das gegenwärtige Zinsniveau in der Euro-Zone ist nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) weiterhin angemessen, um stabile Preise auf mittlere Sicht zu gewährleisten und das Wachstum zu fördern.
„Insgesamt gesehen wird der derzeitige geldpolitische Kurs ...als angemessen betrachtet, um die Preisstabilität auf mittlere Sicht zu gewährleisten", heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten EZB-Monatsbericht August.
Es sei davon auszugehen, dass das Wirtschaftswachstum im ersten Halbjahr niedriger als früher projiziert gewesen sei, „und dies hat Auswirkungen auf Schätzungen der Jahreswachstumsrate.“
Angesichts des schwachen privaten Verbrauchs und der weltweiten Konjunkturverlangsamung bestehe für das Wachstum in der Euro-Zone im zweiten Halbjahr 2001 erhöhte Unsicherheit. Die EZB erwartet demnach weiterhin einen Rückgang der Inflation, wenn nicht weitere Preisschocks wie ein Anstieg der Ölpreise auftreten. Der Inflationsrückgang werde mit Steuersenkungen in einigen Ländern der Euro-Zone zu einer Erholung der privaten Nachfrage beitragen.
Das Geldmengenwachstum entspreche weitgehend dem Referenzwert von 4,5 Prozent. „Die Geldpolitik wird sich weiterhin auf Preisstabilität auf mittlere Sicht konzentrieren und somit dazu beitragen, ein für das Wirtschaftswachstum günstiges Umfeld aufrecht zu erhalten", heißt es im Monatsbericht.
