Der neue EZB-Chefvolkswirt Peter Praet hat in seinem ersten Interview seit seiner Berufung die Hoffnung auf weitere Zinssenkungen gedämpft. Das Tempo des Abschwungs habe sich verlangsamt, nachdem im Dezember noch eine Beschleunigung befürchtet worden sei, sagte er dieser Zeitung (F.A.Z. vom 25. Januar). Zudem habe die Flucht in Qualität die Zinsen zum Beispiel für Bundesanleihen gedrückt. Dadurch seien die Zinsen in Teilen der Währungsunion schon „sehr, sehr niedrig“, sagte Praet.
Über die Forderungen nach einer Aufstockung des Stabilisierungsfonds ESM äußerte sich der Belgier zurückhaltend. Entscheidend sei, dass der EFSF möglichst schnell handlungsfähig werde. Dann könne man sehen, wie wirksam er arbeite.
„Größe zählt“, sagte Praet, „aber noch wichtiger ist das Einstehen der Regierungen für Europa.“ Es gebe eine gesunde Diskussion zwischen denen, die mehr Geld fordern und denen, die zuerst Strukturreformen und Konsolidierungsmaßnahmen sehen wollten. „Jetzt geht es um Unterstützung, aber nicht ohne Reformen. Wir haben zuvor zu viele schlechte Erfahrungen gemacht.“
Bei 0% wird es schwierig mit weiteren Zinssenkungen ...
Gerold Keefer (solaris21)
- 24.01.2012, 21:12 Uhr
Der Mann hat Stil.....
wolf haupricht (emilgilels)
- 24.01.2012, 21:05 Uhr
Auch Malta hat eine Stimme
Rüdiger Runge (runge_ruediger)
- 24.01.2012, 19:22 Uhr