http://www.faz.net/-gqe-6x42u

Geldpolitik : EZB-Chefvolkswirt dämpft Hoffnungen auf Zinssenkung

  • Aktualisiert am

Peter Praet Bild: Röth, Frank

Die Berufung von Peter Praet zum EZB-Chefvolkswirt war eine Überraschung. In seinem ersten Interview nach der Berufung dämpft er Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen. Eine Ausweitung des Rettungsfonds sieht er skeptisch.

          Der neue EZB-Chefvolkswirt Peter Praet hat in seinem ersten Interview seit seiner Berufung die Hoffnung auf weitere Zinssenkungen gedämpft. Das Tempo des Abschwungs habe sich verlangsamt, nachdem im Dezember noch eine Beschleunigung befürchtet worden sei, sagte er dieser Zeitung (F.A.Z. vom 25. Januar). Zudem habe die Flucht in Qualität die Zinsen zum Beispiel für Bundesanleihen gedrückt. Dadurch seien die Zinsen in Teilen der Währungsunion schon „sehr, sehr niedrig“, sagte Praet.

          Über die Forderungen nach einer Aufstockung des Stabilisierungsfonds ESM äußerte sich der Belgier zurückhaltend. Entscheidend sei, dass der EFSF möglichst schnell handlungsfähig werde. Dann könne man sehen, wie wirksam er arbeite.

          „Größe zählt“, sagte Praet, „aber noch wichtiger ist das Einstehen der Regierungen für Europa.“ Es gebe eine gesunde Diskussion zwischen denen, die mehr Geld fordern und denen, die zuerst Strukturreformen und Konsolidierungsmaßnahmen sehen wollten. „Jetzt geht es um Unterstützung, aber nicht ohne Reformen. Wir haben zuvor zu viele schlechte Erfahrungen gemacht.“

          Weitere Themen

          Afrikas Kakao für unseren Müll Video-Seite öffnen

          Klappt die Welternährung? : Afrikas Kakao für unseren Müll

          Faires Geschäft oder Falle? Ghana exportiert Kakao – und kauft im Gegenzug unseren Elektromüll. Eine Spurensuche unter Kleinbauern, Schrotthändlern und auf dem giftigsten Müllberg der Welt.

          Um fünf Grad aus der Spur

          Probefahrt Audi A7 Sportback : Um fünf Grad aus der Spur

          Die zweite Generation des Audi A7 Sportback kommt Anfang März zu den Händlern. Zunächst nur mit zwei Motorisierungen, permanenter Allradantrieb ist obligatorisch und einer Fülle technischer Raffinessen.

          Topmeldungen

          Mit einer Kundgebung vor dem Berliner Reichstagsgebäude fordern Demonstranten die Abschaffung von Paragraf 219a.

          Abtreibungsgesetz : Straffrei, aber geächtet

          Die Debatte zum Paragraphen über das Verbot der Werbung für Abtreibung wirft Fragen auf: Können Politiker Reklame und Information nicht unterscheiden? Und verhindert das Gesetz auch nur eine einzige Abtreibung?
          In der Münchner BMW-Zentrale muss man sich nun kritische Nachfragen gefallen lassen

          Diesel-Affäre : BMW spielte falsche Abgas-Software auf

          Eine irrtümlich aufgespielte Software sorgt nun für einen Rückruf: BMW muss 12.000 Dieselmotoren korrigieren. Eine peinliche Lage für den selbsternannten Saubermann der Branche.

          Vergabe-Streit um EU-Mittel : Bloß keine neuen Spaltungen!

          Berlin will die Vergabe von EU-Mitteln an die Kooperation in der Flüchtlingspolitik koppeln. Die Osteuropäer sind entrüstet. Und Brüssel will das Thema erst mal nicht anfassen. Was nun?

          Angriffe in Ost-Ghouta : Ein unmenschlicher Feuersturm

          Syrien bombardiert seit Tagen mit russischer Hilfe Ost-Ghouta. Krankenhäuser werden gezielt angegriffen. Und ein Angriff mit Bodentruppen könnte bevorstehen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.