11.03.2004 · Die Europäische Zentralbank geht in ihrem jüngsten Monatsbericht weiter von einem leichten Wirtschaftswachstum aus. Der schwache private Konsum bleibt allerdings ein Risiko für den Aufschwung.
Die Europäische Zentralbank geht in ihrem jüngsten Monatsbericht weiter von einem leichten Wirtschaftswachstum aus. Der schwache private Konsum bleibt allerdings ein Risiko für den Aufschwung.
Die Aussichten für die Preisstabilität seien auf mittlere Sicht nach wie vor günstig, heißt es in dem am Donnerstag vorgelegten März-Bericht. Damit sei auch der aktuelle geldpolitische Kurs „weiterhin angemessen“. Zugleich stütze das niedrige Zinsniveau die wirtschaftliche Erholung in der Eurozone.
EZB rechnet mit steigenden Exporten
Wie bereits in ihrem Statement nach der Zinsentscheidung in der vergangenen Woche bekräftigt die EZB ihre Erwartung eines „leichten Wirtschaftswachstums“ zum Jahresbeginn. Binnen- wie außenwirtschaftliche Faktoren ließen darauf schließen, daß sich die Erholung im Jahresverlauf festigen werde.
Vor dem Hintergrund eines „breit fundierten und robusten“ Wachstums der Weltwirtschaft sei im laufenden wie im kommenden Jahr mit einer „deutlichen“ Zunahme der Exporte des Euroraums zu rechnen. Zugleich seien aus binnenwirtschaftlicher Sicht die Bedingungen für eine Erholung des privaten Sektors
Privater Konsum bleibt Risiko für die konjunkturelle Entwicklung
Mit Blick auf die Entwicklung des privaten Verbrauchs in der Eurozone sei davon auszugehen, daß sich dieser im Jahresverlauf “allmählich erhöhen“ werde. Allerdings räumt die EZB an anderer Stelle ein, daß die Entwicklung des privaten Konsums zu den Risiken für das von ihr entworfene Szenario zählt, ebenso wie die “anhaltenden Ungleichgewichte in einigen Regionen“ - gemeint ist an erster Stelle das enorme Zwillingsdefizit der Vereinigten Staaten.
Das niedrige Verbrauchervertrauen sei teilweise auch auf den verbreiteten Eindruck zurückzuführen, daß die Inflation tatsächlich höher als in den amtlichen Statistiken ausgewiesen sei. Zudem belaste die Debatte über den geeigneten Weg für Strukturreformen die Stimmung. Insgesamt geht die EZB aber für 2004 und 2005 weiter von einer „allmählichen Konjunkturerholung“ aus.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.581,80 | +1,02% |
| EUR/USD | 1,2505 | −0,29% |
| Rohöl Brent Crude | 106,75 $ | −0,48% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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