16.10.2012 · Millionen von Studenten sind mit dem EU-Programm „Erasmus“ ins Ausland gegangen. Doch jetzt spart die Europäische Union - und vielleicht treffen die Sparmaßnahmen das Austauschprogramm. Die EU will jetzt mehr Geld.
Von Michael Stabenow, BrüsselRichtlinien für Lesermeinungen
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... dass Studenten nun, wenn sie aussländisches Bier trinken
wollen, nicht mehr über geförderte Austauschprogramme ins
Ausland kommen, sondern das Bier importiert in ihrem Heimatland kaufen
müssen ;)
Mal halblang hier: Bitte erstmal nachweisen, dass dieses Geld sinnvoll
ausgegeben ist und den Bildungsstandard hebt, oder zumindest der
sozialen Kompetenz zu gute kommt ...
in Deutschland müssen die jungen Menschen schneller mit ihrer
Ausbildung fertig werden. Begründung: europäischer und
internationaler Vergleich!
Dass unser G 9 und auch die alten Studiengänge und somit die daraus
resultierenden Abschlüsse (inhaltlich: Qualifikationen) auf einem
hohen Niveau waren, hatte seine Berechtigung. Deutschland als
Exportnation - Deutschland ohne Rohstoffe - Bildung als Ressource!
Das Niveau musste gesenkt werden.
Die nicht-modularisierten Studiengänge waren doch ein Stück
weit freier. Der zeitliche Spielraum größer, so dass ein
Student seine Leistung für die Uni unter anderem auch an seine
Lebensumstände anpassen konnte (z.B. muss er seinen Lebensunterhalt
selbst bestreiten).
In den modularisierten Studiengängen bedeutet ein Erasmus-Austausch
nun (meist) eine Studienverlängerung (wegen der Verschulung, ...).
Da passt es doch ins Bild, wenn für Austauschprogramme kein Geld
mehr bereitgestellt wird. Die Studenten werden schnell fertig, das
Niveau wird gesenkt!
Sicher war es nett, sich auf Kosten der Allgemeinheit ein schönes
Jahr zu machen und sich wichtig und elitär zu fühlen.
Aber Geld ist inzwischen knapp und muß auf sinnvolle Projekte
fokussiert werden. Da müssen manche Luxusbedürfnisse eben
hintenan stehen.
.. der EU ist in 2012 mit über 45 Milliarden Euro einer der
größten Töpfe .... und die ganzen
Kohäsionsmaßnahmen sind erwiesenermaßen weitestgehend
wirkungs- und sinnlos. Mit dem Kohäsionsfonds wurde die Abwanderung
von Nokia aus Bochum nach Cluj in Rumänien unterstützt; der
Kohäsionsfonds ist auch eine schier unerschöpfliche Geldquelle
für die "Politikberatungsinstitute", die in
regelmäßigen Abständen Berichte über den
Kohäsionsfonds erstellen. So finanziert sich der Apparat und sein
Speckgürtel ganz kommod ...
Die ersatzlose Streichung des Kohäsionsfonds würde hinreichend
Mittel freisetzen, um das Erasmus-Programm um den Faktor 1000 zu
vergrößern; wir könnten dann viel mehr Europa direkt
erleben ... anstatt im Zuge der "Kohäsion" dubiose
Klimaschutzprogramme (dreimal dürfen Sie raten, wem die nützen
und wer die Berichte schreibt ...) zu fördern ... was auch
erwiesenermaßen nichts bringt (außer einer ABM für
Politikberatungsinstitute ...)
die Chinesen lachen sich einen vor so viel Dummheit in der EU. Aber das ist der Lauf der Zeit: die Neidgesellschaft lässt grüssen - denn der Akademiker verdient sowieso zu viel.
So kann gleich das Angenehme (die Euphorie über den Friedensnobel-
preis mit dem Nützlichen (die Weiterleitung der Gelder des Nobelpreises
an den Erasmusfond) verbunden werden, damit die Beschwörungen
zur Vertiefung der Europäischen Einheit nicht nur ein
Lippenbekenntnis
bleiben!
Wer sind die sechs extra Staaten?
Die EU hat nur 27 Staaten, aber das aus unseren Steuerzahlern finanzierte Programm unterstützte Studenten aus 33 Staaten? Wer sind die sechs Nassauerstaaten?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.10.2012 08:19 UhrIch halte den Ausdruck "Nassauerstaaten" für unangebracht, Herr Dünnhaupt.
Das Geld erhalten ja nicht die Staaten, sondern die jungen Menschen aus diesen Staaten. Und Stipendien an begabte junge Menschen aus aller Welt zu vergeben, ist bestimmt nicht die schlechteste Tradition.
Das ist also die "nobelpreisgekrönte" EU.
Es zeigt sich, was ihr wirklich wichtig ist. Wenn wir die Zahl der Abgeordneten halbierten, ihre Gehälter um nur 10% kürzten, könnten wir mit Sicherheit weiteren Millionen Menschen die Chance geben, ein Europa mitzugestalten, das wir uns alle wünschen.
aber man muß sich ihnen stellen! Bis 2020 384 MRD Subventionen für die Landwirtschaft, d. h. 38 % des EU-Gesamthaushalts. Hier drängt sich die Frage auf, die Nils Schmidt in Baden-Württemberg aufwarf ... Bildung muß Vorrang vor haben! Während Landwirtschaft, besser Landindustrieen verseuchen, verdichten, veröden, läßt Erasmus an eine helle Zukunft glauben, die greifbar dem erscheint, der das Glück hatte, Erasmus-Studenten und - Studentinnen zu erleben.
...solange es noch steht.
So sangen einst schon Geier Sturzflug. Langsam sollte man sich damit
wohl beeilen.
Eine absolute Sauerei, dass es ausgerechnet die Bildung treffen soll,
den Sektor, in dem sowieso schon seit Jahren kaputtgespart wird wo es
nur geht.
Aber für die Apparatschiks in Brüssel, bei denen sich oft der
Eindruck aufdrängt, dass sie wegen Unfähigkeit oder
Unliebsamkeit dorthin abgeschoben wurden, ist Geld da. Wäre ich
Hutträger, ginge mir wohl jetzt selbiger hoch.
Doppelt ärgerlich, da ich als aktuell im Ausland befindlicher
Erasmus-Student betroffen bin.
Doppelt ärgerlich aber auch für die, die nach uns kommen und
denen womöglich diese einzigartige Chance aufgrund von
Unfähigkeit der Eurokraten und daraus resultierendem Sparen am
falschen Ende verwehrt bleibt.
Daher volle Zustimmung an Herrn Meier, bei den Eurokraten sollte gespart
werden, nicht an der Bildung.
Etwas ist faul im Hause Europa, und zwar gewaltig.
In der schwersten Krise der EU muß man zusammenstehen! Nur nicht in der EU!
So nicht in der EU in Brüssel. Dort werden nachweislich der
Korruption, Faulheit und Dummheit überführte EU-Beamte
aussortiert, funktionslos nach Hause geschickt bei vollen Bezügen.
Sogar die Pensionen der korrupten Langfinger laufen
regelmäßig. Erstens können diese einbehalten,
gekürzt werden, zweitens müssen die obszönen
Gehälter der Kommissionsbeamten runter. Und die Anzahl der
Mitarbeiter muß gesenkt werden z.B. funktional durch die
Wiederbelebung des Subsidaritätsprinzips, denn aufgehoben ist es ja
nicht!
Über hemmungslose Selbstbedienung und obszöner
Rechtsansprüche trotz Fehlleistung können an dieser Stelle
weitaus mehr als diese 180 Mio. €URO eingespart werden. Der
EU-Haushalt ist zum Bau von Potemkin'schen Dörfern aufgeblasen, mit
ein Grund für die Staatsschuldenkrise.
Kürzt den Wahnsinn für Leute wie Bangemann, Cresson,
Diamantopoulos, etc. auch die Luftschlangen Barroso, VanRompuy kommen
mit einem Viertel aus! Warum will an diesen Selbstbedienungsladen
niemand ran?
Steuer- und Haushaltserhoehungen werden mit den Programmen begruendet,
die den Buergen am Herzen liegen. “Alarm, Alarm, ein Haushalt von
132,7 Mrd. Euro reicht nicht aus, um das Erasmus Programm von 90
Millionen Euro zu finanzieren. Aber wenn wir noch ein paar Milliarden
mehr bekommen, dann werden wir davon auch die eine oder andere Million
fuer dieses Programm abzweigen.”
Man weiss nicht worueber man mehr weinen soll - ueber diese Verlogenheit
oder darueber, dass immer noch viele darauf hineinfallen.
Großartig!
Dieser Kommentar fasst es perfekt zusammen! Das ist so naheliegend, dass es doch verwundert, dass darauf nicht im Artikel eingegangen wird!
So sind sie, die Muster-Europäer in Brüssel: Den Euro retten, ERASMUS als Druckmittel missbrauchen..
Ja, es ist eine Frechheit und sollte eigentlich jedem
"überzeugten Euroäer" die Augen öffnen,
wofür diese EU wirklich steht. Man wirft das Gelf für
Eigenwerbung, Subventionen, die eigenen Beamten usw. zum Fenster raus.
Hat einen dreistelligen Mrd. Haushalt und dann scheitert es an einer
Summe, die dem Haushalt einer mittleren deutschen Kreisstadt entspricht.
Und das bei dem vielleicht einzigen Projekt, für das es die EU
überhaupt gibt: Die Koordination und Verwaltung der
mitgliedsstaatlichen Beiträge für die Verständigung der
jungen Menschen aus den Mitgliedsstaaten. Aber dafür ist im Moloch
Brüssel kein Geld da. Oder eigentlich müsste es eher
heißen: Geld ist mehr als genug da, für jeden anderen Mist
(sorry) und vor allem auch die eigene Taschen - aber mit den armen
ERASMUS- Studenten lässt sich halt gut hausieren gehen, um noch
viel mehr Geld für die selbstherrlichen Brüsseler Fürsten herauszupressen.
Für ERASMUS und gegen Brüssel und die Euro- Rettung, DAS
wären echt Europäer!
Ich glaube nicht, Frau Kuhlmann, dass noch jemand darauf hereinfällt.
Die Politiker wissen genau, dass ihnen niemand mehr glaubt. Sie wissen
aber auch um die Machtlosigkeit der Bevölkerung. Aus diesem Grund
können ihre Lügen immer platter werden. (Früher hat man
sich wenigstens Mühe gegeben, besser zu lügen. - Eigentlich
demonstrieren unsere Politiker fast offen: "Was die
Bevölkerung denkt, ist uns vollkommen egal.")
Es wäre endlich an der Zeit, die Zahl der Mandate im Bundestag an
die Höhe der Wahlbeteiligung zu binden. Dann erst bekämen auch
die - die die Politiker rhetorisch geschult als "unpolitisch"
bezeichnen - Nichtwähler eine Stimme.
Vielleicht spart man mal bei den Eurokraten in Brüssel? Ihr Beitrag zu "mehr Europa"!
Es wird immer perverser in Europa! Der Austausch junger Menschen aus den
europäischen Staaten zwecks Studium und
Völkerverständigung ist ohne Vorbehalt zu unterstützen.
Ich habe selber ein Auslandssemester mitgemacht und es hat mein
Verständnis für Europa (nämlich, dass die Vielfalt auf
diesem Kontinent zu wichtig und zu bewahrenswert ist, als es für
eine Brüsseler Monsterbehörde zu opfern) geschärft und
mich sicherlich geprägt. Eine wirklich gute Einrichtung.
Hier ist jetzt kein Geld mehr für da? Der Haushalt der EU ist viel
zu aufgebläht, es wird für viele Dinge, die niemals "auf
europäischer Ebene" entschieden werden sollten Geld
verpulvert. Für die wirklich "europäischen" Dinge
ist dann am Ende kein Geld mehr da und man muss die Mitgliedsstaaten
wieder bitten bzw. schickt die Studenten vor als Beispiel für die
hartherzigen nationalen Regierungen. Es ist eine Frechheit! Vielleicht
spart man einfach mal an den steuerfreien Zulagen für unsinnige EU-
Beamte? Wie wäre das?
180 Mio. EUR lassen sich auch beim Europäische Sozialfond (ESF) einsparen. Davon einige Millionen
beim Gehirmwäscheprogramm "Gender Mainstreaming" und weitere Millionen bei anderen ideologischen Sozialarbeiter-Arbeits-Beschaffungsmaßnahmen (siehe esf.de).
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
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