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Geldmangel Die Erasmus-Stipendien sind in Gefahr

 ·  Millionen von Studenten sind mit dem EU-Programm „Erasmus“ ins Ausland gegangen. Doch jetzt spart die Europäische Union - und vielleicht treffen die Sparmaßnahmen das Austauschprogramm. Die EU will jetzt mehr Geld.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (18)

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Chris Heidrich

Heisst das ...

... dass Studenten nun, wenn sie aussländisches Bier trinken wollen, nicht mehr über geförderte Austauschprogramme ins Ausland kommen, sondern das Bier importiert in ihrem Heimatland kaufen müssen ;)

Mal halblang hier: Bitte erstmal nachweisen, dass dieses Geld sinnvoll ausgegeben ist und den Bildungsstandard hebt, oder zumindest der sozialen Kompetenz zu gute kommt ...

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Ulrike Schütt

G 8, Bachelor, ...

in Deutschland müssen die jungen Menschen schneller mit ihrer Ausbildung fertig werden. Begründung: europäischer und internationaler Vergleich!
Dass unser G 9 und auch die alten Studiengänge und somit die daraus resultierenden Abschlüsse (inhaltlich: Qualifikationen) auf einem hohen Niveau waren, hatte seine Berechtigung. Deutschland als Exportnation - Deutschland ohne Rohstoffe - Bildung als Ressource!
Das Niveau musste gesenkt werden.
Die nicht-modularisierten Studiengänge waren doch ein Stück weit freier. Der zeitliche Spielraum größer, so dass ein Student seine Leistung für die Uni unter anderem auch an seine Lebensumstände anpassen konnte (z.B. muss er seinen Lebensunterhalt selbst bestreiten).
In den modularisierten Studiengängen bedeutet ein Erasmus-Austausch nun (meist) eine Studienverlängerung (wegen der Verschulung, ...).
Da passt es doch ins Bild, wenn für Austauschprogramme kein Geld mehr bereitgestellt wird. Die Studenten werden schnell fertig, das Niveau wird gesenkt!

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Wolfgang Richter

Die Party ist vorbei

Sicher war es nett, sich auf Kosten der Allgemeinheit ein schönes Jahr zu machen und sich wichtig und elitär zu fühlen.
Aber Geld ist inzwischen knapp und muß auf sinnvolle Projekte fokussiert werden. Da müssen manche Luxusbedürfnisse eben hintenan stehen.

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Martin Hofmann-Apitius

Der Kohäsionsfonds ....

.. der EU ist in 2012 mit über 45 Milliarden Euro einer der größten Töpfe .... und die ganzen Kohäsionsmaßnahmen sind erwiesenermaßen weitestgehend wirkungs- und sinnlos. Mit dem Kohäsionsfonds wurde die Abwanderung von Nokia aus Bochum nach Cluj in Rumänien unterstützt; der Kohäsionsfonds ist auch eine schier unerschöpfliche Geldquelle für die "Politikberatungsinstitute", die in regelmäßigen Abständen Berichte über den Kohäsionsfonds erstellen. So finanziert sich der Apparat und sein Speckgürtel ganz kommod ...

Die ersatzlose Streichung des Kohäsionsfonds würde hinreichend Mittel freisetzen, um das Erasmus-Programm um den Faktor 1000 zu vergrößern; wir könnten dann viel mehr Europa direkt erleben ... anstatt im Zuge der "Kohäsion" dubiose Klimaschutzprogramme (dreimal dürfen Sie raten, wem die nützen und wer die Berichte schreibt ...) zu fördern ... was auch erwiesenermaßen nichts bringt (außer einer ABM für Politikberatungsinstitute ...)

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Hans Böhringer

Unglaublich

die Chinesen lachen sich einen vor so viel Dummheit in der EU. Aber das ist der Lauf der Zeit: die Neidgesellschaft lässt grüssen - denn der Akademiker verdient sowieso zu viel.

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Joachim Schroeder

Vertiefung der Europaidee!

So kann gleich das Angenehme (die Euphorie über den Friedensnobel-
preis mit dem Nützlichen (die Weiterleitung der Gelder des Nobelpreises
an den Erasmusfond) verbunden werden, damit die Beschwörungen
zur Vertiefung der Europäischen Einheit nicht nur ein Lippenbekenntnis
bleiben!

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Gerhard Dünnhaupt

Wer sind die sechs extra Staaten?

Die EU hat nur 27 Staaten, aber das aus unseren Steuerzahlern finanzierte Programm unterstützte Studenten aus 33 Staaten? Wer sind die sechs Nassauerstaaten?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.10.2012 08:19 Uhr
Cornelia  Holtmann

Ich halte den Ausdruck "Nassauerstaaten" für unangebracht, Herr Dünnhaupt.

Das Geld erhalten ja nicht die Staaten, sondern die jungen Menschen aus diesen Staaten. Und Stipendien an begabte junge Menschen aus aller Welt zu vergeben, ist bestimmt nicht die schlechteste Tradition.

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Cornelia  Holtmann

Das ist also die "nobelpreisgekrönte" EU.

Es zeigt sich, was ihr wirklich wichtig ist. Wenn wir die Zahl der Abgeordneten halbierten, ihre Gehälter um nur 10% kürzten, könnten wir mit Sicherheit weiteren Millionen Menschen die Chance geben, ein Europa mitzugestalten, das wir uns alle wünschen.

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Heinrich Franzen

EU Zahlen machen schwindelig,

aber man muß sich ihnen stellen! Bis 2020 384 MRD Subventionen für die Landwirtschaft, d. h. 38 % des EU-Gesamthaushalts. Hier drängt sich die Frage auf, die Nils Schmidt in Baden-Württemberg aufwarf ... Bildung muß Vorrang vor haben! Während Landwirtschaft, besser Landindustrieen verseuchen, verdichten, veröden, läßt Erasmus an eine helle Zukunft glauben, die greifbar dem erscheint, der das Glück hatte, Erasmus-Studenten und - Studentinnen zu erleben.

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Simon Zühlke

Besuchen Sie Europa...

...solange es noch steht.
So sangen einst schon Geier Sturzflug. Langsam sollte man sich damit wohl beeilen.

Eine absolute Sauerei, dass es ausgerechnet die Bildung treffen soll, den Sektor, in dem sowieso schon seit Jahren kaputtgespart wird wo es nur geht.
Aber für die Apparatschiks in Brüssel, bei denen sich oft der Eindruck aufdrängt, dass sie wegen Unfähigkeit oder Unliebsamkeit dorthin abgeschoben wurden, ist Geld da. Wäre ich Hutträger, ginge mir wohl jetzt selbiger hoch.
Doppelt ärgerlich, da ich als aktuell im Ausland befindlicher Erasmus-Student betroffen bin.
Doppelt ärgerlich aber auch für die, die nach uns kommen und denen womöglich diese einzigartige Chance aufgrund von Unfähigkeit der Eurokraten und daraus resultierendem Sparen am falschen Ende verwehrt bleibt.
Daher volle Zustimmung an Herrn Meier, bei den Eurokraten sollte gespart werden, nicht an der Bildung.
Etwas ist faul im Hause Europa, und zwar gewaltig.

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Rolf Huchthausen

In der schwersten Krise der EU muß man zusammenstehen! Nur nicht in der EU!

So nicht in der EU in Brüssel. Dort werden nachweislich der Korruption, Faulheit und Dummheit überführte EU-Beamte aussortiert, funktionslos nach Hause geschickt bei vollen Bezügen.

Sogar die Pensionen der korrupten Langfinger laufen regelmäßig. Erstens können diese einbehalten, gekürzt werden, zweitens müssen die obszönen Gehälter der Kommissionsbeamten runter. Und die Anzahl der Mitarbeiter muß gesenkt werden z.B. funktional durch die Wiederbelebung des Subsidaritätsprinzips, denn aufgehoben ist es ja nicht!

Über hemmungslose Selbstbedienung und obszöner Rechtsansprüche trotz Fehlleistung können an dieser Stelle weitaus mehr als diese 180 Mio. €URO eingespart werden. Der EU-Haushalt ist zum Bau von Potemkin'schen Dörfern aufgeblasen, mit ein Grund für die Staatsschuldenkrise.

Kürzt den Wahnsinn für Leute wie Bangemann, Cresson, Diamantopoulos, etc. auch die Luftschlangen Barroso, VanRompuy kommen mit einem Viertel aus! Warum will an diesen Selbstbedienungsladen niemand ran?

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Edda Kuhlmann

Es ist doch immer das gleiche

Steuer- und Haushaltserhoehungen werden mit den Programmen begruendet, die den Buergen am Herzen liegen. “Alarm, Alarm, ein Haushalt von 132,7 Mrd. Euro reicht nicht aus, um das Erasmus Programm von 90 Millionen Euro zu finanzieren. Aber wenn wir noch ein paar Milliarden mehr bekommen, dann werden wir davon auch die eine oder andere Million fuer dieses Programm abzweigen.”

Man weiss nicht worueber man mehr weinen soll - ueber diese Verlogenheit oder darueber, dass immer noch viele darauf hineinfallen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.10.2012 14:16 Uhr
Klaus Heine

Großartig!

Dieser Kommentar fasst es perfekt zusammen! Das ist so naheliegend, dass es doch verwundert, dass darauf nicht im Artikel eingegangen wird!

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Thorben  Meier

So sind sie, die Muster-Europäer in Brüssel: Den Euro retten, ERASMUS als Druckmittel missbrauchen..

Ja, es ist eine Frechheit und sollte eigentlich jedem "überzeugten Euroäer" die Augen öffnen, wofür diese EU wirklich steht. Man wirft das Gelf für Eigenwerbung, Subventionen, die eigenen Beamten usw. zum Fenster raus. Hat einen dreistelligen Mrd. Haushalt und dann scheitert es an einer Summe, die dem Haushalt einer mittleren deutschen Kreisstadt entspricht. Und das bei dem vielleicht einzigen Projekt, für das es die EU überhaupt gibt: Die Koordination und Verwaltung der mitgliedsstaatlichen Beiträge für die Verständigung der jungen Menschen aus den Mitgliedsstaaten. Aber dafür ist im Moloch Brüssel kein Geld da. Oder eigentlich müsste es eher heißen: Geld ist mehr als genug da, für jeden anderen Mist (sorry) und vor allem auch die eigene Taschen - aber mit den armen ERASMUS- Studenten lässt sich halt gut hausieren gehen, um noch viel mehr Geld für die selbstherrlichen Brüsseler Fürsten herauszupressen.
Für ERASMUS und gegen Brüssel und die Euro- Rettung, DAS wären echt Europäer!

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Cornelia  Holtmann

Ich glaube nicht, Frau Kuhlmann, dass noch jemand darauf hereinfällt.

Die Politiker wissen genau, dass ihnen niemand mehr glaubt. Sie wissen aber auch um die Machtlosigkeit der Bevölkerung. Aus diesem Grund können ihre Lügen immer platter werden. (Früher hat man sich wenigstens Mühe gegeben, besser zu lügen. - Eigentlich demonstrieren unsere Politiker fast offen: "Was die Bevölkerung denkt, ist uns vollkommen egal.")

Es wäre endlich an der Zeit, die Zahl der Mandate im Bundestag an die Höhe der Wahlbeteiligung zu binden. Dann erst bekämen auch die - die die Politiker rhetorisch geschult als "unpolitisch" bezeichnen - Nichtwähler eine Stimme.

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Thorben  Meier

Vielleicht spart man mal bei den Eurokraten in Brüssel? Ihr Beitrag zu "mehr Europa"!

Es wird immer perverser in Europa! Der Austausch junger Menschen aus den europäischen Staaten zwecks Studium und Völkerverständigung ist ohne Vorbehalt zu unterstützen. Ich habe selber ein Auslandssemester mitgemacht und es hat mein Verständnis für Europa (nämlich, dass die Vielfalt auf diesem Kontinent zu wichtig und zu bewahrenswert ist, als es für eine Brüsseler Monsterbehörde zu opfern) geschärft und mich sicherlich geprägt. Eine wirklich gute Einrichtung.
Hier ist jetzt kein Geld mehr für da? Der Haushalt der EU ist viel zu aufgebläht, es wird für viele Dinge, die niemals "auf europäischer Ebene" entschieden werden sollten Geld verpulvert. Für die wirklich "europäischen" Dinge ist dann am Ende kein Geld mehr da und man muss die Mitgliedsstaaten wieder bitten bzw. schickt die Studenten vor als Beispiel für die hartherzigen nationalen Regierungen. Es ist eine Frechheit! Vielleicht spart man einfach mal an den steuerfreien Zulagen für unsinnige EU- Beamte? Wie wäre das?

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Lothar Wölfel

180 Mio. EUR lassen sich auch beim Europäische Sozialfond (ESF) einsparen. Davon einige Millionen

beim Gehirmwäscheprogramm "Gender Mainstreaming" und weitere Millionen bei anderen ideologischen Sozialarbeiter-Arbeits-Beschaffungsmaßnahmen (siehe esf.de).

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Jahrgang 1955, Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in Brüssel.

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