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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Gedankenexperiment Letzte Rettung Fernost?

 ·  Die Welt starrt auf Griechenland. Bricht bald der Euro-Raum auseinander? Sollte man in solchen Zeiten nicht auch mal das Unmögliche denken? Denn es gäbe da ein Land, das alles hat, was uns fehlt: Geld, Wachstum, eine klare Richtung. Ein nicht ganz ernst gemeintes Gedankenspiel.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (7)

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Andreas  Pfisterer

Bin ich im falschen Film??????

Chinas "Erfolg" begründet sich auf nicht existente Menschenrechte, Knechtung der Arbeitnehmer im produzierenden Gewerbe, völlig masslosem Verstoss gegen alle Ausprägungen des Urheberrechtsschutz und sonstigen "Kleinigeiten", gegen die die EU (und jede Landesregierung) seit Jahrzehnten massiv vorgeht. Die Kluft in Sachen Innen- und Aussenpolitik, Moralverständnis, Ideologie und nicht zuletzt Umweltschutz zwischen EU und China könnten grösser nicht sein. Aber in Zeiten von finanzieller Not, müssen unsere politischen Intelligenzbestien wohl die Einen oder Anderen Prinzipien über Bord werfen. Ein Hoch auf die Globalisierung, und Gratulation zu dieser herausragenden Geistesleistung!!!! Nachdem wir ja schon versch. "kleinere" Fehler gemacht haben, bei der Entscheidung, welche Staaten in die EU dürfen, können wir jetzt ja nochmal so richtig Vollgas geben

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Christian Schneider

China ist Meister der Statistikfälschung

Die offiziellen Statistiken besagen China hat eine Staatsverschuldung von 20%, in Wirklichkeit sind es aber 80%. Schon nach der Asienkrise in den 1990er hat die Regierung einfach Kapitalverwaltungsgesellschaften gegründet und dadurch alle faulen Kredite der Finanzinstitute übernommen. Im Gegenzug kauften die Finanzinstitute die Anleihen dieser Gesellschaften.

Inzwischen ist die chinesische Wirtschaft auch zu 60% von Investitionen in Anlagevermögen abhängig mit der Folge massiver Überkapazitäten und weiterer fauler Kredite, besonders Staatsunternehmen oder auch Lokalregierungen sind stark verschuldet. All diese Verbindlichkeiten eingerechnet kommt man auf eine Staatsverschuldung von 80%.

Erste Bauunternehmen gehen schon pleite in China, eine Umstellung der Wirtschaft von Investitionen zu Konsum ist schwer und langwierig. Ökonomen wie Andy Xie, Jim Chanos oder Michael Pettis haben diesbezüglich schon zahlreiche interessante Artikel veröffentlicht.

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Roland Wagner

Um Himmels willen, welches Interesse sollte China denn haben,

sich an einem Pleitegeier wie Europa zu beteiligen? Während des Konkursverfahrens die Restbestände aufzukaufen, das könnte ein Geschäft werden und damit wurde ja bereits begonnen. Wir wollten es ja so und zwar genauso, das haben wir mit den Amerikanern gemeinsam. In der Realität wird es dann aber doch anders laufen, auch als von China gedacht, Europa und Amerika crashen und reisen China mit in den Abgrund. Welch Ironie...

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Werner Mueller

"Droht eine globale Krise?" - Hallo? Seit 2008 gibt es eine globale Krise!

und sie wird uns noch viele Jahre zu schaffen machen!

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Bryan Hayes
Bryan Hayes (bhayes) - 16.06.2012 11:37 Uhr

Geld und Wachstum gibt es hier auch. Deutlich mehr Geld, Wachstum und eine klare Richtung gibt

es ebenfalls, jedenfalls auf dem Papier, z.B. in Form des Geistes des freiheitlichen Grundgesetzes sowie diverser freiheitlich orientierter Ordnungen (siehe z.B. "Die Bürgergerechte Gesellschaft"). Muss nur konsequent gegen den funktionärsfeudalistischen Komplex mit den Parteikadern im Mittelpunkt durchgesetzt werden.
Wir brauchen wieder eine Rückkehr zu den Bürgerinteressen, zum Recht, weg vom Machtmissbrauch der Politkaste, weg von der Klientelpolitik, ein Verbot jeglicher Staatsverschuldung, ein Verbot des Gelddruckens etc.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.06.2012 14:39 Uhr
Alba Maria
Alba Maria (albamar) - 16.06.2012 14:39 Uhr

Direkte Demokratie

Zustimmung! Rückkehr zu den Bürgerinteressen und endlich auch direkte Demokratie. Wir wären heute nicht an diesem Punkt, hätte die deutsche Bevölkerung vor 15 Jahren über den Euro abstimmen dürfen.

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Alba Maria
Alba Maria (albamar) - 16.06.2012 11:28 Uhr

Vereinigte Staaten von EuroChina

GUte Idee. Mit Sicherheit ist China bereit mit der Eurozone einen Schuldentilgungsfond einzurichten und EuroChina-Bonds aufzulegen. Das Demokratie-Verständnis von China passt ja auch sehr gut zur EU-Kultur.

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Jahrgang 1968, Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Peking.

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