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Geburtenraten Schwierige Kinderpolitik

03.08.2009 ·  Noch ist es zu früh, die Politik von Familienministerin von der Leyen als gescheitert zu bezeichnen, aber die neuesten Zahlen zur EU-Geburtenziffer sind nicht ermutigend. Die Gründung einer Familie ist eben nicht allein ein Finanzkalkül.

Von Hendrik Kafsack
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Noch ist es zu früh, um die Politik von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen als gescheitert zu bezeichnen, aber die neuesten Zahlen von Eurostat zur EU-Geburtenziffer sind nicht ermutigend. Während überall in Europa mehr Kinder geboren werden, bekommen die Deutschen Jahr für Jahr weniger Kinder. Daran hat bisher auch die großzügige Ausweitung des Elterngelds nichts geändert.

Wenn es darum geht, die finanziellen Einschnitte abzufedern, die der Nachwuchs mit sich bringt, ist offenbar nicht das nach 14 Monaten endende Elterngeld entscheidend. Es geht vielleicht doch eher darum, so viele Krippenplätze zu schaffen, dass Eltern, sobald sie es wünschen, wieder arbeiten können. Das scheint zumindest in Belgien oder Frankreich zu funktionieren, wobei auch dort vor allem Zuwanderer viele Kinder bekommen.

Auch Teilzeitmodelle wie in den Niederlanden erleichtern manchem die Entscheidung für ein Kind. Am Ende ist die Gründung einer Familie aber eben nicht allein ein Finanzkalkül. Wenn ein Kind – wie offenbar in Deutschland – bei vielen nicht mehr ins Lebenskonzept passt, lässt sich das mit den bisherigen Instrumenten der Familienpolitik wohl nicht ändern.

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Jahrgang 1972, Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

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