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Gebrauchte Klaviere Schlussakkord auf dem Schrottplatz

 ·  Die Leute wollen alte Klaviere nicht einmal geschenkt. Sie fürchten die Kosten für die Reparatur, den Transport und den Klavierstimmer.

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George Rauscher

Traurig

Aber ich selbst kenne Leute die auf E-Piano umgestiegen sind, ist einfach pflegeleichter, man kann mit Kopfhörer üben während der Nachbar sich weniger Gedanken um die Belästigung der Hausgemeinschaft durch sein Home-Entertainment-System mit 7.1 Kanälen macht... nicht daß ein wirklich gutes Elektroklavier so günstig in der Anschaffung wäre, aber auch die sehen gut aus, und vom Spielgefühl merkt man da keinen Unterschied mehr.

ps: sollte jemand hier ein gebrauchtes Cello abzugeben haben, ich hole es auch gerne ab! :))

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Norbert Stöbe
Norbert Stöbe (nor45) - 08.09.2012 13:08 Uhr

Nostalgie

Natürlich stellen sich nostalgische Gefühle ein, aber die Zeiten ändern sich nun mal. Ich spiele seit 3 Jahren auf einem elektronischen Klavier mit gesampeltem Flügelklang. Ich kann spielen, wann ich will, ohne die Nachbarn zu stören. Das Ding hat eine gewichtete, mechanische Tastatur, einen tollen Klang und eine ansprechende Dynamik - und die Entwicklung geht weiter. Vielleicht ist die Zeit für die geliebten alten Trumms tatsächlich abgelaufen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.09.2012 14:13 Uhr
Christian Wolff

ePianos, Nachteile

der Haken bei diesen gesampelten Instrumenten ist, dass sie keine Obertoninteraktionen zulassen. Drücken Sie einen Akkord auf einem akust. Piano und singen Sie einen Ton: Dieser wird, wenn er resonanzmäßig vom Obtertonsprektrum her passt, auf den freigegebenen , also ungedämpften Saiten mitschwingen. Genau so finden innerhalb des Pianos zwischen den ungedämpften Saiten unendlich viele Interaktionen statt, die nicht sampelbar sind. Ein ePiano müsste eine Obertondatenbank abrufen, um so etwas zu können. Da können Sie in der Zwischenzeit wegen der Rechenzeit Kaffetrinken gehen, bis der Klang abgerufen wurde. Deshalb klingen ePianos steril. Sie sind trotzdem ein brillianter Notbehelf, gerade auch für Bands etc., besonders, weil man sie meist gut tranportieren kann.

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Christian Wolff

Klavierauswahl

als einer, der zeitweilig sein Geld am Piano verdient hat : alles was zu billig ist , ist zu teuer oder wird irgendwann zu teuer. Wiederverkaufswert mit einkalkulieren ! Wie teuer wird es, wenn einem ein mittelmäßiges Instrument zum Halse raushängt und man es veräußern muss, um auf ein besseres umzusteigen ? Dann lieber gleich "richtig". "Anfängerklavier": Der Begriff sagt schon die baldige (teure) Trennung voraus. Macht es auch Spaß, auf ihm zu spielen ? Wie teuer wird ein Spaßverderber ? Man spielt nicht mit einem Instrument, sondern mit Klängen ( Sounds). Die müssen sich im Raum entfalten, so wie der Musiker es will. Alles andere führt zur Frustration einer Illusion. An der Illusion herumzuschrauben macht es noch schlimmer. Am Ende steht das Instrument trostlos und missachtet herum.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.09.2012 14:06 Uhr
Christian Wolff

für den, der Platz hat...

das ist so richtig aber vielleicht auch falsch, je nachdem wie man es betrachtet. Gilt es, Chancen zu nutzen oder Risiken zu begrenzen ? Eine Naturell-Frage. Ich tendiere zum Chancen-Nutzen. Wer Platz hat und einen sehr guten Klavierbauer in der Nähe, der kaufe sich einen bespielbaren, aber ramponierten Flügel für einen "Appel und ein Ei" und lasse den bei Bedarf später aufarbeiten ( für 15.000 €) . Für diese Preis bekommt er ein völlig neues Innenleben, wird also ein nahezu neues Instrument. Das könnte ein Kompromiss mit Offenhaltung aller Optionen sein.

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maximilian währinger

möget ihr ruhen in frieden.

ich plädiere für einen klavierfriedhof unter der schirmherrschaft der weltkulturerbe-stiftung. klaviere sind oft, ähnlich wie hund, katze, pferd und käfigvogel, der beste freund des menschen, und da sie auch eine "seele" besitzen, gebührte ihnen ein pietätvolleres ende.

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