24.11.2007 · Der Gasprom-Konzern erteilt Lektionen in Sachen Liberalisierung und kündigt zugleich Preiserhöhungen im Bereich von 20 bis 60 Prozent an. Die Aussagen sind bester Beleg dafür, dass Monopole beschnitten werden sollten.
Von Gerald HospEin Monopolist erteilt Lektionen in Sachen Liberalisierung. Der Gasprom-Konzern, der das Exportmonopol über russisches Erdgas hält, schießt rhetorische Giftpfeile gegen die Vorschläge der EU-Kommission, die Energiemärkte weiter zu liberalisieren.
Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Gasprom, Alexander Medwedjew, sagte, dass eine Liberalisierung in Infrastruktur-Branchen wie Stromerzeugung und Gas nicht funktioniere. Dabei profitiert Gasprom selbst von der Liberalisierung und Privatisierung des russischen Strommarktes, bei der Produktion und Netzwerk getrennt werden.
Standorte einverleibt
Gasprom verleibt sich dort Standorte des ehemaligen russischen Strommonopolisten ein. Es ist aber das gute Recht von Gasprom, aus Unternehmensinteresse die groben Keile einer Eigentümerentbündelung, die die Europäische Kommission vorschlägt, zu kritisieren.
Die Kritik jedoch mit Warnungen zu versehen, dass der Preis steige, ist auch nicht fein argumentiert. Die erwarteten Preiserhöhungen für Erdgas im Bereich von 20 bis 60 Prozent sind zudem am oberen Rand hochgegriffen und am unteren Rand nicht völlig ungewöhnlich. Die Gasprom-Aussagen sind wohl bester Beleg dafür, dass Monopole beschnitten werden sollten.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.576,30 | +0,98% |
| EUR/USD | 1,2505 | −0,29% |
| Rohöl Brent Crude | 106,70 $ | −0,52% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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