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Supermärkte : Gabriel begrüßt neue Gespräche zur Rettung von Tengelmann-Jobs

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Die Gewerkschaft Verdi will die Streithähne an einen Tisch bringen: Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) findet das gut. Bild: dpa

Der Wirtschaftsminister hält nichts von der drohenden Zerschlagung der Supermarktkette. Für ihn habe das Interesse an Arbeitsplätzen und Arbeitnehmerrechten immer Vorrang.

          Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel unterstützt nach eigenen Worten einen neuen Anlauf zur Rettung der Arbeitsplätze bei der angeschlagenen Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann. Im Gespräch mit der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ äußerte sich der SPD-Politiker positiv zu einem Vorstoß der Gewerkschaft Verdi, wonach bei einem Spitzentreffen von Branchenvertretern eine Lösung gesucht werden soll. „Jeder Versuch, die Unsicherheit für die Beschäftigten zu beenden und Arbeitsplätze zu sichern, ist zu begrüßen“, sagte Gabriel.

          Hintergrund ist ein Rechtsstreit, der die geplante Fusion von Kaiser’s Tengelmann mit Edeka bislang verhindert. Gabriel hatte ein Veto des Kartellamts per Ministererlaubnis ausgehebelt, um Jobs zu retten. Doch das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf legte auf Antrag der Edeka-Konkurrenten Rewe und Markant die Ministererlaubnis auf Eis. Gegen das Vorgehen des OLG legten Gabriel und die Fusionspartner Beschwerden beim Bundesgerichtshof ein, der darüber am 15. November entscheiden will. Doch die Zeit drängt: Kaiser’s-Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub hat bereits mit einem Aus für seine defizitäre Supermarktkette gedroht.

          Insidern zufolge will Verdi-Chef Frank Bsirske nun versuchen, mit einem Runden Tisch der Handelsriesen wieder Bewegung in die festgefahrene Lage zu bringen. Auch Konkurrent Rewe, der sich vergeblich um Kaiser’s Tengelmann bemüht hatte, soll einbezogen werden. Gabriel äußerte dazu nun: „Wenn jetzt die konkurrierenden Unternehmen zu den konstruktiven Gesprächen bereit sind, die sie vor dem Fusionsverfahren noch verweigert haben, wäre das ein großer Fortschritt.“

          Rewe hatte Gabriel in dem Streit unrichtige Behauptungen vorgeworfen. So erklärte der Konzern im Juli, anders als von dem Minister dargestellt sei das Rewe-Alternativangebot für Kaiser’s Tengelmann auch in Hinblick auf die Sicherung der dortigen Stellen und Arbeitnehmerrechte „weit über das Angebot“ von Edeka hinausgegangen.

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