15.06.2005 · Die großen Unternehmen zögern, das Projekt „Deutschland - Land der Ideen“ zu unterstützen. Auch die Bundesregierung hält ihren Beitrag von 10 Millionen Euro für die Imagekampagne zur Fußball-WM zurück.
Nicht nur die großen Unternehmen Deutschlands zögern, die Imagekampagne „Deutschland - Land der Ideen“ zu unterstützen. Auch die Bundesregierung hält ihren Beitrag von 10 Millionen Euro ein Jahr vor der Fußball-Weltmeisterschaft noch zurück.
Das bestätigte am Dienstag Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) in Berlin. Er sagte am Rande einer Pressekonferenz, bei der eine Internetseite der Kampagne freigeschaltet wurde, daß er das Geld erst freigebe, wenn auch die Wirtschaft ihren Beitrag leiste. Dieser hat mit dem Engagement von zehn Unternehmen erst ein Volumen von 7,5 Millionen Euro erreicht.
Eine „ziemliche Anstrengung“
Michael Rogowski, der ehemalige BDI-Präsident und Repräsentant der Wirtschaft in dieser Kampagne, sprach von einer „ziemlichen Anstrengung“, Partner für das „Land der Ideen“ zu gewinnen. Seine Aufgabe sei es, Türen zu öffnen, führte er aus. Aufgabe von Mike de Vries, dem Geschäftsführer der Trägergesellschaft FC Deutschland GmbH, sei es, „schnell durch diese Tür zu springen“. Manchmal fliege einem dabei „eine Tür an den Kopf“, sagte Rogowski. Gleichwohl gab er sich zuversichtlich, mehr als die noch fehlenden 2,5 Millionen Euro einzuwerben. Mit zehn Unternehmen führe er konkrete Verhandlungen. Dazu sollen große deutsche Automobilhersteller gehören, von denen bislang keiner die Kampagne unterstützt.
Die Kampagne „Land der Ideen“ verfolgt den Plan, die Aufmerksamkeit der Welt, die der Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Deutschland gelten wird, für eine Image- und Standortkampagne zu nutzen. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) präsentierte sie im November Vorstandschefs, die daraufhin versprachen, wie die Bundesregierung 10 Millionen Euro beizusteuern. Es war geplant, die Kampagne zugleich mit dem an diesem Mittwoch beginnenden Konföderationen-Pokal der Fußball-Nationalmannschaften zu starten.
Von Anfang an argwöhnten Unternehmer, die Kampagne leiste Wahlkampfhilfe für Rot-Grün oder erwecke den Eindruck, dies zu tun. Deshalb wurde Bundespräsident Horst Köhler als Schirmherr gewonnen. Die Absicht der Regierung, die Wahlen vom September 2006 auf dieses Jahr vorzuziehen, hat zwar bei den mit der Kampagne befaßten Experten Erleichterung ausgelöst. Rogowski sagte aber: „Das wirkt sich praktisch nicht aus.“
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.692,96 | −1,41% |
| FAZ-INDEX | 1.495,13 | −1,32% |
| TecDAX | 769,89 | −0,43% |
| MDAX | 10.249,10 | −1,04% |
| SDAX | 4.985,13 | −0,71% |
| REX | 421,06 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.480,76 | −1,65% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,01 | −1,60% |
| Dow Jones | 12.801,20 | −0,69% |
| Nasdaq 100 | 2.547,32 | −0,65% |
| S&P500 | 1.342,64 | −0,69% |
| Nikkei225 | 8.947,17 | −0,61% |
| EUR/USD | 1,3195 | −0,67% |
| Rohöl Brent Crude | 117,61 $ | −0,91% |
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09% |
| Bund Future | 138,62 € | +1,01% |