Home
http://www.faz.net/-gqe-435e
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Fußball-Bundesliga Dortmund verkauft Stadion-Beteiligung

Mit den Einnahmen aus dem Verkauf in Höhe von 75,4 Millionen Euro will der deutsche Fußball-Meister Borussia Dortmund das Stadion weiter ausbauen.

© dpa Vergrößern Der BVB will das Stadion für 83.000 Fans ausbauen

Der deutsche Fußball-Meister Borussia Dortmund hat seine Beteiligung an der Westfalenstadion KG zu einem Preis von 75,4 Millionen Euro verkauft. Das gab der Bundesligaclub am Mittwoch bekannt.

Hauptgrund für das Großvolumen-Geschäft sei die Finanzierung der dritten Ausbaustufe des Westfalenstadions auf eine Gesamtkapazität von 83 000 Zuschauer. Nach Angaben des einzigen Börsen notierten deutschen Fußballvereins ist der wesentliche Vermögensgegenstand der Stadiongesellschaft das Erbbaurecht am Westfalenstadion. Käufer der Anteile ist eine Vermietungsgesellschaft (Molsiris).

Mehr zum Thema

In 15 Jahren kann der Verein Anteile zurückkaufen

Borussia Dortmund wird parallel zu dem Verkauf der Beteiligung das alleinige Eigentum an dem über 90 000 Quadratmeter großen Grund und Boden des Westfalenstadions von der Stadt Dortmund erwerben und damit dauerhaft Verpächter des Erbbaurechts sein. Mit einer Tochtergesellschaft wird der BVB als Minderheitsgesellschafter auch an der Stadiongesellschaft beteiligt bleiben.

Nach Ablauf von 15 Jahren bestehe die Möglichkeit, dass der Verein die Anteile des Immobilienfonds zu einem festgelegten Kaufpreis zurückerwirbt und alleiniger Eigentümer der schuldenfreien Gesamtimmobilie wird, hieß es weiter.

„Vertrauensbeweis für den Fußball“

Ein Nutzungsvertrag mit der Stadion KG sichert dem BVB die uneingeschränkte Nutzung des Stadions und 100 Prozent aller Einnahmen aus der Vermarktung. Bereits jetzt seien 50 Prozent der zusätzlichen Dauerkarten verkauft. Der BVB rechnet nach dem Stadionausbau mit einer Durchschnitts-Zuschauerzahl von über 75 000 bei Bundesligaspielen.

Der Dortmunder Vereinspräsident Gerd Niebaum sagte, es sei ein „Vertrauensbeweis für den Fußball und Wertschätzung für unser Börsen notiertes Unternehmen, wenn sich ein so starker und seriöser Partner in der heutigen Zeit zu einer solchen Investition entschließt“.

Das Finanzierungsmodell für die dritte Stadion-Ausbaustufe habe den Vorteil, dass Mittel nicht in Beton gebunden würden, sondern zur Stärkung der operativen Geschäftsfelder genutzt werden könnten.

Quelle: dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Von Freiburg zum BVB Weltmeister Ginter wird Dortmunder

Das Tauziehen ist beendet, eines der größten deutschen Talente für die Defensive verstärkt von der neuen Saison an den ersten Bayern-Verfolger. Mehr

17.07.2014, 11:07 Uhr | Sport
Bundesliga Rummenigge vermisst Solidarität mit den Bayern

Wegen der Fußball-Weltmeisterschaft wollte der FC Bayern die Bundesliga-Saison eine Woche später starten lassen. Doch andere Vereine lehnten entschieden ab. Bayern-Chef Rummenigge kritisiert mangelnde Solidarität. Mehr

19.07.2014, 13:20 Uhr | Sport
Saudi-Arabien Aktien aus Tausendundeiner Nacht

In Saudi-Arabien öffnet sich die Börse für große Anleger aus dem Westen. Der Ölstaat will Kapital zur Entwicklung seiner Wirtschaft anlocken. Mehr

22.07.2014, 18:25 Uhr | Finanzen

Teure Luftnummern in der Provinz

Von Timo Kotowski

In Deutschland sind erschreckend viele Regionalflughäfen dort gebaut worden, wo sie keiner braucht. Weil ein Plan für das Land fehlt. Mehr 5 10


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Wirtschaft in Zahlen Der Taxi-Markt konzentriert sich

Uber schreckt die Taxis auf. Die etablierten Unternehmen verteidigen ihre Pfründe – in einem Markt, der sich immer weiter konzentriert. Mehr