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Frühjahrsgutachten Deutschland im Aufwind

 ·  Die führenden Forschungsinstitute sehen die deutsche Wirtschaft trotz der Euro-Schuldenkrise im Aufwind. Im nächsten Jahr trauen sie der Wirtschaft sogar einen Zuwachs von 2,0 Prozent zu.

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Hansjörg Dohm
Hansjörg Dohm (MCfive) - 20.04.2012 08:12 Uhr

Werter Herr Diesing ...(Beitrag 19.4. 20 Uhr 02)

Ihre Antwort offenbart meiner Meinung nach eine Naivität bei diesem Thema, die mich erschauern lässt.
WIE nur kommen Sie darauf, die deutsche Wirtschaft identifiziere sich mit den Deutschen? Der Wirtschaft ist das Volk Mittel zum Zweck zur Gewinnmaximierung, eine emotionale Bindung besteht überhaupt nicht, im Gegenteil. Mehr ist da eben nicht.

Es geht noch weiter: Die deutsche Wirtschaft identifiziert sich also mit NIEMANDEM, auch nicht mit den Kasachen. Sie identifiziert sich lediglich mit ihren Gewinnen, egal, durch welche arbeitnehmerfeindlichen und sozialfeindlichen Marschrouten diese entstanden sind.Und davon gibt es nun drastische.

Ich staune beim Lesen Ihrer Beiträge jedesmal über Ihre sehr grüne-rote Attitüde beim Thema Einwanderung und deutsches Nationalbewusstsein, der dann an die amerikanische TeaParty angelehnte und einseitig an den Interessen der Wirtschaft ausgelegte Argumentation b. Thema GESELLSCHAFT erfolgt.

Sind Sie Unternehmer?
Mit besten Grüssen Ihr Hansjörg D

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.04.2012 10:46 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 20.04.2012 10:46 Uhr

erschauernde Naivität?

Rot-grüne Teaparty? Sich "identifizierende" Wirtschaft? Deutsches Nationalbewusstsein? Ehrlich gesagt, ich verstehe nicht ganz wovon Sie reden :-)

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 19.04.2012 18:19 Uhr

Warum glauben wir eigentlich noch unseren Prognose-Instituten und Ökonomen?

Schon wieder alles vergessen wie falsch die meisten lagen? Ab dem Frühjahr letzten Jahres überboten sich fast alle in Konjungturpessimismus und prophezeiten einen Absturz unserer Wirtschaft, speziell für das Jahr 2012. Die negativen Prognosen dauerten bis etwa November aber der prophezeite Absturz wollte und wollte nicht kommen denn der IFO-Index stieg und stieg und die im schwarzmalen geübten abschreibenden Journalisten merkten langsam dass sie wohl nicht über den gleichen Planeten berichteten. Ab Dezember versiegte die Schwarzmalerei gänzlich und die Prognosepäpste gingen alle in Deckung. Jetzt kommen sie wieder hervorgekrochen und wollen uns ihre Zukunftsweissagungen weiter als bare Münze verkaufen. Sollte man ihnen jetzt wieder glauben? Ich denke nicht so leicht, denn ihr Vorhersageprinzip beruhte zu einem großen Teil auf der selbsterfüllenden Prophezeiung. Nur letztes Jahr haben Deutschlands Manager den Orakeln einfach nicht zugehört. So eine Unverschämtheit.

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Wolfgang Wurtz
Wolfgang Wurtz (wolwul) - 19.04.2012 17:07 Uhr

Aufwind? Eine Fata Morgana!

Solange 400-€-Jobs als Arbeitsverhältnisse mitgezählt werden und solange wir keinen Mindestlohn haben und solange bei den Leiharbeitsfirmen die Menschen in "prekären" Arbeitsverhältnissen für einen Hungerlohn arbeiten und solange Jungakademiker oder Jungfacharbeiter auch mit besten Noten keine Arbeit finden, glaube ich nicht an "Deutschland im Aufwind". Wir sollten uns von den gutbezahlten sogenannten Wirtschaftsforschern nicht in die Irre führen lassen.

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Klaus Ermecke

Deutschland ist mutmaßlich Doppelweltmeister ...

Ist Deutschland "im Aufwind" - wegen einem realen Wachstum (geschätzt) von 0,7 Prozent? Dazu ist es erforderlich, die Aussage in den Kontext zu stellen - hier also in den Vergleich mit anderen Ländern. Dazu benutzten wir zumeist das CIA Factbook (www.cia.gov). Laut diesem hatte Deutschland 2011 ein geschätztes Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent. Damit standen wir im weltweiten Vergleich unter 215 Staaten und Gebieten auf Platz ... (Trommelwirbel) ... 132! Einhundertzweiunddreißig! Damit liegen wir knapp hinter Brasilien und Französisch Polynesien, aber immerhin vor Finnland, Somalia, Jordanien und dem Tschad.

Deutschland ist Doppelweltmeister ... zum ersten in der konsequenten Wirklichkeitsverweigerung, und zum zweiten in der Bereitschaft seiner Bevölkerung, sich von ihrer politischen Führung Scheuklappen überziehen zu lassen und dann nur noch die regierungsamtlichen Standpunkte zur Kenntnis zu nehmen. Aber wirtschaftlich ist das Deutschland von 2012 ein Absteigerland.

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Carsten Hensch

Zusammengefasst:

- Inflationsrate über der Wachstumsrate
- weitere Neuverschuldung trotz Steuermehreinnahmen und höherer Beschäftigungsrate
- reale Lohnerhöhungen fangen die Inflation aufgrund der noch immer existierenden kalten Progression nicht auf
Der auf mich wirkende Optimismus hält sich in Grenzen.

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Hansjörg Dohm
Hansjörg Dohm (MCfive) - 19.04.2012 13:45 Uhr

@Till Diesing

Identifizieren Sie sich so sehr mit der deutschen Wirtschaft, ist es Nationalstolz, dass "wir" besser sind als alle anderen?
Die Wirtschaft identifiziert sich aber nicht mit den Deutschen.

Ihr Nationalstolz in allen Ehren, aber das wirkt sehr undurchdacht und unreflektiert, was Sie schreiben.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.04.2012 20:02 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 19.04.2012 20:02 Uhr

Hmm

"Die Wirtschaft identifiziert sich nicht mit den Deutschen." Bitte? Was meinen Sie? Herr Dohm, mit wem identifiziert sich denn Ihrer Meinung nach die Wirtschaft? Mit Kongolesen oder Kasachen? Da bin ich jetzt auf Ihre "reflektierte" Antwort gespannt...

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Rolf Huchthausen

Der Killing-Factor sind die kleinen schwarzen Balken!

Keine Prognose - vielleicht außer 2004 - hat auch nur annähernd richtig gelegen. Ergo war 2004 ein Glückstreffer! Der Rest ist Schmuh!

Es ist nachgerade peinlich wie sich die Bundesregierung selbst betrügt, die Bürger belügt und über die Aktuelle Kamera-Kanäle (ARD/ZDF) gezielt desinformiert.

Ganz deutlich - und wie Olaf Scholz es mit der Einführung der "neuen" Arbeitslosenstatistik ausdrückte - jeder kann sich bei den aktuellen Zahlen den letzten Stand selbst herausarbeiten.

D.h. doch, dass sich über alle Positionen schwervermittelbar, in Umschulung (die wievielte auch immer), Langzeitarbeitslos (H4), etc. die Bundesregierung seelig rechnet.

Und wenn es schon bestellte Gutachten sind mit offensichtlich falschen Zahlen und nicht-zutreffenden Prognosen, warum so ein Pressewirbel? Es sind stupide Meinungs-Manipulationen! Warum wird das nicht kritisch hinterfragt?

Warum läßt investigativer Journalismus, Qualitätsjournalismus solche Eigenwerbung ungefiltert zu?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.04.2012 10:09 Uhr
Johannes Grün
Johannes Grün (ppjjll) - 20.04.2012 10:09 Uhr

Herr Huchthausen.....

Sie betrachten die Zahlen der Arbeitslosenstatistik als geschönt..... Sehr richtig das war vorher bereits auch schon und die Zahlen sahen schlechter aus..... also.... ist es dann jetzt besser oder nicht?

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Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 19.04.2012 12:42 Uhr

Immer diese verdammte Realität

Eigentlich sollte sich D doch schon längst abgeschafft haben, ohne den absolut notwendigen Atomstrom, mit "Ökoreligion", durch die Griechen...wo ist denn nun die Energiekrise und der Niedergang der deutschen Wirtschaft? Der konservative Stammtisch sehnt sich die von der "Ökomafia" und "Kommunistin" Merkel verursachte Katastrophe so herbei, und sie will und will einfach nicht eintreten... so ein Ärger aber auch.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.04.2012 15:42 Uhr
Christian Oppenländer

Welch Ironie

Anhand des Titels ihres Postings hätte ich genau die gegenteilige Argumentation erwartet. Wie trivial die Zusammenhänge absichtlich geschönt dargestellt werden, sollte wirklich mit etwas Mühe erkennbar sein. Die Prognosen sind immer ein Schuss ins Blaue - das wissen die Herausgeber selbst auch - und selbst wenn sie zufällig stimmen, ist das absolut kein Indikator, wieviel Wohlstand davon hier in Deutschland verbleibt - WEGEN der Eurokrise, nicht TROTZ ihr. Die Ankurblung der Wirtschaft läuft auf Reserve, Hunderte von Milliarden Volkseinkommen rasen jährlich aus dem Land hinaus. Was bringen tolle Wirtschafts- und Exportzahlen, wenn der geschaffene Wert nicht den Wertschaffenden zugute kommt? Man würde Ihnen auch noch von Rekordexporten erzählen, wenn Sie sich längst nur noch eine Papierhöhle im Slum leisten können.

Die FAZ-Community hat nie behauptet, der Niedergang käme sofort und hart. Das ist ja das Hauptziel der heutigen Politik: dass Bürger wie Sie es erst zu spät merken.

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Johannes Grün
Johannes Grün (ppjjll) - 19.04.2012 13:13 Uhr

Sie haben Recht....

Nun muss nur noch eine neue Regierung her um Merkels Verschwendungssucht entgegenzuwirken. Steinbrück wäre hier deutlich besser geeignet.... dann noch starke Grüne in der Regierung und man bekommt auch das Nord- Süd-Problem der fehlenden Stromleitungen in den Griff.

Schade um die verlorenen 4 Jahre..... aber es läuft ja trotz gelb-schwarz.

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