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Veröffentlicht: 26.06.2013, 07:57 Uhr

Zum Tag Gejagt, gegrillt, geächtet

Pekings Behörden machen Jagd auf große Hunde, Google-Konzernchefin Marissa Mayer bekommt von den Aktionären ein mäßiges Zeugnis ausgestellt und die Plastiktüte gerät immer mehr in die Kritik.

© Robert Wenkemann

In Deutschland ist der Hund des Menschen bester Freund. In Peking ergeht es den Vierbeinern zuweilen schlecht – vor allem, wenn sie zu groß sind. Denn alle Hunde, die mehr als 35 Zentimeter messen, sind in der Innenstadt verboten. Die Behörden der chinesischen Hauptstadt durchkämmen Wohnviertel auf der Suche nach den großen Hunden. Aber wir meinen doch, in Zeiten, in denen Behörden Jagd auf große Tiere machen, könnten andere Ziele lohnender sein. Was ist mit der Jagd auf jene, die Schattenbanken leiten?

Gegrillt wird Yahoo-Konzernchefin Marissa Mayer von ihren Aktionären: Nach einem knappen Jahr an der Spitze des Unternehmens haben die Anteilseigner ihr ein durchwachsenes Zeugnis ausgestellt. Die ehemalige Google-Managerin konnte auf der Hauptversammlung am Dienstag zwar mit neuen Produkten und einer wachsenden Nutzerzahl aufwarten, was ihr auch Lob aus dem Plenum einbrachte. Doch die Fortschritte gingen vielen Aktionären nicht weit genug.

Eigentlich ist sie praktisch, vor allem, wenn man an der Kasse feststellt, dass man wieder den Jute-Beutel vergessen hat: die Plastiktüte. Aber wie Bernd Freytag in der heutigen Ausgabe der F.A.Z. berichtet, wird die Plastiktüte zunehmend geächtet. Denn sie hat für Mensch und Umwelt eine viel verheerendere Wirkung als bislang angenommen: In Ruanda und Bangladesch verstopft sie lebenswichtige Abwasserkanäle, auf den Ozeanen bildet sie Müllteppiche unvorstellbaren Ausmaßes. Die Rufe nach einem Verbot der Plastiktüte werden lauter.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim heutigen Frühaufsteher,

Ihre F.A.Z.

Quelle: FAZ.net

 

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