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Medienschau Schattenbanken so groß wie noch nie

Dennoch will die amerikanische Bankenaufsicht Basel III aufgeben. Hochtief könnte zerschlagen werden, die amerikanische Börsenaufsicht fordert Millionen von Fondsmanager Homm.

© FAZ Helfert

Unternehmensnachrichten

Sorgen um Zerschlagung von Hochtief

Der spanische Großaktionär ACS, der sich im vergangenen Jahr in einer feindlichen Übernahme 49 Prozent der Hochtief-Aktien gesichert hat, will nun die Führung des Unternehmens in die Hand nehmen. Auf der Aufsichtsratssitzung am 20. November soll der Vorstandsvorsitzende Frank Stieler vom langjährigen ACS-Manager Marcelino Fernández Verdes abgelöst werden. Einer Unternehmensmitteilung zufolge will dann auch der Aufsichtratsvorsitzende Manfred Wennemer sein Amt zur Verfügung stellen. Verdes gilt als enger Vertrauter von ACS-Chef Florentino Pérez.

Kritiker der Übernahme im vergangenen Jahr fühlen sich in ihren Erwartungen bestätigt, dass der Großaktionär Hochtief nun ausschlachten will. Auch in der deutschen Belegschaft wächst die Sorge über eine Zerschlagung. Bislang haben Stieler und Wennemer offensichtlich dafür sorgen können, dass die Rechte der Kleinaktionäre, die immerhin noch 45 Prozent halten, gewahrt bleiben. (FAZ)

Amerikanische Börsenaufsicht fordert Millionen von Fondsmanager Homm

Die amerikanische Börsenaufsicht SEC verlangt von dem lange Zeit untergetauchten Hedgefonds-Manager Florian Homm annähernd 56 Millionen Dollar. Die Behörde wirft ihm Betrug bei Wertpapier-Geschäften vor. Das geht aus Unterlagen beim Bezirksgericht von Los Angeles hervor. Homm habe sich nie zu einer schon 2011 eingereichten Klage geäußert. Der Fondsmanager war im September 2007 untergetaucht und erst Anfang November wieder an die Öffentlichkeit getreten.

„Ich streite die Vorwürfe insgesamt ab“, sagte Homm der „Wirtschaftswoche“. In einer Eingabe ans Gericht erklärte er, die Klageschrift nie erhalten zu haben, obwohl es mehrere Wege gegeben habe, ihn zu kontaktieren. Homm hatte früher unter anderem als Anteilseigner bei Borussia Dortmund und beim Telekommunikationsanbieter Freenet für Wirbel gesorgt.

Die SEC beschuldigt ihn des Wertpapierbetrugs und des Betrugs als Investmentberater. Zudem habe er Betrügereien beim Börsenmakler Hunter World Markets begünstigt. Die Machenschaften seien „mindestens zwei Jahre lang“ gelaufen und hätten „Hunderte manipulierter Handelsgeschäfte“ umfasst. (dpa-AFX)

HSBC verhandelt über Verkauf von Anteil an Ping An

Die britische Großbank HSBC führt Gespräche über einen Verkauf ihrer Beteiligung an dem chinesischen Versicherer Ping An im Wert von mehr als neun Milliarden Dollar. Noch sei jedoch unklar, ob die Verhandlungen in einen Verkauf münden werden, erklärte HSBC am Montag. HSBC hatte gut 15 Prozent an Ping An gekauft, bevor das Unternehmen 2004 an die Börse ging. Der drohende Ausstieg von HSBC drückte die Aktien von Ping An an der Hongkonger Börse um knapp drei Prozent. (Reuters)

SAS vor Einigung mit Gewerkschaften über Krisenplan

Die akut angeschlagene skandinavische Fluggesellschaft SAS steht nach nächtlichen Verhandlungen vor der Einigung mit Gewerkschaften über einen Krisenplan zur Verhinderung der Insolvenz. Ein Unternehmenssprecher sagte am Montagmorgen im dänischen Rundfunksender DR, bis auf zwei kleinere Vertretungen hätten alle Gewerkschaften dem Plan mit Lohnkürzungen, geringeren Pensionsansprüchen sowie Stellenabbau zugestimmt. Die Konzernführung hatte den 15.000 Mitarbeitern mit Insolvenz gedroht, falls ihre Gewerkschaften nicht grünes Licht für den Krisenplan geben würden. Mehrere SAS-Flüge am Montagmorgen wurden abgesagt. (dpa-AFX)

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