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Veröffentlicht: 16.11.2012, 06:55 Uhr

Medienschau Henkel sieht sich auf gutem Weg zu Jahreszielen

Beim PC-Hersteller Dell geht es derweil weiter abwärts. Der Gewinn halbierte sich im letzten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum unterm Strich auf 475 Millionen Dollar. Der europäische Automarkt schrumpft abermals, im Oktober gingen die Absätze in der EU um 4,8 Prozent auf 959.000 Stück zurück und aus Amerika meldete Nike, das der adidas-Konkurrent die Dividende um 17 Prozent erhöhen möchte.

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Unternehmensnachrichten

Henkel sieht sich auf gutem Weg zu Jahreszielen

Der Konsumgüter- und Klebstoffhersteller Henkel verliert seine Jahresziele auch in einem sich eintrübenden Umfeld nicht aus dem Blick. „Wir sind auf einem sehr guten Weg und fest davon überzeugt, unsere Ziele für das Gesamtjahr 2012 zu erreichen“, sagte Unternehmenschef Kasper Rorsted am Freitag in London. 2008 hatte er für 2012 das Ziel ausgegeben, eine um Sondereffekte bereinigte Ebit-Marge von 14 Prozent zu erzielen.

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Im dritten Quartal legte der Umsatz zum Vorjahresquartal von 4,03 auf 4,3 Milliarden Euro zu und traf damit die Erwartungen am Markt. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) blieb mit einem Anstieg von 451 auf 586 Millionen Euro allerdings leicht unter den Schätzungen einiger Experten. Mit einer Marge von 13,6 Prozent für das dritte Quartal und die ersten neun Monate muss Henkel nun noch einen Endspurt einlegen, um das angepeilte Jahresziel zu erreichen. (dpa-AFX)

PC-Flaute: Bei Dell geht es weiter abwärts

Der PC-Hersteller Dell leidet immer stärker unter dem Siegeszug von Tablet-Computern und Smartphones. Im dritten Geschäftsquartal fiel der Umsatz um 11 Prozent auf 13,7 Milliarden Dollar. Der Gewinn halbierte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf unterm Strich 475 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am späten Donnerstag am Sitz im texanischen Round Rock mitteilte. Die Zahlen fielen noch dramatischer aus als Analysten befürchtet hatten. Einzig das Geschäft mit leistungsstarken Firmenrechnern - sogenannten Servern - konnte noch zulegen. Ansonsten standen in allen Sparten Minuszeichen. Die Aktie fiel nachbörslich um 2 Prozent. Seit Jahresbeginn hat der Titel damit mehr als ein Drittel seines Wertes eingebüßt.

Dell hatte versucht, sich mit einem Ausbau des Service- und Software-Geschäfts unabhängiger vom PC-Markt zu machen. Notebooks und Tischrechner stehen aber immer noch für rund die Hälfte des Umsatzes. Ein Rückgang der Verkäufe in den beiden Sparten von zuletzt 26 Prozent beziehungsweise 8 Prozent fiel dadurch schwer ins Gewicht. Insbesondere Privatkunden entscheiden sich immer häufiger gegen die Neuanschaffung eines PC und begnügen sich stattdessen mit ihrem Smartphone beziehungsweise Tablet-Computer. Besonders stark fiel der Umsatz in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Dell rechnet damit, dass im laufenden vierten Geschäftsquartal das „herausfordernde gesamtwirtschaftliche Umfeld“ anhält. Entsprechend erwartet die Nummer drei der PC-Hersteller trotz Weihnachten kaum bessere Verkäufe. (dpa-AFX)

Europäischer Automarkt schrumpft weiter

Der europäische Automarkt steckt weiter tief in der Talsohle. Im Oktober gingen die Absätze in der EU um 4,8 Prozent auf 959.000 Stück zurück. Während der größte Einzelmarkt Deutschland um 0,5 Prozent auf knapp 260.000 Neuwagen zulegte, rutschten die Verkäufe im krisengeschüttelten Spanien um 21,7 Prozent auf 45.000 Stück ab, wie der europäische Autohersteller-Verband Acea am Freitag mitteilte.

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