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Medienschau Draghi sieht Stabilisierung der Eurozone - VW fährt angeblich Rekordgewinn ein

Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, sieht Zeichen für eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in der Eurozone. Und das deutsche Staatsdefizit hat sich 2011 deutlich verringert. Auf Unternehmensebene hat Volkswagen seinen Gewinn im vergangenen Jahr einem Zeitungsbericht zufolge mehr als verdoppelt und ein Rekordergebnis eingefahren. BASF hat im Schlussquartal dagegen operativ etwas weniger verdient. Zudem will SAP die Dividende kräftig erhöhen und der künftige RWE-Chef Terium treibt die Verkäufe voran.

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Unternehmensnachrichten

BASF verdient im Schlussquartal operativ etwas weniger

Eine nachlassende Konjunktur hat beim weltgrößten Chemiekonzern BASF im Schlussquartal zu einem Rückgang des operativen Gewinns geführt. „Der zu Beginn des zweiten Halbjahres beobachtete Trend hat sich fortgesetzt“, sagte Unternehmenschef Kurt Bock am Freitag in Ludwigshafen. Kunden disponierten vorsichtiger, reduzierten ihre Vorräte und verzögerten Bestellungen in Erwartung einer nachlassenden Konjunktur und möglicher Preissenkungen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (Ebit) und Sondereffekten sank im Zeitraum Oktober bis Dezember auf 1,514 Milliarden Euro. Analysten waren im Schnitt von einem operativen Gewinn vor Sonderposten in Höhe von 1,55 Milliarden Euro ausgegangen, nach 1,77 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.

Unter dem Strich blieben im vierten Quartal 1,131 Milliarden Euro, nach 1,1 Milliarden Euro im Vorjahr. Darin enthalten ist eine Sonderzahlung für die Ausgliederung des Styrolgeschäfts in ein Gemeinschaftsunternehmen. Der Umsatz kletterte auf 18,1 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte BASF 16,424 Milliarden Euro umgesetzt. BASF profitierte unter anderem von dem Kauf des Spezialchemiekonzerns Cognis. Für das laufende Geschäftsjahr peilt BASF nach einem Spitzenjahr erneut einen Zuwachs bei Umsatz und Ergebnis an.

Das Unternehmen will zudem die Dividende erhöhen. Der BASF-Vorstand werde der Hauptversammlung eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2011 vorschlagen, teilte die im Dax notierte Gesellschaft mit. Im Vorjahr hatte BASF bereits die Dividende auf 2,20 Euro je Anteilsschein erhöht, nachdem das Unternehmen diese für das Jahr 2009 wegen eines in der Krise deutlich gefallenen Gewinns auf 1,70 Euro je Aktie gesenkt hatte. (dpa-AFX)

Künftiger RWE-Chef Terium treibt Verkäufe voran

Der durch die Atomwende gebeutelte Energiekonzern RWE will unter der Führung des künftigen Vorstandschefs Peter Terium den Verkauf von Unternehmensbeteiligungen vorantreiben. „Wir werden substanzielle Desinvestments sehen“, sagte der 48-Jährige vor Journalisten in Essen. Bei der geplanten Zielgröße bleibe es aber. „Es wird nicht über elf Milliarden Euro hinausgehen.“ Der Manager machte deutlich, dass die bis Ende 2013 anvisierten Verkäufe auch geringer ausfallen könnten. Es würden bis zu elf Milliarden Euro sein, sagte der Niederländer. Terium löst im Juli Jürgen Großmann an der Spitze des Versorgers ab.

Der Konzern hat wie der Düsseldorfer Konkurrent E.ON diverse Geschäfte zur Disposition gestellt. Hierzu gehören die Anteile an kommunalen Versorgern wie der hessischen Süwag, der Kevag aus Koblenz oder der VSE aus Saarbrücken. Hinzu kommen Anteile an den Berliner Wasserbetrieben und der Öl- und Gasfördertochter RWE Dea. Bis Ende des Jahres will der Konzern seine tschechische Gasnetztochter NET4GAS verkaufen. Das deutsche Ferngasnetz und die großen Stromtrassen hat RWE bereits abgestoßen. „Anderthalb Milliarden haben wird schon realisiert“, sagte Terium.

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