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Risikoabsicherung

Medienschau Dialysekonzern FMC droht Sammelklage in Amerika

Die Deutsche Bank verkauft ihr Derivateportfolio, gegen einen Mitarbeiter der IT-Firma Bechtle wird wegen Datenklau ermittelt, Burda kauft die Mehrheit am Karriere-Netzwerk Xing und Google einigt sich mit belgischen Zeitungsverlagen.

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Unternehmensnachrichten

Dialysekonzern FMC droht Sammelklage in Amerika

Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) sieht sich in den Vereinigten Staaten einer Reihe von Klagen in Zusammenhang mit Dialyselösungen gegenüber. Eine Gruppe von Patientenanwälten habe am 12. Dezember einen Prozessantrag gegen das Unternehmen gestellt, wie die Tochter des Medizinkonzerns Fresenius am Donnerstag mitteilte. Demnach sollen die in den Vereinigten Staaten anhängigen Produkthaftungsklagen gegen die nordamerikanische Tochtergesellschaft Fresenius Medical Care Nordamerika bei den amerikanischen Justizbehörden in Boston zusammengeführt werden.

Die Klagen beziehen sich auf unzureichende Hinweise zu möglichen Nebenwirkungen auf den Etiketten der Dialyselösungen Natura Lyte und Granu Flo. Fresenius Medical Care sieht die Klagen als unbegründet an: „Natura Lyte und Granu Flo sind von der amerikanischen Gesundheitsbehörde seit vielen Jahren zugelassene, sichere und wirksame Dialyselösungen“, wird FMC-Chef Ben Lipps in der Mitteilung zitiert. Er zeigte sich davon überzeugt, dass sich FMC medizinisch nichts vorzuwerfen habe. (dpa-AFX)

Derivateportfolio der Deutschen Bank steht zum Verkauf

Die Deutsche Bank steht einem Medienbericht zufolge vor dem Verkauf eines milliardenschweren Derivateportfolios. Für die Restbestände der Wertpapiere, die im Zentrum angeblicher Bilanztricks standen, gebe es ein reges Interesse von mehreren namhaften Investoren, berichtet die „Welt“ (Donnerstagausgabe) vorab unter Berufung auf Finanzkreise.

Die Deutsche Bank stehe einem Verkauf des Pakets durchaus aufgeschlossen gegenüber - zumal sie nach Einschätzung von Marktteilnehmern auf einen Preis oberhalb ihrer Buchwerte hoffen könne. Ein Deal sei allerdings frühestens Anfang 2013 denkbar, da die meisten Investoren ihre Bücher für dieses Jahr praktisch schon geschlossen hätten. In den vergangenen Jahren war die zeitweise bis zu 130 Milliarden Euro schwere Bilanzposition bereits geschrumpft, teils weil die Papiere ausliefen, teils weil die Bank sie gezielt abbaute. Verblieben sind dem Blatt zufolge Bestände im niedrigen zweistelligen Milliardenbereich. (Reuters)

Ermittlungen gegen Bechtle-Mitarbeiter wegen Datenklau-Affäre

Der schwäbische IT-Händler Bechtle ist in den Skandal um den mutmaßlichen Datenklau im Berliner Gesundheitsministerium involviert. Das berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vorab in ihrer Donnerstag-Ausgabe. „Ein inzwischen freigestellter Bechtle-Mitarbeiter ist in die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen verwickelt“, sagte eine Sprecherin des Unternehmens am Mittwochabend. „Gegen Bechtle selbst gibt es keine Ermittlungen.“ Derzeit gehe der Konzern davon aus, dass keine weiteren Beschäftigten betroffen seien. Der Bechtle-Mitarbeiter, der Zugang zur EDV des Ministeriums hatte, steht im Verdacht, sich E-Mails, Beschlüsse, Gesetzesentwürfe und andere Daten beschafft und sie an einen Apotheken-Lobbyisten verkauft zu haben. Ziel der Aktion war es offenbar, Informationen über noch geheime Gesetzesvorhaben zu beschaffen und so einen Informationsvorsprung zu erlangen. Die Unterlagen wurden zum Teil auch im Internet veröffentlicht.

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Veröffentlicht: 13.12.2012, 06:56 Uhr

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