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Risikoabsicherung

Markbericht Dax im Bann von Apple und Euro-Konjunkturdaten

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag nach durchwachsenen Konjunkturdaten kaum bewegt. Favorit im Dax waren Henkel, die nach einem positiven Analystenkommentar deutlich zulegen können.

© F.A.Z. Vergrößern

Die soliden deutschen Einkaufsmanager-Daten (PMI) untermauerten zwar den überraschend guten ZEW-Index vom Dienstag und hätten so für positive Impulse gesorgt, sagte Händlerin Anita Paluch von Gekko Markets. Die heimischen PMI-Zahlen stünden allerdings in deutlichem Kontrast zu schwachen Daten aus Frankreich und den spanischen Arbeitslosenzahlen.

Bis zum Mittag sank der Dax um 0,05 Prozent auf 7704,02 Punkte, nachdem er am Morgen noch um rund ein halbes Prozent abgerutscht war. Der M-Dax markierte zwischenzeitlich ein neues Rekordhoch von 12 656 Punkten und stand zuletzt noch bei plus 0,06 Prozent auf 12 613,51 Punkte. Der Tec-Dax stand prozentual unverändert bei 887,62 Punkten.

Auch der Euro kam kaum vom Fleck und pendelte wie am Vortag meist um 1,33 Dollar. „Der Markt hat wenig Phantasie nach oben, aber so richtig nach unten geht es auch nicht“, erklärte ein Händler. Dass der nachbörsliche Apple -Absturz um rund zehn Prozent in Europa kaum Spuren hinterließ, begründeten Händler mit dem Mangel an vergleichbaren Unternehmen.

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Lediglich einige Zulieferer - wie die im TecDax gelisteten Aktien von Dialog Semiconductor - gerieten unter Druck. Dialog fielen um 4,8 Prozent. Die auch in Frankfurt und auf Xetra gelisteten Apple-Aktien brachen um acht bis neun Prozent ein. Nachbörslich waren die Aktien des weltgrößten Technologiekonzerns in New York um etwa zehn Prozent abgestürzt. Denn trotz der Rekordverkäufe wachsen die Zweifel an der Vormachtstellung des iPhone- und iPad-Herstellers. „Den Anlegern schwant, das Apple nicht ins Unendliche wachsen kann. Denn die Konkurrenz schläft nicht und ist oft günstiger“, fasste ein Händler in Frankfurt zusammen.

Im Dax zählten Beiersdorf mit einem Plus von 0,6 Prozent zu den Gewinnern. Damit konnten die Aktien des Nivea-Herstellers nach einer leichteren vorbörslichen Entwicklung doch noch etwas von den Umsatzzahlen für das vergangene Jahr profitieren. Die Aktien von Konkurrent Henkel zogen um zwei Prozent an.

Zu den Schlusslichtern zählten im Dax erneut die Bankenwerte. Commerzbank büßten 0,6 Prozent und Deutsche Bank 0,5 Prozent ein. Ein offenbar bald anstehender Stresstest für Europas große Banken stimme die Anleger vorsichtig, sagte ein Händler. Kreisen zufolge wollen die Aufsichtsbehörden diesen im September vornehmen. Siemens-Aktien notierten ex Dividende 3,5 Prozent niedriger bei 80,77 Euro. Den Streik des Sicherheitspersonals an den Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf nutzen einige Anleger zu Gewinnmitnahmen bei Air Berlin. Die im S-Dax  notierten Aktien verloren nach ihrem knapp 24-prozentigen Vorwochenplus 6,3 Prozent auf 1,87 Euro.

Quelle: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AFP, Bloomberg, Dow Jones

 
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Veröffentlicht: 24.01.2013, 11:11 Uhr

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