Home
http://www.faz.net/-gw7-75zvf
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Markbericht Dax im Bann von Apple und Euro-Konjunkturdaten

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag nach durchwachsenen Konjunkturdaten kaum bewegt. Favorit im Dax waren Henkel, die nach einem positiven Analystenkommentar deutlich zulegen können.

© F.A.Z. Vergrößern

Die soliden deutschen Einkaufsmanager-Daten (PMI) untermauerten zwar den überraschend guten ZEW-Index vom Dienstag und hätten so für positive Impulse gesorgt, sagte Händlerin Anita Paluch von Gekko Markets. Die heimischen PMI-Zahlen stünden allerdings in deutlichem Kontrast zu schwachen Daten aus Frankreich und den spanischen Arbeitslosenzahlen.

Bis zum Mittag sank der Dax um 0,05 Prozent auf 7704,02 Punkte, nachdem er am Morgen noch um rund ein halbes Prozent abgerutscht war. Der M-Dax markierte zwischenzeitlich ein neues Rekordhoch von 12 656 Punkten und stand zuletzt noch bei plus 0,06 Prozent auf 12 613,51 Punkte. Der Tec-Dax stand prozentual unverändert bei 887,62 Punkten.

Auch der Euro kam kaum vom Fleck und pendelte wie am Vortag meist um 1,33 Dollar. „Der Markt hat wenig Phantasie nach oben, aber so richtig nach unten geht es auch nicht“, erklärte ein Händler. Dass der nachbörsliche Apple -Absturz um rund zehn Prozent in Europa kaum Spuren hinterließ, begründeten Händler mit dem Mangel an vergleichbaren Unternehmen.

Mehr zum Thema

Lediglich einige Zulieferer - wie die im TecDax gelisteten Aktien von Dialog Semiconductor - gerieten unter Druck. Dialog fielen um 4,8 Prozent. Die auch in Frankfurt und auf Xetra gelisteten Apple-Aktien brachen um acht bis neun Prozent ein. Nachbörslich waren die Aktien des weltgrößten Technologiekonzerns in New York um etwa zehn Prozent abgestürzt. Denn trotz der Rekordverkäufe wachsen die Zweifel an der Vormachtstellung des iPhone- und iPad-Herstellers. „Den Anlegern schwant, das Apple nicht ins Unendliche wachsen kann. Denn die Konkurrenz schläft nicht und ist oft günstiger“, fasste ein Händler in Frankfurt zusammen.

Im Dax zählten Beiersdorf mit einem Plus von 0,6 Prozent zu den Gewinnern. Damit konnten die Aktien des Nivea-Herstellers nach einer leichteren vorbörslichen Entwicklung doch noch etwas von den Umsatzzahlen für das vergangene Jahr profitieren. Die Aktien von Konkurrent Henkel zogen um zwei Prozent an.

Zu den Schlusslichtern zählten im Dax erneut die Bankenwerte. Commerzbank büßten 0,6 Prozent und Deutsche Bank 0,5 Prozent ein. Ein offenbar bald anstehender Stresstest für Europas große Banken stimme die Anleger vorsichtig, sagte ein Händler. Kreisen zufolge wollen die Aufsichtsbehörden diesen im September vornehmen. Siemens-Aktien notierten ex Dividende 3,5 Prozent niedriger bei 80,77 Euro. Den Streik des Sicherheitspersonals an den Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf nutzen einige Anleger zu Gewinnmitnahmen bei Air Berlin. Die im S-Dax  notierten Aktien verloren nach ihrem knapp 24-prozentigen Vorwochenplus 6,3 Prozent auf 1,87 Euro.

Quelle: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AFP, Bloomberg, Dow Jones

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Trotz Rückrufen Auch GM meldet einen Verkaufsrekord

Der nächste, bitte: Auch der amerikanische Autohersteller General Motors hat im vergangenen Jahr so viele Autos verkauft, wie nie zuvor. An VW kommt er damit aber nicht vorbei. Mehr

15.01.2015, 06:12 Uhr | Wirtschaft
Aktien-Erbe Finnische Gemeinde ist millionenschwer und trotzdem arm

Die finnische Gemeinde Pukkila ist reich. 30 Millionen Euro, so hoch ist der Wert von Aktien der Firma Nokia, die ein Hausmeister vor Jahren hinterlassen hat. Doch die Gemeinde darf das Geld nicht so einfach ausgeben. Mehr

02.01.2015, 13:22 Uhr | Gesellschaft
Nach der Freigabe des Franken Nachbeben an der Schweizer Börse

Wer in Schweizer Aktien investiert hat, muss nach der Aufhebung des Mindestkurses große Verluste hinnehmen. Vor allem Bankaktien zählen zu den Verlierern. Mehr

16.01.2015, 10:03 Uhr | Finanzen
Alibaba auf Rekordjagd

Das Volumen der Erstnotiz am Freitag lag bei 21,8 Milliarden Dollar. Das ist der größte Börsengang eines Internetunternehmens. Wenn Alibaba wie erwartet auch die Option für die Zuteilung von Aktien zieht, ist der Börsengang mit 25 Milliarden Dollar insgesamt der größte aller Zeiten. Mehr

23.09.2014, 12:50 Uhr | Wirtschaft
Nervosität an den Märkten Freigabe des Franken lässt Börsen taumeln

Die überraschende Aufhebung des Euro-Mindestkurses für den Franken durch die Schweizer Notenbank hat am Donnerstag an den Finanzmärkte Turbulenzen ausgelöst. Der Dax fiel zeitweise um 1,8 Prozent, erholte sich zuletzt aber wieder. Mehr

15.01.2015, 12:17 Uhr | Finanzen
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 24.01.2013, 11:11 Uhr

Wertpapiersuche