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Greetings from Washington Mexiko will Energiemonopol abschaffen

 ·  Mexiko steht vor einer wirtschaftlichen Revolution. Das seit 75 Jahren bestehende staatliche Monopol in der Öl- und Gasförderung soll durchbrochen werden, um ausländisches Kapital ins Land zu locken.

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In Mexiko bahnt sich eine wirtschaftliche Revolution an: Das seit 75 Jahren bestehende staatliche Monopol auf Öl, Gas und Elektrizität soll durchbrochen werden, um ausländischen Unternehmen diesen Wirtschaftssektor zumindest teilweise zu öffnen. Erwartet wird, dass Präsident Enrique Peña Nieto in dieser Woche entsprechende Vorschläge unterbreiten wird. Damit fiele das staatliche Monopol, nachdem sich das Staatsunternehmen Pemex zunehmend durch Ineffizienz und sinkende Fördererträge auszeichnet. Für Mexiko wäre es aber auch der Abschied von einem mit Emotionen betrachtetem Symbol der Eigenständigkeit. Das Land hatte 1938 die ausländischen Energieunternehmen aus dem Land geworfen und den Energiesektor verstaatlicht.

Unklar ist noch, wie weit die Öffnung des Energiesektors gehen wird, ob ausländische Unternehmen eigene Förderkonzessionen erhalten oder an der Produktion oder am Gewinn beteiligt werden. Davon wird entscheidend abhängen, wie viel ausländisches Kapital Mexiko anziehen kann und welche Wachstumswirkungen zu erwarten sind. Offenbar sollen zwei Verfassungsartikel geändert werden, die die Gas- und Ölförderung der exklusiven Kontrolle des Staates unterwerfen und die private Förderkonzessionen verbieten. Das Land verspricht sich Kapital, aber auch technisches Wissen in der Tiefseeförderung im Golf von Mexiko und bei der Förderung von Schiefergas. Mit der Reform sollen auch die Energiepreise sinken, um die Wettbewerbsfähigkeit mexikanischer Unternehmen gegenüber den Vereinigten Staaten weiter zu verbessern. Amerika profitiert heftig vom Schiefergasboom, der dem verarbeitenden Gewerbe in den Vereinigten Staaten deutliche Vorteile durch niedrigere Energiekosten beschert.

Für Peña Nieto, der seit Dezember im Amt ist, ist die Reform einer der wichtigsten Bausteine seiner Agenda der wirtschaftlichen Erneuerung. Der Präsident hatte vergangene Woche kurzfristig die Präsentation der Pläne abgesagt, die im Parlament auf heftigen Widerstand der Opposition stoßen werden.

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