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Greetings from Washington Happy Fourth of July!

 ·  Hot Dogs und Barbecue, Star and Stripes und Feuerwerk – die Vereinigten Staaten feiern den Unabhängigkeitstag. Der Patriotismus erweist sich als erstaunlicher Wirtschaftsfaktor.

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Die Sparbemühungen der öffentlichen Haushalte und vieler Privater machen in Amerika selbst vor dem Unabhängigkeitstag nicht halt. In der Hauptstadt Washington etwa entfällt auf der Mall, dem langgezogenen Grünstreifen vor dem Capitol, ein öffentliches Konzert, weil der National Park Service sparen muss. In Seattle an der Westküste waren die Feierlichkeiten schon abgesagt, als die Spenden ausblieben. Letztlich sprangen ortsansässige Unternehmen wie Microsoft und Amazon ein, um die Feiern zu retten.

Dabei geht es vor allem um das abendliche Feuerwerk, ohne das ein 4. Juli kein richtiger 4. Juli ist. Mit mehr als 14.000 Feuerwerken rechnet die American Pyrotechnics Association. Fast alle der Feuerwerkskörper kommen aus China, weil – so die Klagen des Verbandes - die heimische Produktion “zu Tode reguliert” wurde. Die Feuerwerke sind ein solides Geschäft. Professionelle Feuerwerker schossen im vergangenen Jahr 320 Millionen Dollar in den Himmel. Die amerikanischen Verbraucher gaben 645 Millionen Dollar für Feuerwerke aus. Der Löwenanteil entfällt davon auf den 4. Juli.

150 Millionen Hot Dogs

Am Unabhängigkeitstag zieht es die Amerikaner ins Freie. Fast 70 Prozent oder mehr als 164 Millionen Menschen wollen den 4. Juli bei einem Barbecue, einer Grillparty oder bei einem Picknick verbringen, wie eine Umfrage des nationalen Verbands der Einzelhändler zeigt. Fast 60 Dollar kostete das Menü im Freien im vergangenen Jahr im Durchschnitt je Kopf. Insgesamt geben die Amerikaner rund 2,4 Milliarden Dollar dafür aus. Rund 150 Millionen Hot Dogs werden heute verspeist werden, schätzt der National Hot Dog & Sausage Council.

Zum Picknick am 4. Juli gehört die patriotische Ausrüstung. Dank der Umfrage der Einzelhändler weiß man, dass hochgerechnet 142 Millionen Amerikaner eine Fahne besitzen. Das sind mehr als 60 Prozent der Erwachsenen. Etwa 104 Millionen oder rund die Hälfte haben Kleidungsstücke mit patriotischem Muster, von T-Shirts bis zu oft bizarr anmutenden Hüten. Jeder vierte will in diesem Jahr für den Feiertag patriotische Ausrüstungsgegenstände kaufen.

Patriotismus als Wirtschaftsvorteil: Die Stars and Stripes

Der Patriotismus beflügelt vor allem die Geschäfte der Flaggenmacher. Fahnen und Banner im Wert von 302,7 Millionen Dollar wurden im Jahr 2007 in den Vereinigten Staaten produziert, neuere Daten liegen nicht vor. Wer sich gerade in den Tagen vor dem 4. Juli durch ein x-beliebige amerikanische Stadt begibt, ahnt schnell: Der Großteil davon entfällt auf die Star and Stripes, die Nationalflagge. Rund 60 Millionen Haushalte, so heißt es, flaggen zum 4. Juli. Das ist in Amerika ein ernstes Geschäft: Der Kongress hat extra ein Gesetz erlassen, wie die Fahne aufgezogen und präsentiert werden sollte.

In der Flaggenproduktion zeigen die Vereinigten Staaten eine erstaunliche wirtschaftliche Stärke: Der Import von Flaggen ist außergewöhnlich klein und betrug im vergangenen Jahr gerade mal 3,8 Millionen Dollar, weitgehend aus dem Billiglohnland China. Zugleich ist die Einfuhr in den vergangenen Jahren drastisch gesunken, im Jahr der Terroranschläge von 2001 waren es noch 51,7 Millionen Dollar gewesen.

Die Erklärung dafür liegt freilich kaum in Produktionsvorteilen Amerikas, sondern im Patriotismus. Nach Angaben des Branchenverbands Flag Association Manufacturers of America waren viele Amerikaner enttäuscht, als sie nach den Terroranschlägen ihr Land ehren wollten und erkannten, im Ausland produzierte Stars and Stripes gekauft zu haben. So verhalf der Patriotismus der heimischen Flaggenwirtschaft in den Folgejahren zu einem soliden Absatzvorteil.

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