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Blick auf den Finanzmarkt Deutsche Aktien freundlich

 ·  Den Rücksetzer des Vortages nutzen am Mittwoch einige Anleger zum Einstieg in den deutschen Aktienmarkt. Börsianer warnten allerdings vor überzogenen Kurs-Erwartungen.

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Der deutsche Aktienmarkt tendiert am Mittwoche freundlich. Der Dax gewinnt 0,7 Prozent auf 7107 Punkte. Für den marktbreiten FAZ-Index geht es um ebenfalls 0,7 Prozent auf 1572 Punkte nach oben. Die Sorgen um ein sich abschwächendes chinesisches Wirtschaftswachstum hätten zuletzt zu einer Überreaktion der Märkte geführt, sagen Börsianer. Die Börsen in Asien hätten sich jedoch bereits von ihren Tiefs erholt, zumal auch die Vorgabe der Wall Street mit dem festeren Future auf den amerikanischen Leitindex Dow Jones Industrial positiv war.

Auf Unternehmensseite stehen am Mittwochvormittag endgültige Zahlen etwa von Brenntag und Bilfinger Berger auf der Agenda. Brenntag hatte sich bereits vor Handelsbeginn geäußert. Laut DZ Bank-Analyst Peter Spengler lagen die endgültigen Zahlen des Chemikalienhändlers exakt im Rahmen der bereist veröffentlichten Eckdaten. Die Dividende treffe seine Schätzung ebenfalls genau. Der Aktienkurs legt um 1,1 Prozent zu.

SAP steigen um 0,6 Prozent nach den Zahlen des Konkurrenten Oracle. Der Rivale der Walldorfer hat in dem Ende Februar abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal deutlich mehr verdient und auch die Erlöse lagen mit plus drei Prozent höher als erwartet. Metro verzeichnen einen Kursverlust von rund drei Prozent. Hier gab es nach den Zahlen am Vortag einige negative Analystenkommentare.

Rentenmarkt tendiert schwächer

Nach dem Plus des Vortags sorgt die wieder etwas entspanntere Sicht auf die konjunkturelle Entwicklung Chinas am Mittwoch für negative Vorzeichen bei den deutschen Renten-Futures. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, verliert 10 Basispunkte auf 135,57 Prozent, der kürzer laufende Bobl-Future 3 Basispunkte auf 122,62 Prozent.

Die Agenda der makroökonomischen Kennziffern ist am Mittwoch äußerst spärlich bestückt. Aus den Vereinigten Staaten werden lediglich die Verkäufe bestehender Häuser im Februar erwartet. Ökonomen rechnen mit einem Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Daneben werden sich Federal-Reserve-Chef Ben Bernanke und amerikanischen Finanzminister Timothy Geithner am Nachmittag vor House Committee on Oversight and Government Reform äußern. Ihr Thema: Die Staatsschuldenkrise in Europa. Dem bereits veröffentlichten Manuskript zufolge sieht Bernanke dieses Thema mittlerweile gelassener, warnt aber vor weiter bestehenden Risiken.

Charttechnisch liegen die nächsten Unterstützungen für die Bund-Futures bei 135,00, 134,04 und 133,00 Prozent. Widerstände finden sich um 136,04, 136,56 und 136,86 Prozent.

Euro legt weiter zu

Weiter aufwärts geht es am Mittwochmorgen mit dem Euro. Mit 1,3270 Dollar ist er nur noch knapp unter der 1,33er-Marke in den Handel gestartet. Gegen den Yen aus Japan sprang er sogar auf den höchsten Stand seit viereinhalb Monaten. Händler sprechen weiter von Erleichterung internationaler Investoren seit der erfolgreichen Auktion von griechischen Kreditversicherungen am Montag. Dies habe das Vertrauen geweckt, dass Europa noch einige Zeit sicher durch die Schuldenkrise steuern könne.

„Die Sorgen über die europäischen Schuldenprobleme sind nicht komplett verschwunden, aber Investoren richten zumindest nicht mehr ihre volle Aufmerksamkeit darauf“, sagte Takao Yahata, Chef-Devisenhändler von Mitsubishi UFJ Trust & Banking.

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Quelle: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Dow Jones
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