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Blick auf den Finanzmarkt Dax vor Endspurt in Amerika kaum verändert

Am letzten Handelstag des Jahres hat sich der Dax kaum bewegt. Der unsichere Ausgang des amerikanischen Haushaltsstreits stimmte die Investoren vorsichtig. Präsident Barack Obama wird sich nach Angaben eines Sprechers am Freitag mit vier Top-Politikern von Demokraten und Republikanern treffen, um vor Ende der Frist 31. Dezember doch noch eine Einigung zu erreichen. Der Dax notierte nahezu unverändert bei 7657 Punkten. Gehandelt wird am Freitag nur bis 14 Uhr. Seit Jahresbeginn ist der Leitindex um knapp 30 Prozent gestiegen.

© FAZ Helfert

Der Dax ist am Freitag kaum verändert in den verkürzten letzten Handelstag dieses Jahres gestartet. Auch eine immer wahrscheinlicher werdende Fiskalklippe in den Vereinigten Staaten lässt die Anleger nach einem erfolgreichen Jahr 2012 weiter nahezu kalt. Der deutsche Leitindex legte in den ersten Minuten 0,01 Prozent zu auf 7657 Punkte. Im bisherigen Jahresverlauf gewann der Dax bislang knapp 30 Prozent, und kletterte dabei alleine seit Mitte November ohne größere Atempause um gut 10 Prozent. Der M-Dax legte an diesem Morgen um 0,2 Prozent zu auf 11.997,1 Punkte. Der Tec-Dax stieg um 0,1 Prozent nach auf 831,3 Punkte. Der marktbreite FAZ-Index gewann leicht um 0,1 Prozent auf 1646,6 Punkte.

Der amerikanische Präsident Barack Obama will nach Informationen der „New York Times“ nochmals einen Versuch unternehmen, um mit den Republikanern doch noch einen Kompromiss vor Jahresende zu finden. Allerdings gab es bisher keinen Hinweis, dass Regierung und Opposition aufeinander zugehen. Unter Demokraten und Republikanern wächst daher der Zweifel, ob bis zum Jahresende eine Lösung gefunden werden kann, um automatische Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in Höhe von 600 Milliarden Dollar (Fiskalklippe) abzuwehren. Experten meinen jedoch, es sei auch eine Einigung zum Jahresbeginn denkbar - ohne dass die Vereinigten Staaten sofort in die Rezession stürzen würden. Höhere Staatsabgaben und die meisten Kürzungen würden erst im Laufe des Jahres richtig spürbar werden, hieß es zur Begründung.

Deutsche Anleihen etwas schwächer

Am Markt für deutsche Staatsanleihen sind die Kurse am Freitag mit der Hoffnung auf eine Einigung im amerikanischen Haushaltsstreit etwas schwächer in den Handel gestartet. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel am Morgen um 0,08 Prozent auf 145,43 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stand bei 1,32 Prozent. Präsident Barack Obama will nach Informationen der „New York Times“ im Haushaltsstreit nochmals einen Versuch unternehmen, um mit den Republikanern doch noch einen Kompromiss vor Jahresende zu finden.

Am Markt gebe es Hoffnung, dass der Sturz von der „Fiskalklippe“ in letzter Minute verhindert werden kann, und das sorge für etwas Risikofreude, erklärten Händler den leichten Verkaufsdruck bei den als sicher geltenden Bundesanleihen. Außerdem dürften am Nachmittag wichtige Daten zur Stimmung von Einkaufsmanagern in den Vereinigten Staaten das Interesse der Investoren auf sich ziehen. Am späten Vormittag könnte zudem eine Versteigerung von Staatsanleihen in Italien die Kurse der deutschen Staatsanleihen bewegen.

Euro hält sich weiter stabil über 1,32 Dollar

Der Kurs des Euro hat sich am Freitag weiter stabil über der Marke von 1,32 Dollar gehalten. Mit Blick auf die jüngste Entwicklung im amerikanischen Haushaltsstreit dürften sich die Investoren am Devisenmarkt zunächst zurückhalten, erklärten Händler die geringen Kursausschläge. Im frühen Handel stand die Gemeinschaftswährung bei 1,3243 Dollar. Am Vortag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3266 (Montag: 1,3218) Dollar festgesetzt.

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