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Blick auf den Finanzmarkt Dax fester nach Einigung auf Griechenland-Hilfen

Die Einigung auf weitere Finanzhilfen für Griechenland hat dem Dax zu Handelsbeginn am Dienstag Auftrieb verschafft. Die Euro-Finanzminister einigten sich in der Nacht auf die Auszahlung der dringend benötigten Milliardenkredite und wollen die Schulden des Landes längerfristig mit einem Maßnahmenpaket um 40 Milliarden Euro senken.

© FAZ Helfert

Die langersehnte Einigung auf weitere Finanzspritzen für Griechenland hat am deutschen Aktienmarkt am Dienstag für Gewinne gesorgt. Der Dax stieg im frühen Handel um 0,7 Prozent auf 7341,7 Punkte. Für den M-Dax ging es um 0,6 Prozent auf 11.434,9Punkte nach oben. Der Tec-ax kletterte um 0,6 Prozent auf 835,2 Punkte. Der marktbreite FAZ-Index stieg um 0,8 Prozent auf 1582,1 Punkte.

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Die internationalen Geldgeber verständigten sich grundsätzlich auf die Auszahlung neuer Hilfen an Griechenland von fast 44 Milliarden Euro. Davon sollen 34,4 Milliarden Euro noch im laufenden Jahr fließen. Zudem einigten sich die EU-Finanzminister auf ein Maßnahmenbündel, um die Schuldenlast Griechenlands auf Dauer zu drücken. Dazu gehören ein Programm zum Rückkauf von Schulden, Zinsstundungen für Hilfskredite vom Rettungsschirm EFSF oder längere Darlehenslaufzeiten.

Griechenland-Einigung könnte deutsche Anleihen belasten

Die Einigung auf weitere Finanzhilfen für Griechenland könnte deutsche Staatsanleihen am Dienstag zunächst belasten. Die asiatischen Börsen reagierten überwiegend positiv auf die Entscheidung der internationalen Geldgeber in der Nacht zum Dienstag.

Fundamental stehen zahlreiche Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten an. Am Primärmarkt treten Italien und die Niederlande mit Anleiheauktionen in Erscheinung. Spanien begibt Geldmarktpapiere.

Euro profitiert von Athen-Einigung

Der Euro hat am Dienstag von der Einigung auf weitere Finanzhilfen für Griechenland Auftrieb erhalten. Nach der Entscheidung der Geldgeber stieg die Gemeinschaftswährung in der Nacht zum Dienstag um knapp einen halben Cent auf bis zu 1,3009 Dollar. Das ist der höchste Stand seit etwa einem Monat. Am Morgen wurde der Euro mit 1,2990 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagmittag auf 1,2964 (Freitag: 1,2909) Dollar festgesetzt.

Nach einer wochenlangen Hängepartie haben sich die internationalen Geldgeber auf die Auszahlung weiterer Hilfskredite für Athen verständigt. Zudem wird dem größten Sorgenkind im Euroraum mit verschiedenen Maßnahmen geholfen, um die abermalig aus dem Ruder gelaufene Staatsverschuldung zu verringern. Nicht nur der Euro, auch die asiatischen Börsen reagierten überwiegend positiv auf die Entscheidung.

Asiatische Aktienmärkte zumeist fester nach Griechenland-Deal

Die meisten asiatischen Börsen haben am Dienstag mit Kursgewinnen auf das Hilfspaket für Griechenland reagiert. Der länderübergreifende MSCI Asia Apex 50, der die Aktienkurse der 50 größten Unternehmen Asiens exklusive Japan enthält, stieg um 0,7 Prozent auf 863 Punkte. In Tokio schloss der Nikkei 225 um 0,4 Prozent höher bei 9423,3 Punkten. Die Einigung der Euro-Finanzminister habe die asiatischen Märkte wiederbelebt und mehrheitlich nach oben getrieben, sagte Marktstratege Cameron Peacock vom Broker IG.

Die übrigen Börsen Asiens tendierten freundlich: In Hongkong rückte der Hang Seng Index um 0,3 Prozent auf 21.931 Punkte vor. In Seoul gewann der Kospi-Index 0,9 Prozent auf 1925,2 Punkte. In Singapur legte der FTSE Straits Times Index 0,2 Prozent auf 3009 Punkte zu, und der Sensex in Mumbai kletterte um 1,2 Prozent auf 18.766 Punkte nach oben. Nur China bleibt einem weiteren Börsianer zufolge ein Bremsklotz für die Region. Der CSI 300 Index mit den 300 größten Aktien von chinesischen Unternehmen mit Listing in Shanghai oder Shenzhen fiel um 0,6 Prozent auf 2163,2 Punkte.

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