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Freiflug-Debatte Transparency gegen Vergünstigungen für Aufsichtsräte

05.08.2008 ·  Aufsichtsratsmitglieder wie Frank Bsirske sollten nach Ansicht von Transparency International auf Sonderleistungen wie Freiflüge oder Rabatte beim Autokauf verzichten. „Meine Empfehlung an die Unternehmen lautet: Schafft diese Vergünstigungen ab“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Organisation, Peter von Blomberg.

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Aufsichtsratsmitglieder sollten nach Ansicht von Transparency International auf Sonderleistungen wie Freiflüge oder Rabatte beim Autokauf verzichten. Es müsse klar sein, was Aufsichtsräte für ihre Kontrolltätigkeit vom Unternehmen erhielten, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Anti-Korruptionsorganisation, Peter von Blomberg, der „Frankfurter Rundschau“. Nur wer darauf verzichte, persönliche Vergünstigungen zu gewähren, vermeide Missverständnisse und Spekulationen über Interessenkonflikte.

Die Diskussion über Vergünstigungen von Aufsichtsratsmitgliedern hatte sich vergangene Woche an einem Gratis-Urlaubsflug von Verdi-Chef Frank Bsirske entzündet. Dieser hatte in seiner Funktion als Aufsichtsrat bei der Lufthansa für sich und seine Frau Freiflüge nach Los Angeles in Anspruch genommen. Er will die Erste-Klasse-Tickets jetzt nachträglich bezahlen.

Freiflüge über das bisher übliche Maß

Nach Informationen der „Stuttgarter Nachrichten“ stehen den Aufsichtsräten der Lufthansa Freiflüge in unbegrenztem Umgang zur Verfügung. Eine Kontingentierung sei nicht vorgesehen, zitiert das Blatt einen Lufthansa-Sprecher. Allerdings sei diese Vergünstigung bisher nur in geringem Ausmaß genutzt worden.

So hätten die 20 Aufsichtsräte im vergangenen Jahr zusammen 89.000 Euro an Zusatzbezügen erhalten - überwiegend Sitzungsgelder, zu einem kleineren Teil „Beförderungsvergünstigungen“, also Freiflüge. Mit dem Flug im Wert von mutmaßlich rund 20.000 Euro für sich und seine Frau hätte Bsirske demnach den Rahmen des bisher Üblichen gesprengt.

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Von Holger Steltzner

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29.05.2012 13:22 Uhr
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