20.11.2007 · Von Holger Schmidt
Von Holger SchmidtAm vergangenen Freitag noch waren die Gespräche zwischen United Internet, Drillisch und Freenet „freundschaftlich, konstruktiv und mit Substanz“. Wenige Tage später hat United Internet die Verhandlungen mit Freenet überraschend abgebrochen (United Internet bricht Gespräche mit Freenet ab).
Wer die Beteiligten kennt, kann sich sehr gut vorstellen, dass der Hitzkopf Eckhard Spoerr von Freenet und der Dickschädel Ralph Dommermuth von United Internet wohl heftig aufeinandergeprallt sind. Spoerr hatte - nach einiger Zeit der Stille - zuletzt wieder aufgetrumpft und sogar mit dem Abbruch der Gespräche gedroht, wenn bis Jahresende keine Entscheidung gefallen sei.
Wenn er da mal nicht zu hoch gepokert hat. Denn Dommermuth hat jetzt nur den Plan fallengelassen, auf freundschaftliche Art eine Mehrheitsbeteiligung an Freenet zu erwerben, um sich das DSL-Geschäft zu sichern. Wahrscheinlich versucht er nun, Freenet gemeinsam mit Drillisch zu übernehmen und anschließend aufzuteilen - unfreundlich, versteht sich.
Denn zu offensichtlich ist die industrielle Logik, wenn United Internet die Internetsparte von Freenet übernimmt, als dass Ralph Dommermuth sich diese Chance entgehen ließe.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.589,30 | +1,08% |
| EUR/USD | 1,2505 | −0,29% |
| Rohöl Brent Crude | 106,70 $ | −0,52% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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