Die Bundeskanzlerin hat ihre Quoten-Ministerinnen unsanft zurückpfeifen lassen. Eine gesetzliche Frauenquote werde es nicht geben, sagt der Regierungssprecher. Angela Merkel hat sich damit vorerst auf die Seite der Wirtschaft geschlagen, in dieser Koalition keine Selbstverständlichkeit.
Aber sie spricht auch für viele junge Frauen, die wissen, dass sie sich heute ihren Weg in Politik und Wirtschaft selbst bahnen können - wie einst die Kanzlerin. Die verbliebenen von Männern gesetzten Hürden sind nicht unüberwindbar. Demographie und Fachkräftemangel werden ein Übriges tun, um Frauen mit guter Ausbildung dahin zu verhelfen, wohin sie streben.
Natürlich steht es der Regierung jederzeit frei, ganz ohne Gesetz, in den zahlreichen Staatsunternehmen mit gutem Beispiel voranzugehen. In die Personalpolitik privater Unternehmen darf sich der Staat nicht noch stärker einmischen.
Man täte der Bundeskanzlerin freilich zu viel der Ehre, wollte man aus ihrem Machtwort weise Selbstbeschränkung der Politik herauslesen. Als Partei- und Regierungschefin hat sie in erster Linie einen internen Streit unterbunden, der Union und FDP in den Landtagswahlen Schaden zugefügt hätte.
Warum Merkel gegen die Frauenquote ist
Ralf Kowollik (InterNETkobold)
- 02.02.2011, 19:38 Uhr
Machtwort oder Wählertäuschung?
Wilhelm Friedrich (WillyF)
- 02.02.2011, 19:55 Uhr
unglaubwürdig
Jürgen Wenz (satyrffm)
- 02.02.2011, 20:04 Uhr
@WillyF
Arthur Robert (Marathon_X)
- 02.02.2011, 21:23 Uhr
Merkel, der Kontrollfreak
Ellen Schreiber (bonjourtristesse)
- 02.02.2011, 21:37 Uhr