15.01.2011 · Frankreich führt eine Frauenquote für die Spitzenpositionen in den Unternehmen ein. Besser wäre es, das Umfeld so zu verbessern, dass Frauen Karriere ohne Quote machen können. Hier hat Frankreich, etwa durch gute Kinderbetreuung, schon viel erreicht.
Von Christian SchubertFrauen sind auch in den Spitzenposten französischer Unternehmen noch unterrepräsentiert. Mit Hilfe einer gesetzlichen Quote will die französische Regierung die vermutete Diskriminierung aufgrund des Geschlechts korrigieren. Unternehmen sollen binnen sechs Jahren 40 Prozent der Verwaltungsratsposten mit Frauen besetzen.
So dürfte bald das Berufsbild eines weiblichen Aufsichtsrates entstehen, der in vielen Unternehmen sitzt. Denn zur Erfüllung der hohen Quote gibt es derzeit vermutlich nicht genügend Frauen, die auf der Topebene im operativen Geschäft stehen. Die Quoten-Befürworter sind zuversichtlich, dass sich dies schnell ändern wird.
Frauen können ihre Eignung ganz alleine beweisen
Doch zu welchem Preis? Die Zahl der Berufsaufseher will man eigentlich gering halten, und in den Unternehmen sollte kein böses Blut entstehen durch den Verdacht, dass Posten nur aufgrund des Geschlechtes vergeben werden. Besser wäre es also, das Umfeld so zu verbessern, dass Frauen Karriere ohne Quote machen können.
Hier hat Frankreich, etwa durch gute Kinderbetreuung, schon viel erreicht. Daher stellen immer mehr Frauen ihre Eignung ganz alleine unter Beweis - ohne Gesetz.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.589,30 | +1,08% |
| EUR/USD | 1,2505 | −0,29% |
| Rohöl Brent Crude | 106,70 $ | −0,52% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
Anonym bewerben? Ist das gut?