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Rüstungsgeschäft : Frankreich verkauft Kampfflugzeuge an Qatar

  • Aktualisiert am

„Rafaele“ von Dassault sollen künftig auch in Qatar fliegen. Bild: MERZ/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Qatar ist am Golf nicht von allen Staaten gut gelitten. Saudi-Arabien hat sogar ein Embargo verhängt. Frankreich allerdings verkauft dem Staat jetzt einige Kampfjets – und macht noch mehr Geschäft.

          Das von mehreren Nachbarstaaten boykottierte Qatar hat mit Frankreich ein milliardenschweres Rüstungsgeschäft abgeschlossen. Bei einem Besuch von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Doha wurden am Donnerstag Verträge etwa zum Kauf von zwölf Rafale-Kampfjets der Firma Dassault sowie 490 gepanzerten Fahrzeuge der Firma Nexter unterzeichnet. Qatar sicherte sich zudem den Kauf weiterer 36 Rafale-Flugzeuge. Zudem will das Scheichtum vom deutsch-französischen Airbus-Konzern 50 Flugzeuge des Typs 321neo kaufen und stellte eine weitere Bestellung von 30 Flugzeugen in Aussicht.

          Ein französisches Schienen-Konsortium aus RATP und SNCF sicherte sich zudem einen drei Milliarden Euro Auftrag zum Bau und Betrieb der U-Bahn in Doha sowie den Bau einer Bahnstrecke. Qatar hatte im September bereits 24 Eurofighter gekauft. Macron sprach in einer Pressekonferenz mit Emir Scheich Tamim bin Hamad al-Thani von einem Gesamtvolumen von zwölf Milliarden Euro für die Aufträge.

          Das neue Rüstungs-Geschäft könnte die Regierung Saudi-Arabiens verärgern, die im Juni zusammen mit mehreren weiteren Golf-Staaten die Verbindungen zu Qatar gekappt hatte. Grund ist der Vorwurf, das Emirat unterstütze Extremisten und verbünde sich mit dem Erzrivalen Iran. Qatar hat die Anschuldigungen wiederholt zurückgewiesen.

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