13.11.2012 · Weil sich der Stellenabbau in Frankreich beschleunigt und er seit Amtsantritt drastisch an Popularität verloren hat, präsentierte Präsident Hollande in einer zweieinhalbstündigen Pressekonferenz seine Strategie für eine bessere Zukunft.
Von Christian Schubert, ParisRichtlinien für Lesermeinungen
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Nicht Arbeitslosigkeit, sondern mangelnde frz. Konkurrenzfähigkeit ist das Problem!
Wer die Entwicklung auf den Weltmärkten verpennt, den bestraft die
Wirtschaft! F leidet u.a. darunter, dass es z.B. in der Autobranche -
anders als D - auf den Märkten in China und USA abgehängt ist.
Bei Haushaltsgroßgeräten liegt die frz. Gunst, ja
Begeisterung, bei den dt. Produkten, auf die qualitativ minderwertigeren
französischen wird nur notgedrungen wg. des niedriegeren Preises
zurückgegriffen. Auf die Frage nach den Lieblingsmarken erlebte ich
Bosch u. Siemens unisono vorne, einheimische Firmen werden gar nicht
erwähnt.
F hat vor Jahren, anders als in D, die Wochenarbeitszeit über
Gebühr gesenkt u. sich in den letzten 10 Jahren eine
Reallohnsteigerung von 10 % verpasst gegenüber einem
Reallohnverlust in D. Kein Wunder, dass die frz. Regierung davon
träumt, dass die dt. Lohnkosten steigen mögen. Nur
unverantwortliche dt. Politiker wie Schäuble sind auch für
diese Dummheit.
Die Arbeitslosigkeit in F, strukturell bedingt, verschwindet nur durch
bessere Leistung!
Na klar ...
Na klar, Frankreich ist Schuld, denn die haben sich in der Eurozone auch als einzige an das Inflationsziel von knapp 2 % gehalten. Toll, diese Logik! Die Frage ist alleine, wenn alle wie Deutschland nur Löhne senken, um wettbewerbsfähiger zu werden, wer den ganzen Krempel eigentlich kaufen soll!?
Wettbewerbsfähig wie die dritte Welt?
Wie sehe denn die Konkurrenz Fähigkeit aus? Wie heute in den
Ländern wie China, Indien, Afrika usw. für einen US Dollar pro
Tag oder noch weniger? Ich habe in mehreren diesen Länder gelebt
und gearbeitet. Alle hatten eins gemeinsam, eine Minderheit hat sich
bereichert und die Mehrheit konnte verhungern im besten Fall auf
Müllhalden dahin vegetieren?
Wir sind dann in Europa Wettbewerbsfähiger als die o.g.
Länder, nur alle am Verhungern? Solange die Finanzmärkte nicht
wieder massiv reguliert werden, Steueroasen geschlossen,
Kapitalfinanzverkehrskontrollen in Europa eingeführt, kann sich die
Mehrheit in Europa zu Tode sparen
Warum nicht 1,5 Millionen neue Stellen??
Eins versteh ich nicht. 150000 Stellen sind doch ein Tropfen auf den heißen Stein. Warum nicht 1,5 Millionen? Dann hätte Hollande doch endlich wieder Ruhe im Schacht und könnte generös weiter"regieren". Ob der Draghi nun 5 oder 50 Milliarden druckt, wo ist denn da der Unterschied? Aber vielleicht will er solche Aktionen ja 3 bis 4 mal im Jahr aufführen und muss zwischendurch überlegen, wo er die Leute dann alle hinstecken soll, damit sie nicht allzusehr beim Herumlungern auffallen. Schliesslich will er seine Bonuspunkte wohl auch nicht in einer Einmalaktion verpulvern.
Frankreich ist noch nicht aufgewacht
Vor Tagen hatte ich die Gelegenheit mit französischen Berufskollegen zu sprechen, von denen man aufgrund ihres Bildungsgrades annehmen sollte, dass sie wissen was in ihrem Land derzeit abgeht und wie es um Frankreichs Wirtschaft steht. Mit Erstaunen nahm ich jedoch zur Kenntnis, dass sich kaum einer der ernsten Lage wirklich bewusst ist. In Frankreich tröstet man sich mit Artikeln in den Medien über die deutsche Unterschicht und wie schlecht es ihr geht als Schattenseite unseres Wirtschaftsaufschwungs. Dabei verkennt man dass es der französischen Unterschicht, die man in spezielle Wohnbereiche kaserniert hat, deutlich schlechter geht.
Nur 0,3 % durchschnittliches jährliches Wachstum bis 2025
Das US Conference Board wagt diese Vorhersage für Frankreich.
Gleichzeitig warnen sie auch vor einem starken Nachlassen des Wachstums
in den BRIC Ländern. Unter diesen Umständen wird die
Wiedergewinnung der französischen Wettbewerbsfähigkeit (bei
Beibehaltung des Euro) völlig unrealistisch.
Zusammen mit dem sozialen Sprengstoff, der sich in unserem Nachbarland
jetzt schon aufgestaut hat, kann dies zu einer sehr ernsten Situation in
Europa führen. Die letzten Wahlen in Frankreich lassen schon auf
weiteres Extremismus-Potential schließen. Ob gerade Hollande dem
entgegenstehen kann? Ich befürchte nicht.
Sie kommen mit Ihrem Vorschlag zu spüt, er die griechische Art schon umgesetzt: Er hat die Subventionierung von 150.000 neuen Arbeitsplätzen für junge Franzosen beschlossen, bei denen der Staat bis zu 75 Prozent des staatlichen Mindestlohnes von derzeit rund 1400 Euro bezahlt. Die ersten Stellen weihte Hollande in der vergangenen Woche medienwirksam bei der Staatsbahn SNCF, beim roten Kreuz und bei einigen Kommunen ein.
Draghi wird auch Frankreich retten
Das ist der Kontrakt, den Hollande mit den Italienern und Spaniern gegen
Merkel geschlossen hat. Die Kanzlerin liegt mit ihrer
Austeritätspolitik ja auch völlig daneben. Unsere tolle Angie
belügt das Volk schon seit Ende 2009 und ihr Vorgänger im Amt
des Parteivorsitzenden macht munter mit.
Insgesamt gesehen wird die Union noch ihre Rechnung präsentiert
bekommen und zwar mit großer Wahrscheinlichkeit vor den Wahlen im
September. Wenn der man nicht kohlrabenschwarz wird für die C-Parteien.
Die Stunde der Wahrheit kommt bald!
Vollkommen richtig, Herr Schneider. Der Augenblick der Wahrheit rückt unwiderstehlich näher. Man sieht ja jetzt, daß es den Akteuren mittlerweile zunehmend schwer fällt, Überhaupt noch Ausflüchte zu erfinden - siehe Schäubles lächerliche Rumgeeiere. Noch vor der BT-Wahl wird ein Funken dieses hochexplosive Gemisch zur Explosion bringen. Es wird bestimmt eine ganz tolle Silvesterfeier für Frau Merkel, denn sie weiss bestimmt, daß das bittere Ende ihrer alternativlosen Politik in Kürze da sein wird. Oder ist es etwa vorstellbar, daß sie vielleicht intellektuell dazu gar nicht in der Lage ist? Ich möchte nicht in Merkels Haut stecken, aber mein Mitleid wird sich in Grenzen halten.
Zweite Chance fuer die Kanzlerin
Sie koennte im Windschatten dieses Drucks Hollande diplomatisch
unterhaken und ihn fuehren. Hollande kann sich keine Eitelkeiten und
Eigenwilligkeiten leisten. Er muss seiner Bevoelkerung Ergebnisse
liefern.
Es zeigt erneut, dass Merkel einen Fehler machte, ihren Schulterschluss
bloss mit Sarkozy zu suchen. Sie haette vielmehr Hollande in seiner
Inhaltslosigkeit blossstellen sollen und damit allen Beteiligten einen
Gefallen getan, vor allem Europa.
Uebrigens steht Hollande die Ratlosigkeit in's Gesicht geschrieben. Er
hat schon verspielt, bevor es richtig losgegegangen ist. Die
franzoesische Opposition sollte sich warmlaufen; ihre Stunde koennte
bald kommen.
Hollande sollte sich nicht um rebellierende Araber in Syrien sondern um die rebellierende Araber in den Vororten der franzözischen Städte kümmern.. Frankreich - mit den veralteten und verkrusteten (Infra)Strukturen - ist wirtschaftlich gesehen auf dem besten Wege mittel- bis langfristig ein florierendes Agrarland zu werden.. So sollte Mösyü Hollande keine großen Sprüche über die Zukunft Europa´s klopfen, sondern sich ernsthafte Gedanken um sein eigenes Land machen.. La grande Nation" hat dieses Mal einen "piccolo" Staatspräsidenten erwischt...
Tja, so ist das mit dem Sozialismus, was machen denn nun die glücklichen Wähler von Herrn Hollande, mit ihrer französischen Ausgabe einer sozialistischen Wirtschaft a'la DDR. Hier wird guter Rat im wahrsten Sinne des Wortes sehr, sehr teuer werden. Leider auch für Deutschland.
Beschäftigung durch Wachstum, Flexibilisierung, Vertrauen an den
Finanzmärkten... Irgendwo hatte ich den Kram schonmal gehört.
Ich glaube es hat auch noch keiner der Besserwisser östlich des
Rheins mal darüber nachgedacht, dass 10% unserer Exporte nach
Frankreich gehen und Frankreich auch sonst Deutschlands Handelspartner
Nummer 1 ist. Frankreichs Krise ist auch die Deutschlands, das im
übrigen durch Agenda 2010 schon ein Ungleichgewicht verursacht hat.
Im Wettbewerb steht Frankreich also ehestens mit Deutschland, wo man
sich paradoxerweise scheinbar mehr Wettbewerbsfähigkeit von
Frankreich wünscht.
Hollandes Rezept, die "Reichen" zu plündern, Wohltaten
aller Art zu verteilen und eventuelle Fehlbeträge in Deutschland
einzutreiben, bewährt sich offenbar nicht.
Könnte es sein, daß die von den Sozialisten gegen jede Art
von Privatinitiative und Unternehmertum geschürte Stimmung schon
Wirkung zeigt?
Entweder legt Hollande entgegen seinen Überzeugungen eine schnelle
Kehrtwende hin - oder er landet auf dem Bauch.
Aber über Frankreich zu lästern ist unklug:
Hollandes Brüder im Geiste bereiten sich bei uns schon auf die
Machtübernahme 2013 vor - mit guten Erfolgschancen. Und ihre
Ergebnisse werden kein bißchen besser sein.
Hollande eine Null wie er im Buche steht
Was hat er gesagt? Nichts...er hat sich um Syrien und Mali sowie um homosexuelle Ehen, Stimmen für Auslaender und was weis ich nicht noch alles zweieinhalb Stunden ausgelassen. Frankreich sei mit ihm in guten Haenden, so ungefähr muss man die Rede verstehen. Hollande erzählte von Dingen die ihn nichts angehen. Wenn dieser Kerl eines Tages nur etwas Konkretes sagen würde. Nichts spezifisches, wenig fixiertes, alles vage Phrasen. Man stelle sich vor was im Kopf eines Arbeiters herumgeistert, der in der Nacht von seiner Fabrik heimkommt und solch einen Kokolores hört. Glaubt jemand im Ernst, dass er morgen zurueckkehren wird mit der Hoffnung, morgen wird alles besser sei und er noch fuer diesen Praesidenten arbeiten moechte? Mit Frankreich gehts rasent bergab. Hab acht Deutschland!
Herr Gabriel, Herr Steinmeier,
verfolgen Sie mal aufmerksam, wie Ihr großes Vorbild in
Frankreich mit links die Probleme läßt: Schuldenabbau
durch weitere staatliche Subventionen in Milliardenhöhe. Das ist
die neue europäische Mathematik!
Ihr sehr geschätzter Kollege Steinbrück kann dann in Paris
dazu ein paar Vorträge halten. Er wird dabei aus seiner profunden
Erfahrung in der Anhäufung von riesigen Schulden als
Ministerpräsident und als Finanzminister der Regierung Merkel
schöpfen.
Die Honorare wird er sicher spenden â an den Kanzlerkandidaten.
AUF WESSEN KOSTEN möchte sich Hollande sanieren?
Wir wissen, dass Hollande f.d. Bankenunion incl. dtscher
Einlagensicherungen steht, dass d. 3 größten franz. Banken
wanken/ horrende Abschreib. "Engagements" i.d.
Krisenländern, dass u.a. Peugeot mit 7 Mrd. gerettet werden muss,
hohe Arbeitslosigk. bekämpft werden muss, F weit v.
Wettbewerbsfähigkeit entfernt ist. Etc...
NOCH steht Frankreich dennoch "solide" (siehe Rendite
Staatsanleihen) da. Die Schweiz kauft sich platt.
Ein Blick i.d. EXEL ! Tabelle ifo- institut:
"Target-Saldo der nationalen Zentralbanken mit dem Eurosystem
(xLS, 942KB)
- zeigt ein völlig anderes Bild!
F. war im Sommer Schuldner bei d. EZB, während D. auf 755 Mrd. Euro
Forderungen saÃ.
Stand 31.08.12 (F hat noch keine akt. Zahlen geliefert) Forderungen in
Target 2 in Mrd: NL: 124,97Mrd - Finnl: 63,20 - Luxemb.: 120,34 -
Deutschland: 751,45
Frankreich (sage u. schreibe): 15,37(!) Mrd.!
D´s Forderungen 31.10.12: 719,35 Mrd.
DIE WIEDEREROBERUNG DER ZUKUNFT??? Monsieur Hollande?
Auf wessen Kosten?
Die Zeit des Schulden machens ist vorbei.
Nur Sozialisten, Sozialdemokraten, Grüne und das ganze linke
Spektrum, meint noch, es kann doch noch so weiter gehen mit den
Sozialleistungen wie in den Neunziger und den Jahren nach der
Jahrtausendwende. Man muss eben halt nur die "Reichen" mehr
besteuern, dann schaffen wir schon die Gesellschaftsordnung Kommunismus.
Die Probleme Frankreichs, sind größtenteils Hausgemacht.
Sollte Frankreich und insbesondere diese Regierung die Krise nicht in
den Griff bekommen, dann stehen uns Deutsche und der ganzen EU noch
einiges bevor.
Dann brauchen wir zwei die aus dem Holz geschnitzt sind, wie Bill
Clinton und Robert Rubin (Finanzminister unter Clintons-Regierung).
@Jörg Tiffert
Ihre Verehrung für Präsident Clinton und seinen Finanzminister in Ehren. Bei der tieferen Analyse der Clinton'schen Wunderjahre und des wundersamen ausgeglichenen Budgets würde sich auch bei Ihnen schnell die bittere Enttäuschung breit machen, einer grossangelegten Propagandashow aufgesessen zu sein. In Tat und Wahrheit hat Präsident Clinton in seiner zweiten Amtszeit die Rücklagen der US-Sozialsysteme aufgelöst (Ansparungen von ca 70 Jahren) und als Budgeteinnahmen verbucht. Oh Wunder, das Budget war ausgeglichen. Mehr als ein buchhalterischer Trick war das nicht - ausser vielleicht die tatsächliche Enteignung der US-Bürger. Weiterhin hat Bill Clinton in seiner zweiten Amtszeit die Grundlage für die diversen "Blasen" gelegt (sog. Liberalisierungen..). Deren toxische Wirkungen haben sich dann im Jahre 2008 als Crash manifestiert. Wie "fluchen" die Chinesen: "möge eintreffen, was Du Dir wünschst." Für mich hoffe ich, dass es nicht so kommt....
"Ich, Präsident der Republik sage ganz offen,
wir stecken in der Krise und die Arbeitslosigkeit wird noch bis Ende
2013 ansteigen. Aber irgendwann kommt der Aufschwung und den dürfen
wir nicht verpassen ......"
Von Druck war nicht sehr viel zu spüren. Sich die Hände mit
Strukturreformen schmutzig machen, hat dieser Zyniker nicht vor.
Die Unternehmen hätten Fett angesetzt,
und müssten deshalb bezahlen. So Monsieur le President im Sommer zu den Unternehmern. Nun, wo der Wagen an der Wand klebt, wird zurückgerudert. Aber noch nicht richtig, es muss bei den Sozialisten immer erst richtig krachen (siehe Spanien) bevor sie zur Vernunft kommen. Das wird noch hochinteressant in Paris.
Frankreich Opfer des Euro - könnte die Euro-Front bröckeln?
Auch Frankreich produziert zu teuer, jedenfalls im Verhältnis zum
industriellen Konkurrenten Deutschland. Und wegen Hollande kann
Frankreich keine Austeritätspolitik betreiben und die Löhne
durch Erhöhung der Arbeitslosigkeit hinuntertreiben. Und wegen des
Euro kann es nicht abwerten.
Vielleicht ist hier die Hoffnung: wenn die Franzosen begreifen, dass der
Euro auch sie in die Krise treibt, dann könne die europäische
Euro-Einheitsfront bröckeln. Vielleicht könnte Frankreich
austreten oder Deutschland zum Austreten veranlassen. Je eher, desto besser.
Nur so ein Gedanke.
Nun ja ...
... es wäre ja nicht das erste Mal, dass ein politischer Wille an
den wirtschaftlichen Realitäten zerschellt .... mal sehen, wie
lange die Illusionisten in Berlin und Paris durchhalten. Es gibt
jedenfalls für den Euro überhaupt keine Lösung; die Krise
ist konstitutiv .... weil system-immanent. Griechenland kann nicht
"wettbewerbsfähig" gemacht werden und Frankreich
müßte derart tief greifende Reformen durchführen ....
das ist mit dem Selbstverständnis der Franzosen nicht zu machen.
Erstaunlich, nicht? Da spielen plötzlich nationale
"Mentalitäten" eine derartig große, signifikante
Rolle .... inklusive des unsäglichen Duldungsvermögens der
Deutschen ....
können eben nur das Geld Dritter verteilen oder welches drucken lassen - aber nie und nimmer welches erwirtschaften.
Ist doch ganz einfach: Von den Griechen lernen
"Überwindung der Arbeitslosigkeit durch Wachstum": Der Staat wächst und stellt die Arbeitslosen ein.
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?
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Soll die Selbstanzeige für Steuerhinterzieher abgeschafft werden?