27.04.2012 · Der französische Präsidentschaftskandidat Hollande stellt sich offen gegen den von Angela Merkel verfolgten Sparkurs in der EU: „Deutschland entscheidet nicht für Europa“. Er möchte neu über den Fiskalpakt verhandeln.
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Franzoesische Presidentschaftswahlen kennt das deutsche Volk nur aus den Medien und war bis jetzt nicht interessant,es war eine franzoesische Angelegenheit.Von der Bundesregierung wurde bis jetzt nur Sakozy hervorgehoben,er war der Favorit der Bundesregierung.Jetzt wird ploetzlich die franzoesische Angelegenheit interessant weil der Favorit der Franzosen,Hollande,will schnellstens weg aus Afganistan,etwas was das deutsche Volk schon immer wollte.Weg von den Menschenrechtsverletzungen,Folterungen,Liquidierungen.Jetzt zeigt sich das es ueberhaupt nicht erforderlich ist all diese Verbrechen in Afganistan zu machen,zumal die Amerikaner auch schneller abziehen wollen.Man kann sagen das nur die CDU+FDP das Kriegspiel weitermachen wollen.
Mit der Aufgabe eines Sparkurses schneidet sich Frankreich und jedes andere Land ins eigene Fleisch. Deutschland sollte diesen Kurs beibehalten und allen anderen EU-Ländern dazu raten.
Genau damit haben wir es hier anscheinend zu tun. Deutschland hat sich
nicht zum Taktgeber aufgeschwungen es wurde förmlich dazu
gedrängt, auch von den Franzosen. Deren wirtschaftliche Misere ist
außen und europapolitisch ihr größtes Handicap und ist
zu 90% selbstverschuldet. Das man sich jetzt wieder zu den Sozialisten
flüchten will, die genau diese Misere verbockt haben zeugt nicht
von einem guten Gedächtnis westlich des Oberrheins.
Selbstverständlich wird sich Frankreich mehr und mehr Deutschland
unterordnen müssen. Das liegt schlicht in der Natur der Sache. Wir
haben 20 Millionen Einwohner mehr, eine effizientere und vitalere
Wirtschaft wie Sozialsystem. Die Frage ist eher ob sich Frankreich
damit zu Frieden geben würde wenn es in unserer Position wäre?
Atomwaffen sind schön locken aber keinen in Europa hinterm Ofen
vor. Frankreich jagt seiner großen Vergangenheit in der Welt nach
und wird zunehmend bockig beim Blick auf die Realität.
Dies ist wiederum interessant, will ein Ausländer gewählt
werden, stichelt er gegen Deutschland. Zunächst haben uns die
Franzosen bei der Wiedervereinigung mit dem Junktim EURO erpresst und
nun haben die Europäer einen Dummbeutel gefunden, der die braven
deutschen Steuerzahler mit Zustimmung großer Kreise der
Opposition, bes. der Grünen Antideutschen die Zeche zahlen
lässt.
Vielleicht wacht mal ein deutscher Politiker auf und zeigt
Rückgrat.
„Deutschland alleine kann nicht über den Rest von Europa entscheiden”,
Nein, kann es nicht, darf es nicht.
Im Zweifelsfalle darf und muss es dann aber den Löwenanteil stemmen.
Da ist man dann nicht so pikierlich.
Und als die Wirtschaft hier nicht lief, und anserswo angeblich besser
und cleverer, hatte man auch allzeit süffisante Raschläge parat.
Man kann nur hoffen, dass Hollande mehr wirtschaftliches Verständnis hat als Merkel und den EURO
.... möglichst bald in die Luft sprengt. Denn eines ist sicher, die Probleme die Europa derzeit belasten, sind zu 90 % durch den EURO verursacht. Die mit der Einführung des EURO erfolgte Beseitigung eines der wichtigsten Regelelemente zwischen unterschiedlichen Volkswirtschaften, nämlich die nationalen Währungen, hat den EURO-Ländern massiv geschadet. Die Lohnstückkosten in Frankreich sind seit der Einführung des EURO sieben mal stärker als in Deutschland gestiegen. Früher konnte Frankreich den Franc abwerten um dies auszugleichen. Unter dem EURO jedoch haben sie dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit verloren und wenn die Franzosen weiter dem EURO huldigen, werden die Arbeitslosenzahlen denen von Spanien entsprechen. Es kann bei solch disparaten Volkswirtschaften wie wir sie in Europa vorfinden keine längerwährende Konvergenz geben, schon ein einfacher Regierungswechsel setzt schon wieder völlig andere Maßstäbe. Der EURO muss weg, schnellsten! Es ist ein Kampf, Ideologie vs. Vernunft.
Eine europäische Persönlichkeit würde das Europa der Vaterländer stärken und sagen: Ihr könnt Euch den Lebensstil leisten, den ihr erwirtschaftet. Leider traut sich das im neo-sozialistischen Europa niemand. Dafür wird der Kontinent in den nächsten dreißig Jahre global meilenweit zurückfallen.
jaaaaa, ich habe es hier schon mal geschrieben, nur die Franzosen
können Deutschland vor Merkel, Schäuble und dem gesamten Pack
der etablierten Parteien retten.
Jagen wir diese Traumtänzer bei der nächsten Wahl dort hin, wo
sie hingehören.
Deutschland braucht wieder eine Demokratie, mit echten Diskussionen im
Bundestag, mit Redefreiheit und keinem Fraktionszwang.
Weg mit Merkelschem DDR-Demokratie Verständnis, weg mit der
Parteiendiktatur alle Macht dem Volk, wie es im Grundgesetz verankert ist.
ps. ich bin nicht für das was Hollande will, aber ich möchte,
dass es unseren Kindern in Deutschland gut geht und sie nicht für
den Rest Europas, für Hungerlöhne ihr Leben lang arbeiten müssen!
Man sagt ja, dass sich Geschichte nicht wiederholt. Es ist aber interessant zu sehen, wie der moegliche Praesident Hollande dabei ist eine Etante gegen Deutschland zu schmieden. Gott sei Dank sind wir von kriegerischen Ueberlegungen in Europa weit entfernt. Aber fuer Deutschland wird die Situation so oder so ungemuetlich. Was Hollande machen will ist letztlich Erpressung. Was will der denn tun wenn Deutschland den Fiskalpakt nicht neu verhandeln will? Eine deutsche Regierung will sich aber nicht nachsagen lassen, dass sie Schuld am Ende des Euro oder sogar der EU ist und klein beigeben. Und wenn dann unsere Groessen von der SPD und den Gruenen das Ruder uebernehmen, dann wird sowieso aus allen Finanzkanonen in Richtung Verschuldung geschossen. Es einfach die Wahl zwischen Pest und Cholera
Endlich steht einer gegen Merkel!
Da muss - gottseidank! - ein Franzose kommen, um endlich einmal Rückgrat gegen Merkel zu zeigen!!! Wir lieben die Franzosen und ihren Freiheitswillen! Von Merz über Koch nach Wullf bis zu Oettinger - alles nur flache uncharismatische Karrieristen gewesen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.04.2012 21:07 UhrMerkel?
Sie sollten sich einmal über Fakten und Geschichte informieren. Dann gibt es nur zwei Möglichkeiten, entweder sie bleiben bei ihrer Meinung, dann sind sie gegen deutsche Ineressen im Allgemeinen und die braven deutschen Steurzahler im Besonderen oder... , nu dann sollten sie weiter die antideutschen Grünen wählen!
Deutsche Fehler einzugestehen wäre besser, als immer die Fehler bei anderen zu suchen
Hollande bemerkt zutreffend, dass Deutschland nicht für die Gesamtheit Europas entscheiden kann. Aber unsere Damen und Herren Spitzenpolitiker kümmern sich ja auch nicht um die Meinung des deutschen (Wahl)-Volkes und sind es daher schon gewohnt, über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger hinweg marktkonforme Entscheidungen zu treffen. Land auf land ab, ist offensichtlich die sog. "Mainstream" Meinung, alle anderen machen alles verkehrt, nur Deutschland nicht? Solange die Finanzmärkte nicht massiv reguliert werden, spart Europa für das Nirawana der Finanzmärkte und Steueroasen der Welt (so wie bereits 1929-1933) In den USA wurden bereits 60 Manager angeklagt und verurteilt. 200 Milliarden mussten die Banken an Strafe zahlen. Und in Deutschland? Gibt es noch nicht einmal Gesetze, die solches kriminelle Verhalten bestrafen könnten, ja vielleicht auch nicht wollen? Weil viele Landesbanken, an der Zockerei ja beteiligt werden.
Ehe, Scheidung und Friedenssicherung
Die deutsch-französische Ehe sah bisher so aus: Frankreich
entschied und Deutschland zahlte, typisch für eine Ehe, die in den
60er Jahren geschlossen wurde. Frankreich sagte, dies sei die
Friedensdividende, als sei es ganz selbstverständlich, dass nur
Deutschland von einemFrieden profitierte. Mit Merkel, als weiblichen
Part, ging es dann anders herum. Das stösst bitter auf: Wozu hat
man den Krieg gewonnen, "l'Allemagne paiera"!
Mearsheimer, Politologe an der University of Chicago, hat schon in den
90er Jahren auf diesen Konflikt hingewiesen und folgendes geraten:
Deutschland werde eine Hegemonie erlangen, die den Nachbarn schwer
erträglich sein werde. Dies führe wie zuvor zum Krieg. Um sich
dagegen zu wappnen, sollte sich Deutschland Atomwaffen besorgen.
Eine Scheidung kommt meistens zu spät, wenn schon vieles zerdeppert
ist. Daher: raus aus dem Euro, Frankreich alleine zugrunde gehen lassen,
und sich von den Israelis die Atombomben ausleihen. Gebraucht werden die
dann sowieso nie.
spielt Geld bei den Linken auch keine Rolle. François Hollande weiss, dass er mit einem Austeritätsprojekt und Schmusekurs gegenüber D nicht gewählt wird. deshalb sagt er bis zum 6. Mai Dinge, die Stimmen in der Urne bringen und keine niedrigeren Zinssätze für französische Staatsanleihen.
Substituiere "Deutschland" durch "Europa". Es wird immer schlimmer, das Vertrauen der Leute in Europa sinkt tiefer und tiefer...
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.04.2012 18:23 UhrHerr Lohmann, das Vertrauen war nie da
ergo kann es nicht noch tiefer sinken. Oder hatten Sie etwa mal Vertrauen in die EU?
So seht die Deutsch-Französische Freundschaft aus!
Hollande erhalte solche Signale (gegen Sparkurs und für
Neuverhandlung Fiskalpakt), direkt oder indirekt, auch von anderen
Regierungen in Europa, „selbst, wenn sie konservativ sind”,
sagte er in Paris.
Welche Länder sind dies: Länder, denen das Wasser
haushaltspolitisch am Halse steht (Spanien, Portugal etc.), eben die
einschlägig bekannten; und nun möchte sich Frankreich
dazugesellen, weil offensichtlich die Verkleisterungspolitik zur eigenen
Haushaltssituation der letzten Jahre offenbarer wird und das Image der
"Grande Nation" flöten geht.
Das schlimme ist, dass dort Stimmen gewonnen und Stimmungen auf Kosten
der Außenpolitik und zu Lasten unbeteiligter Dritter erzeugt
werden.
Natürlich entscheidet Deutschland nicht für Europa, aber doch
darüber, was mit seinen immensen Beiträgen (übrigens des
deutschen Steuerzahlers) zur EU angestellt wird.
Frau Merkel sollte sich überlegen, wie lange sie das Spiel noch mitmacht.
S.
`Corriger la fortune´ sagen die Falschspieler in FR wenn sie das Glück korrigiern wollen. Ich sage:
"rien ne vas plus-Monsieur Hollande". Nicht die Deutschen, die EU wird Ihnen die Zuweisungen kürzen, wenn Sie gewählt werden und die Schuldenlast für das Land erhöhen werden. Die Maastricht-Vereinbarungen wurden zuvor schon einmal von einem sozialistischen MP unterlaufen, Schröder folgte nach dem Prinzip, was die können, können wir schon lange. Komisch warum können Sozialisten nicht rechnen, nur der Eintänzer Eichel, u.a. für die €-Einführung in GR verantwortlich, bei seinen Pensionen. Zum Glück haben hier die Gerichte nicht mitgespielt, wie auch bei Welteke ex-Bundesbankpräsident, welche Partei gehörte er an, ach ja der SPD. Hätte ich doch früher drauf kommen können. Never mind !
wen wählen? Es gibt eine vernünftige Alternative... (imho)
Es lässt sich nicht bestreiten, die etablierten Parteien mit ihren Berufspolitikern haben die Demokratie in Deutschland konterkariert und aus den Angeln gehoben.Sie besitzen eine abgeschirmte und vor allem inhaltlich abgehobene Parteispitze -in CDU, CSU, SPD, FDP und bei den Grünen. Die Alternative kann aber nicht Piraten heißen. Das hieße nur, die Etablierten mit den Spinnern auszutauschen. (Pardon, aber wie sollte man die Ziele, das Auftreten und die Inhalte der Piraten anders benennen?) Es gibt einen schlafenden Riesen unter den Alternativen, und das sind die freien Wähler! Wenn in Frankreich die Weichen neu gestellt werden, brauchen wir keine Gurkentruppe aus Berufspolitikern, sondern erfolgreiche Bürger mit beruflicher Erfahrung und strategischer Sichtweite über das parteitaktische Geblubber hinaus! Die freien Wähler bekommen zunehmend Zulauf von enttäuschten Leuten der CDU, SPD und FDP. Fragen Sie mal Olaf Henkel oder die CSU in Bayern... Viele Grüße!
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.04.2012 18:21 UhrHallo Herr Samwer, hallo Herr Wasert,
die Freien Wähler, also Olaf Henkel, wollen den Nordeuro, das macht
wenig Sinn. Leider haben Freie Wähler und PdV keine Direktmandate
bei der NRW-Wahl, aber mit Zweitstimme kann man sie wählen.
Wie es zur BT-Wahl aussieht, keine Ahnung, man wird sehen, ob dann diese
Parteien auch Direktmandate haben. Alles, nur keine etablierte Partei
und von den Piraten halte ich momentan auch nichts. Scheint ein
ziemlicher Kindergarten zu sein.
PdV
PdV (Partei der Vernunft) ist hier zu nennen. Die kennt zwar noch keiner, ist aber finanz- und wirtschaftspolitisch kompetent aufgestellt. L etztendlich ist m.E. wählbar, wer eine gesunde Währung im Programm hat, und die würde nicht den Namen "Euro" tragen. Geldpolitik muß in jedem Fall das entscheidende Wahlkriterium sein.
Hollande ist ein sehr typischer französischer Politiker. Er spricht
keine Fremdsprache und ist aus Frankreich nicht viel heraus gekommen.
Minister war er nie und von Europa weiss er nichts.
Er wird sehr schnell lernen, dass die Behauptung, Deutschland würde
die EU dominieren, eine reine Pressenummer ist. Die Wahrheit ist, dass
Merkel die EU-Verträge umsetzt und dass es sowieso keine
Alternative zum Fiskalpakt gibt. Der gute Mann weiss einfach nicht, wie
Entscheidungsprozesse in der EU laufen.
Sollte Hollande versuchen, die EZB nach französischem Muster zu
formen, wird er Deutschland als Partner verlieren. Das aber traut sich
in Frankreich niemand. Spätestens am 7. Mai beginnt sein Zurückrudern.
keine Alternative zum Fiskalpakt?
Ach Herr Gruenebaum, Sie enttäuschen mich. Der Fiskalpakt ist genauso witzlos wie alle anderen bisherigen Verträge und davon abgesehen mit unserem GG nicht vereinbar. Schauen Sie bei Taxpayers, was vom Fiskalpakt zu halten ist, absolut nichts.
All jenen, die ernsthaft glauben es mache einen Unterschied, ob Herr
Hollande Änderungen am Fiskalpakt durchsetzen kann oder nicht, sei
empfohlen sich einfach mal mit dem Vertragstext zu beschäftigen.
Ich bin mir relativ sicher, daß Sie mir nach der Lektüre
zustimmen werden, wenn ich sage, daß es keinen machen würde.
Zahlen wird Deutschland. Der Streit um dieses Thema zeigt lediglich den
Wunsch Frau Merkels, die Legende vom disziplinierenden Fiskalpakt
für den deutschen Bürger (und viell. manchen BT-Abgeordneten)
so lange wie möglich aufrecht zu erhalten, und erhärtet die
Vermutung, daß Herr Hollande den Text entweder noch nicht gelesen
hat, denn sonst könnte er sich bereits jetzt zufrieden
zurücklehnen, oder er ihn einfach nur als Wahlkampfmittel gegen
Sarkozy instrumentalisiert. Frau Merkel und ihrem Fiskalpakt gilt seine
Aufregung vermutlich nicht.
Das kann aber unangenehm werden
Die Leichtigkeit mit der in der EU verträge oder Abkommen der
Nichtigkeit anheim gegeben werden, beängstigt mich etwas. Ein
Schuldenkonsolidierung bei gleichzeitger Fokussierung auf nachhaltiges
Wachstum ausgerichtete Investitionspolitik sollte m.M. nach angestrebt
werden. Aber ein wenig klingt das -auch - von Frankreich nun hier ev.
favourisierte Modell nach fleißigem Schuldenmachen, um so die
eigenen Ziel zu erreichen. Diese Auffassung könnten sich für
das böse Deutschland, das doch auf Sparen drängt (und dessen
Schulden immer weiter fast ungebremst wachsen) negativ auswirken. Dann
nämlich, wenn durch die Ausgabenpolitik der ein oder andere Staat
ins starucheln kommt und das Wachstum nicht erzielt wird. Dann werden
Garantien gezogen und Deutschland ist der größte
Garantiegeber.
Dann wird sich die Frage stellen, ob wir alle als Exportnation
tatsächlich so viel von Europa profitiert haben.
So wird m.M. nach Nationalismus u.U. gefördert und das wäre
kontraproduktiv.
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