Home
http://www.faz.net/-gqe-74cl3
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
Risikoabsicherung

Frankfurter Makroökonom Wieland wird 2013 Wirtschaftsweiser

Für Wolfgang Franz wird Volker Wieland im März 2013 in den Rat der „Fünf Weisen“ aufrücken. Seine Fachgebiete sind Makroökonomik und Geldpolitik - zwei Gebiete, die wohl auch in Zukunft im Mittelpunkt des Interesses stehen.

© Seuffert, Felix Vergrößern Volker Wieland rückt in den Rat der Wirtschaftsweisen auf

Der Frankfurter Makroökonom Volker Wieland soll im März 2013 in den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage eintreten. Nach einer Mitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums wird Wieland im Rat der „Fünf Weisen“ den aus Altersgründen ausscheidenden Arbeitsmarktökonomen Wolfgang Franz ersetzen.

Gerald Braunberger Folgen:

Mit Wieland kommt einer jener modernen deutschen Ökonomen zum Zug, die prägende Jahre in den Vereinigten Staaten verbracht und sich international einen Namen als forschungsstarker Ökonom gemacht haben. Wielands Fachgebiete sind Makroökonomik und Geldpolitik; also zwei Gebiete, die derzeit und wohl auch in den kommenden Jahren im Mittelpunkt des Interesses stehen werden.

Mehr zum Thema

Seine Doktorarbeit schrieb er an der renommierten Stanford University in Kalifornien; er hat zudem in führenden internationalen Fachzeitschriften publiziert. Wieland arbeitete einige Jahre für die amerikanische Notenbank Fed und wurde unter dem Einfluss des früheren Bundesbankpräsidenten Axel Weber vor rund zehn Jahren an die Goethe-Universität nach Frankfurt berufen, um dort beim Aufbau eines makroökonomischen Schwerpunkts im neuen House of Finance eine maßgebliche Rolle zu spielen.

In jüngerer Zeit hat Wieland mehrere Arbeiten mit Co-Autoren veröffentlicht, die sich kritisch mit den Ergebnissen expansiver Finanzpolitik befassen und in Kürzungen von Staatsausgaben eine Möglichkeit sehen, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes zu sehen. Wieland ist Mitglied des liberal geprägten Kronberger Kreises.

Uebergabe Jahresgutachten der fuenf Wirtschaftsweisen 2013 © dapd Vergrößern Die Mitglieder des Sachverständigenrates: Christoph Schmidt (v.l.), Lars Feld, Claudia Buch, Wolfgang Franz und Peter Bofinger

Kürzlich hat er mit dem Freiburger Finanzwissenschaftler Lars Feld, einem anderen Mitglied des Sachverständigenrats, eine Studie für den Kronberger Kreis verfasst, die sich gegen die Vorstellung einer Fiskalunion in Europa wendet und Vorbehalte gegenüber einer zu raschen Bankenunion äußert. Stattdessen befürworten Feld und Wieland eine Art „Maastricht 2“ mit einer nationalen Verantwortung für die Finanzpolitik in der Währungsunion, einem Verzicht auf dauerhafte Bail-outs und für eine Insolvenzordnung für Staaten.

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Abschaffung gefordert Zwist über das Bargeld

Sollte das Bargeld abgeschafft werden? Ja, meint der Wirtschaftsweise Peter Bofinger. Der Freiburger Ökonom Lars Feld widerspricht: Bargeld sei geprägte Freiheit. Mehr

17.05.2015, 16:50 Uhr | Finanzen
Kauder und Oppermann Schützenhilfe für Wolfgang Schäuble

Die griechische Regierung in Athen hatte dem deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble beleidigende Äußerungen gegenüber seinem griechischen Amtskollegen Giannis Varoufakis vorgeworfen. Volker Kauder, Fraktionschef der Union im Bundestag, und der Fraktionsvorsitzende der SPD, Thomas Oppermann, springen dem deutschen Finanzminister nun zur Seite. Mehr

18.03.2015, 12:20 Uhr | Politik
Geheimdienstaffäre Ein Kompromiss im Koalitionsstreit über die Kanzlerin und die NSA?

Die SPD erwartet eine konkrete Initiative aus der Unionsfraktion, um den Koalitionsstreit wegen der Rolle des Kanzleramts in der NSA-Affäre beizulegen. Die Lösung könnte ein Sonderermittler des Bundestags sein. Mehr

20.05.2015, 12:38 Uhr | Politik
Schuldenkrise Was die Deutschen über die Griechenland-Krise denken

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) empfängt heute den griechischen Regierungschef Alexis Tsipras zu seinem Antrittsbesuch in Berlin. Bei den Beratungen dürfte der Streit um eine Lösung der griechischen Schuldenkrise im Mittelpunkt stehen. Was denken die Deutschen eigentlich über die Krise in Griechenland? Mehr

23.03.2015, 13:53 Uhr | Aktuell
Umfrage Deutsche wollen ihr Bargeld behalten

Die Deutschen wollen nicht, dass das Bargeld abgeschafft wird. Drei von vier Befragten möchten nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov nicht, dass sie in Geschäften nicht mehr mit Bargeld bezahlen können. Mehr

28.05.2015, 10:03 Uhr | Finanzen
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 14.11.2012, 12:42 Uhr

Fahrstuhlabenteuer

Von Heike Göbel

Das Fahren im Paternoster kitzelt ein bißchen an den Nerven. Die Bundesregierung hält die Aufzüge jetzt für so gefährlich, dass sie deren Nutzung regeln will. Manchmal übertrifft die deutsche Wirklichkeit leider jedes Klischee. Mehr 25 96


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden

Grafik des Tages Die Deutschen erklären ihre Steuern selbst

So kompliziert ist das deutsche Steuersystem vielleicht doch nicht: Immerhin verzichtet mehr als die Hälfte der Steuerpflichtigen hierzulande auf einen Steuerberater. Mehr 0