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Veröffentlicht: 14.11.2012, 12:42 Uhr

Frankfurter Makroökonom Wieland wird 2013 Wirtschaftsweiser

Für Wolfgang Franz wird Volker Wieland im März 2013 in den Rat der „Fünf Weisen“ aufrücken. Seine Fachgebiete sind Makroökonomik und Geldpolitik - zwei Gebiete, die wohl auch in Zukunft im Mittelpunkt des Interesses stehen.

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© Seuffert, Felix Volker Wieland rückt in den Rat der Wirtschaftsweisen auf

Der Frankfurter Makroökonom Volker Wieland soll im März 2013 in den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage eintreten. Nach einer Mitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums wird Wieland im Rat der „Fünf Weisen“ den aus Altersgründen ausscheidenden Arbeitsmarktökonomen Wolfgang Franz ersetzen.

Gerald Braunberger Folgen:

Mit Wieland kommt einer jener modernen deutschen Ökonomen zum Zug, die prägende Jahre in den Vereinigten Staaten verbracht und sich international einen Namen als forschungsstarker Ökonom gemacht haben. Wielands Fachgebiete sind Makroökonomik und Geldpolitik; also zwei Gebiete, die derzeit und wohl auch in den kommenden Jahren im Mittelpunkt des Interesses stehen werden.

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Seine Doktorarbeit schrieb er an der renommierten Stanford University in Kalifornien; er hat zudem in führenden internationalen Fachzeitschriften publiziert. Wieland arbeitete einige Jahre für die amerikanische Notenbank Fed und wurde unter dem Einfluss des früheren Bundesbankpräsidenten Axel Weber vor rund zehn Jahren an die Goethe-Universität nach Frankfurt berufen, um dort beim Aufbau eines makroökonomischen Schwerpunkts im neuen House of Finance eine maßgebliche Rolle zu spielen.

In jüngerer Zeit hat Wieland mehrere Arbeiten mit Co-Autoren veröffentlicht, die sich kritisch mit den Ergebnissen expansiver Finanzpolitik befassen und in Kürzungen von Staatsausgaben eine Möglichkeit sehen, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes zu sehen. Wieland ist Mitglied des liberal geprägten Kronberger Kreises.

Uebergabe Jahresgutachten der fuenf Wirtschaftsweisen 2013 © dapd Vergrößern Die Mitglieder des Sachverständigenrates: Christoph Schmidt (v.l.), Lars Feld, Claudia Buch, Wolfgang Franz und Peter Bofinger

Kürzlich hat er mit dem Freiburger Finanzwissenschaftler Lars Feld, einem anderen Mitglied des Sachverständigenrats, eine Studie für den Kronberger Kreis verfasst, die sich gegen die Vorstellung einer Fiskalunion in Europa wendet und Vorbehalte gegenüber einer zu raschen Bankenunion äußert. Stattdessen befürworten Feld und Wieland eine Art „Maastricht 2“ mit einer nationalen Verantwortung für die Finanzpolitik in der Währungsunion, einem Verzicht auf dauerhafte Bail-outs und für eine Insolvenzordnung für Staaten.

Quelle: FAZ.NET

 

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