29.02.2012 · Das Frankfurter Arbeitsgericht hat den Streik der Vorfeldmitarbeiter am Frankfurter Flughafen untersagt. Die Lufthansa prüft eine Klage gegen die GdF. Schon am Dienstag hatte derselbe Richter den Unterstützungsstreik der Fluglotsen gestoppt.
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Endlich hat das Arbeitsgericht eingegriffen.
Der angerichtete wirtschafltiche Schaden sollte der GdF in Rechnung
gestellt werden.
Ehrensoldbehauptung und Rahmentarifwirklichkeit
Mikrator meint dazu : Es ist unfair, am Tag von zwei juristischen Urteilen zu Staatsschauspielern wie Herrn Wulff und Vorfeldschichtarbeitern die gleichen moralische Grundsätze anzuwenden. Beide Urteile sind auf jeden Fall nicht in der Lage, die komplexen Wechselwirkungen der davon indirekt Betroffenen , sinnvoll zu ordnen. Wulff und die Arbeitgeber-Arbeitnehmer sollten gefälligst von ihren Maximalpositionen Runter. Verdammt noch mal.
Verträge binden beide Seiten, soviel wissen kann man doch sogar von
einer Gewerkschaft erwarten.
Es wäre schön wenn die GdF der Fraport und der Lufthansa
gegenüber zu Schadenersatz verpflichtet wird - dann gibts bald eine
sinnlose Minigewerkschaft weniger!
Das Arbeitsgericht Frankfurt hat den Streik der Vorfeldarbeiter verboten
und das ist auch gut so.
Sollen doch die eingebildeten Vorfeldmitarbeiter weiter streiken; die
braucht sowoeso niemand.
Es handelt sich hier um überbezahlte "Hilfsarbeiter", die
leicht zu ersetzen sind.
.
In ihrer Hybris hat diese Mikrogewerkschaft jeden Bezug zur
Realität verloren.
Sowas gehört verboten!
.
Ich hoffe, Fraport und die LH fordern Schadenersatz von dieser
Mikrogewerkschaft. Es muß ein Zeichen gesetzt werden!
Das erinnert doch sehr schön an den großen Fluglotsenstreik
in Spanien, als die Fluglotsen dort um ihre 250.000€ Jahresgehalt
kämpften. Da sie Beamten waren, konnten sie nicht streiken, der
Staat wollte ihre Löhne zusammenschrumpfen ( Ich glaube um knapp
50.000 p.A. )
Was machten die Fluglotsen? Sie waren plötzlich ALLE krank und
erschienen nicht bei der Arbeit, also ein illegaler, nicht angemeldeter Streik.
Was machte der Staat? Die Armee hat das ganze Übernommen, die
Fluglotsen waren fast 4 Monate lang nicht am Arbeiten und bekamen kein
Gehalt und haben sofort klein bei geben.
Nur weil eine Spartengruppe glaubt das Land in Geiselhaft zu nehmen, ist
sie genausowenig wie Eurogriechenland "alternativlos"
Auch Fraport zeigt, wie es ohne die Vorfeldarbeiter geht und falls die
Lotsen streiken, sollte die BW zeigen, wie es ohne sie geht. Denn vielen
geht es anscheinend noch viel zu gut...
Lieber Herr Wurtz, wenn Sie hier schon dem Sozialdarwinismus und ...
... einer Arbeitsrechtsanarchie das Wort reden, dann sollten Sie konsequenterweise auch den Arbeitgebern zugestehen, solcherart Streikende auf der Stelle und rechtswirksam entlassen zu können.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.02.2012 18:46 UhrHerr Stark
Dem stimme ich zu. Aber ein Problemkreis bleibt: Wie stehen Sie als Flugkapitän i.R. dazu, daß bestimmte Berufsgruppen wie Flugzeugführer, Kabinenpersonal, Lokführer (alles Spartengewerkschaften) per Streik ganze Industrie-und Dienstleistungsbetriebe lahmlegen können? Diese Betriebe, die dann auf ihren Kosten sitzenbleiben, müßten dann zumindest per Aussperrung des eigenen Personals in der Lage sein, den Kostenaufwand zu minimieren. Und falls die Leute von der Stromverteilung streiken sollten, gehen alle Lichter aus, auch Ihr und mein PC!
Überdies sind die Lohnforderungen peinlich: wenn ein Packer auf dem Vorfeld etwa genauso viel bekommen soll wie ein promovierter Ingenier im Hochschuldienst, dann haben wir bald DDR-Verhältnisse.
mit welchen juristischen Spitzfindigkeiten solche Urteile getroffen
werden. Ich wage zu behaupten, dass damit keine
"Waffengleichheit" zwischen Gewerkschaft und Konzern existiert.
Und zum Thema "Spartengewerkschaften": Hat sich schon einmal
jemand gefragt, warum es sie gibt? Kann es sein, dass die
"Einheitsgewerkschaft" nicht mehr die Bedürfnisse aller
ihrer Mitglieder vertritt? Dass die Leute von den bisherigen Ergebnissen
ihrer Gewerkschaft schlicht enttäuscht waren?
Und warum gelten Unternehmen, die Teile ihrer Belegschaften wahlweise in
eigene GmbHs aus- oder in eigene Zeitarbeitsfirmen eingliedern als
clever, während Arbeiter und Angestellte bei ihrer Reaktion darauf
mit Gründung einer individuellen Vertretung als unverschämt
und eigensüchtig angesehen werden?
Es gibt keinen illegalen Streik.
Das Streikrecht steht im Grundgesetz und kann durch nichts ausgehebelt werden. Auch die Friedenspflicht ist nur eine raffinierte Erfindung der Rechtssprechung. Außerdem gibt es ja wohl keine Arbeitspflicht mehr, denn wir haben die Sklaverei schon vor einigen Jahren abgeschafft. Also sollten die Vorfeldmitarbeiter, wenn sie sich noch ernst nehmen, einfach trotzdem streiken und die Fluglotsen sollten ihnen solidarisch zur Seite stehen. Das würde das Streikrecht, das einzige uneingeschränkte und uneinschränkbare Recht der Arbeitnehmer, also der Mehrheit der Deutschen, stärken.
Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.02.2012 18:10 UhrInteressant
Sehr geehrter Herr Wurtz,
haben Sie sich schon einmal mit den Forderungen der GdF bezüglich
der Vorfeldmitarbieter auseinander gesetzt? Ich kann nicht verstehen wie
man solche Forderungen und die Art der Vorgehensweise auf irgendeine
Weise unterstützen kann. Aus sogenannten
"Solidaritätsgründen" Mitarbeiter in anderen (nicht
betroffenen) Bereichen zum Streik zu motivieren finde Ich
persönlich nicht besonders solidarisch. Streiks sind eine Form des
Widerstands der definitiv äußerst wichtig ist, aber nicht auf
diese Art und nicht mit solchen Forderungen. Streiks sind dafür da
sich unfairen Arbeitsbedingungen oder schlechter Bezahlung zu
widersetzen aber nicht um "einfach mal schnell" mehr Geld
für weniger Arbeit zu verlangen, weil einem dies besser gefallen
würde.
Wo Ich ihnen jedoch zustimmen muss, ist dass diese Streiks trotz des
Urteils des Arbeitsgericht stattfinden sollten, denn dann könnte
Fraport sich endlich von diesen Mitarbeitern verabschieden!
Keine Ahnung!
Wer keine Ahnung von Recht und Rechtsprechung hat, nicht einmal
weiß, wie letztere geschrieben wird und ausschließlich
falsche Tatsachen behauptet und unrichtige Schlussfolgerungen zieht, der
sollte lieber schweigen. Tut mir leid.
Arbeitsverträge zählen nicht mehr?
Ach so, Arbeitsverträge zählen also nicht mehr.
Die ausgebeuteten Vorfeldarbeiter dürfen also gerne zuhause
bleiben und die Fluglotsen "solidarisch" dazu, der Arbeitgeber
soll das doch bitte so hinnehmen und 50 % mehr Lohn zahlen...
Wenn von Arbeitnehmerseite die Arbeitsverträge so wenig
wahrgenommen werden, dann sollte sich auch der Arbeitgeber nicht mehr
dran halten müssen, also fristlos und ohne Entschädigung ab
und zu einfach entlassen. Empfinden sie als ungerecht und
unverschämt? Ich auch!
Streiks dienen als Mittel der Arbeitnehmer dazu, dem Arbeitgeber zu
zeigen wen und was er braucht und was dies angemessen zu bezahlen ist.
Aber das geht nicht, in dem den Gesetzlichen Rahmen aushebelt. Das
Grundgesetzt erlaubt Streiks, das Arbeitsrecht regelt diese Streiks. Mit
Friedenszeiten, Schiedszeiten und Streikzeiten. Und das zurrecht.
Da kann keine Spartengewerkschaft sich drüber hinwegsetzten.
Streiken ja, von mir aus auch unrealistische Forderungen, aber nicht am
Gesetz vorbei.
Na, ja....
Es gibt Spielregeln, die lt. Tarifverträgen, also beidseitig, bis zum Ende der Laufzeit vereinbart sind, d.h. bis zum Ende zum Einhalten verpflichten. Übrigens hat die Gewerkschaft die 2 zusätzlichen Forderungen zurückgezogen, was einen Rückzug bedeutet. Schließlich sollen alle und auch die Kunden darauf vertrauen, rechtzeitig abfliegen zu können und Nachteile auch finanzieller Art vermeiden. D.h. Wildwest schadet allen und es geht hier um sehr viel wie Reputation, Sicherheit usw.
nur gut, dass sie nicht Recht sprechen
und ich hoffe sehr, dass die Lufthansa Schadenersatz fordern wird. Dann wäre die GdF pleite.
Aufforderung zum Rechtsbruch?
Oder soll das Willkür einer sogenannten "Gewerkschaft" rechtfertigen?
für die Gewerkschaft, die den Bogen überspannt und sogar die Grundvoraussetzung (Einhaltung der Friedenspflicht) für Streiks verletzt hat. Ob da ein Schadensersatz droht? Mindestens die Verhandlungsbasis für weitere Forderungen ist geschwächt. So was darf heute eigentlich nicht mehr passieren. Das gibt Ärger!!!
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