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Fragen der Gerechtigkeit Das Jahr der Frau

 ·  Männer schaffen Kinder und Karriere. Frauen müssen sich entscheiden. Leider. Denn noch immer landen vor allem drei Typen von Müttern im Chefbüro: die übermenschlich Begabten, die Steinreichen oder diejenigen, deren Partner daheim bleibt.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (43)

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Sandra Maier

Jede hat es selbst in der Hand

Die deutsche Larmoyanz über zu wenige Frauen in der Wirtschaft ist anstrengend und unnötig, findet die PR-Managerin Alexandra von Rehlingen. Jeder hätte es in der eigenen Hand, zu arbeiten und Job und Karriere nicht auf den Altar der Hausfrauen und Mutterrolle zu opfern.

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Clara West

Männer "schaffen" Kind und Karriere?

Sorry, aber ich habe selten so eine absurde Behauptung gelesen.

Haben Sie mal die Männer danach gefragt, wieviel sie von ihren Kindern wirklich mitbekommen haben, insbesondere dann, wenn sie die Karriereleiter hinaufgeklommen sind?

In den meisten Fällen nämlich wenig bis nichts. Ja, sie haben Kinder gezeugt und sind auf dem Papier ihre Väter, aber konnten bzw. können sie diese Vaterschaft auch wirklich leben? Wieviel Zeit bleibt für Fußballspielen oder andere gemeinsame Freizeitaktivitäten. Vor allem, wieviel Zeit bleibt übrig, wenn man auch noch Zeit für sich selber braucht, um erst einmal einigermaßen erholt zu sein.

Ich weiß nicht, WER den Unsinn in die Welt gesetzt hat, dass man Kinder einfach nur hat und wenn man sie nur ordentlich füttert, werden sie von ganz allein groß. Niemand spricht von der Zeit, die sie brauchen, in der sie ihre Eltern brauchen.

Wer Kinderhaben einfach nur auf "Haben" reduziert, hat nicht begriffen, worum es eigentlich geht.

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Clara West

Natürlich kann man alles haben,

nur eben nicht gleichzeitig.

Was spricht dagegen, erst Kinder zu bekommen und danach seine Karriere zu verfolgen. In Ländern, in denen Menschen nicht bereits mit 45 ein Verfallsdatum tragen, geht das ohne weiteres. In angloamerikanischen Ländern beginnen viele mit 50 noch mal ein neues Studium oder stellen ihr bisheriges Lebenskonzept auf den Kopf. Ein Senior Manager ist dort i.d.R. auch über 60 und nicht selten der Situation ausgesetzt, noch mal abgeworben zu werden. So haben wir es mittlerweile schon mehrfach erlebt.

In Deutschland ist sowas aktuell undenkbar und je mehr auch Frauen sich zum Handlanger dieses Wettbewerbswahns der Gleichaltrigen machen, umso leichter das Spiel für Hundt und Co. Die aktuell nicht geborenen Kinder sind größtenteils nichts weiter als Wettbewerbsopfer. Teile und Herrsche funktioniert immer noch. Frauen bekämpfen sich gegenseitig um das bessere Ansehen und befeuern dabei ihren dramatischen Werteverlust.

Die Kapitaliten reiben sich derweil die Hände.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.12.2012 19:26 Uhr
Clara West

Die Kapitaliten reiben sich derweil die Hände.

Cui bono?

Am meisten profitieren diejenigen, die es schaffen, möglichst viele gleich oder ähnlich ausgebildete Jobbewerber gleichzeitig im Pool zu haben. Arbeit wird billig. Dazu feuert man einerseits das Märchen vom Fachkräftemangel immer wieder. Jeder weiß zwar, dass es ihn nicht gibt, denn sonst würden die Gehälter ins Unermessliche steigen. Aber steter Tropfen höhlt den Stein. Weiterhin schürt man Panik durch die Forderung nach Einwanderung.

Die zweite Säule sind die Frauen, die man natürlich jetzt und sofort braucht, weil sonst alles zusammenbricht und weil sie als unbezahlte Mütter auch nicht die zahlungskräftige Konsumentin sind, die sie sein könnten. Deshalb demontiert man das Wertegerüst Familie. Singles sind leichter verfügbar.

Und dann ist da noch der Staat, der die Familien immer mehr abgreift, damit sich solche Alleinverdienermodelle keiner mehr leisten kann. Dahinter aber stehen die Lobbyistenverbände der Kapitalisten und Finanzmagnaten. Die Politiker sind ihre Diener.

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Helga Zießler

Bis auf Ihren Schlußsatz,

... den ich nicht verstehe, stimme ich den Erörterungen in Ihren beiden Kommentaren zu, liebe Frau West.

Wir werden aus dieser Bredouille auch nicht mehr herauskommen. Ich habe seit langem den Verdacht, dass alles von der Politik so gewollt ist. Als ich meine Kinder großzog, war es in den meisten Fällen noch möglich, dass einer mit seiner Berufstätigkeit (meist der Vater) seine Familie (gut) ernähren konnte.
Feminismus, Genderwahn und andere "politische Korrektheiten", sowie die ständigen Mehrbelastungen durch Steuern und sonstige Zwangsabgaben haben das aber fast unmöglich gemacht und die Familie zerstört, so dass Normalverdiener zwei Gehälter brauchen, wenn sie eine Familie gründen wollen.
Die Aufgabe, Kinder zu betreuen, soll gemäß politischem Willen der Staat übernehmen (siehe die "Lufthoheit über den Kinderbetten", die der Politiker Olaf Scholz für die SPD einforderte).
Wer das nicht will, bekommt halt keine Kinder mehr. Ob die Politiker das und die Folgen bedacht haben?

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Dr. Christian Jäger

Es ist schon interessant zu bemerken...

...wie uns Leser in den letzten (ruhigeren) Tagen die komplett männliche FAZ-Herausgeber- und Chefredakteursgilde mit dem Thema der weltweiten, ungeheuren Frauendrückung bearbeiten läßt - von der vergewaltigten Inderin über das neue Mutterbild bis zur Forderung für Frauen nach Spitzenjobs in Deutschland. Bezeichnender Weise sind es gern (ältere) Männer, die in Zeiten vor der Frauen-an-die-Macht-Kampagne ihre Spitzenjobs ergattert haben, die diesem Thema, das vor allem zur weiteren Vergiftung des ohnehin belasteten Mann/Frauverhältnis führt (was übrigens ein wahrer Grund für niedrige Geburtenraten ist), jetzt besondere Aufmerksamkeit widmen. Es beschleicht einen manchmal das Gefühl, dass diese Männer den Umweg über die Frage der Geschlechtergerechtigkeit nehmen, um sie als Kampfmittel um den eigenen Spitzenjob mit ihren potentiellen Konkurrenten zu nutzen.

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Closed via SSO

Diese feminine Larmoyanz ist schon ein wenig anstrengend. Die Natur...

...hat es nun einmal so eingerichtet, dass die Frauen und nicht die Männer Kinder bekommen. Das - nebenbei gesagt - ist für die Frauen ja auch nicht nur unangenehm.

Wenn eine Frau die Karriere präferiert: Bitteschön. Wenn Sie lieber Kinder möchte: Umso besser. Warum und wie soll ihr aber zu Lasten der Kinder per "staatlicher Vollkasko" beides vermeintlich ohne Abstriche ermöglicht werden? Das ist eben eine Quadratur des Kreises und deshalb unmöglich.

Vor allem aber: Die soziale Intelligenz von Frauen sollte hoch genug sein, eine Karriere nicht mit Selbstverwirklichung zu verwechseln. Die Männer machen diesen Fehler - mit leicht abnehmender Tendenz - leider immer noch, aber wenigstens stimmt hier die Tendenz. Wer ernsthaft für sich annimmt, Karriere sei Selbstverwirklichung, der taugt - egal welchen Geschlechts - für Kinder ohnehin nicht.

Dieses ganze Thema ist letztlich nichts als der Ausdruck einer desorientierten Gesellschaft.

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Lena Naujoks
Lena Naujoks (LenaNau) - 30.12.2012 03:46 Uhr

Wunschdenken

Als Frau sage ich zu der Träumerei der Autorin: Sie sind selber schuld. Es sind nicht immer die anderen.
Vielmehr fage ich mich, wo die 40 % Akademikerinnen sind, die sich angeblich für die Karriere und gegen die Kinder entscheiden. Die müssen ja, wenn sie dafür angeblich die Fortplanzung verweigern, in den Spitzenetagen sitzen.
Wo sid sie? Oder studieren die etwa auch Sozial- oder Sprachwissenschaften? Damit kann man auch keine Krriere machen. In den Parteien sind die Frauen auch nicht, und wenn, dann interessieren sie sich, je emanzipierter und feministischer sind, nur für verstaubte Frauenthemen.

Diese Themen sind doch Luxusdiskussionen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.12.2012 13:22 Uhr
Helga Zießler

Sehr richtig, Frau Naujoks!

Skeptisch sehe ich auch die Behauptung, dass Akademikerinnen kaum noch Kinder bekommen. Allein in meinem Umfeld kenne ich ganz andere Fälle. Ein Ehepaar, beide Juristen (er Anwalt in einer internationalen Kanzlei, sie Richterin), vier Kinder. Die Frau hat nach dem zweiten Kind ihre Laufbahn ruhen lassen und ist (zufriedene) Hausfrau und Mutter. Eine andere, ebenfalls Richterin, sechs Kinder, arbeitet weiter, natürlich mit Hauspersonal (so ist es ja wohl auch bei unserer umtriebigen Familienministerin). Eine Zahnärztin mit eigener Praxis, drei Kinde, der Mann ist "Hausmann". Ich nehme an, es gibt mehr solcher Fälle.

Grundsätzlich gilt: Die Politik sollte sich heraushalten aus privaten Dingen. Die (angeblichen?) Probleme sind doch nur entstanden, weil die Familien im Würgegriff des Staates ersticken, und der mit seiner fatalen Hoch-Besteuerung den Menschen die freie Selbstbestimmung über ihr Leben nimmt.

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Michael Kempter
Michael Kempter (MyBV) - 30.12.2012 10:36 Uhr

Gut, Frau Naujoks, dass Sie die Parteien ansprechen...

denn dort haben wir die Situation, dass bei 20% Frauenanteil eine 40%-Quote, s. CSU, für die netten Pöst`chen ganz oben etabliert wurde. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Mit Gleichberechtigung hat das nichts mehr zu tun, selbst über das abstruse Ziel einer - vermeintlich gerechten - Gleichstellung geht dies weit hinaus. Aber wenn Parteien ein solch verqueres "Gerechtigkeitsverständnis" an den Tag legen - was wollen Bürgerinnen und Bürger dann noch erwarten? Letztlich werden Regelungen, alsbald ggf. auch in der Wirtschaft, implementiert, die zu einer völligen Verzerrung von Chancen von Männern und Frauen zugunsten letzterer führen werden. Das alles um - natürlich ausschießlich weiblichen - Selbstverwirklichungsforderungen nachzukommen. Wer was studiert hat und dass es durchaus Gründe gibt für die Unterrepräsentanz eines Geschlechts geben kann spielt dann dank Quoten, Förderprogramemn etc. eh keine Rolle mehr....

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Klaus Letis

Den Schwung einer Leiche nutzen?

Man kann nur hoffen, dass sich jetzt nicht jemand versucht fühlt, die sterblichen Überreste einer schrecklich misshandelten Frau in Indien und deren Zustände dort, in strukturelle und in Gesetz gegossene geschlechtsspezifische Karrierevorteile umzumünzen.

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Helga Zießler

"Kindisch" - da kann ich meinem Vor-Schreiber nur zustimmen

Solch einen infantilen Quark hat man lange nicht gehört/gelesen. Liebe Frau Amann, Pardon, aber Ihr Gerechtigkeitssinn klingt eher wie Streben nach absoluter Gleichmacherei - nun endlich auch der Aufhebung des kleinen Unterschieds.
Im Ernst: Kein Mensch kann "alles haben". Wir müssen uns schon entscheiden, ob Männer oder Frauen. Wer das nicht einsieht, wer nicht verzichten kann, ist schlicht unerwachsen, unreif. Ihnen selbst, Frau Amann, fällt ja auch nicht anderes zur Lösung ein als Teilzeitarbeit, Krippen oder der Mann mit Babyflasche und Kochlöffel.
Was soll denn das heißen, die Männer können "alles haben", auch das Kinderkriegen? Noch jedenfalls nicht. Aber es ist richtig: Wahre Gerechtigkeit wäre es, wenn auch die Männer die Kinder gebären und stillen könnten. Dann sollten sich die Frauen aber auch einen Bart wachsen lassen ;-)
Die hier aufgestellten Forderungen allerdings haben schon einen sehr langen Bart...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.12.2012 10:45 Uhr
Michael Kempter
Michael Kempter (MyBV) - 30.12.2012 10:45 Uhr

Danke für Ihren klare Worte, Frau Ziessler

...hoffen wir mal dass diese die Autorin ein wenig zum Nachdenken anregen. Die Grenzziehung zwischen "infantilen" Selbstvewirklichungsfantasien (kurz gesagt " ich will ALLES haben" - und keinen Preis dafür zahlen) und nüchterner Analyse gelingt Fr. Amann leider nicht wirklich. Und schade ist, dass - man betrachte nur die Überschrift - aus dem Thema "Vereinbarkeit Familie Beruf", das BEIDE Geschlechter betrifft, wieder mal ein tendenziöser "Genderartikel" wird. Immerhin am Ende wirds dann einen Tick objektiver, aber man fragt sich schon, was dann die reisserische Überschrift und die ersten Zeilen dem Leser suggerieren sollen. So wird leider ein an sich wichtiges und interessantes Thema für Interessenjournalismus...sagen wir es mal vorsichtig..verschenkt.

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Marcus Baumgärtner

Die Lebenslüge "unseres" Kapitalismus: Wir sollen (!) 2 Pferde gleichzeitig reiten

Der Artikel greift einen wahren Kern auf: Es ist eine Lebenslüge unserer Gesellschaft, dass Karriere & und eine vernünftige Elternschaft bei (kleinen) Kindern per se möglich ist. Dasselbe gilt im übrigen ähnlich für Männer: man kann nicht gleichzeitig die Karriereleiter hochsteigen und ein fürsorglicher Vater sein.

Was also tun? Ideen wie "Führung in Teilzeit" oder "Chef auf dem 2. Bildungsweg - und das mit 50" sind wohl eher Wunschdenken; oder wäre das im Wirtschaftsressort der FAZ möglich?

M.E. bereits viel erreicht, wenn die Politik und die Industrie den jungen Leuten nicht permanent einreden würde: "Ihr müsst Kinder kriegen und (!) Karriere machen". Denn wirklich Karriere, die ich so nennen würde, machen ohnehin nur 5% der Angestellten.

Warum also die 95% nicht-Karrieristen permanent verunsichern, mit all den negativen Begleiterscheinungen (u.a. kinderarme Mittelschicht)? Vermutlich weil das den Profiteuren (Quotenfrauen, gewisse Medien, "Sozial"-Politiker) völlig egal ist.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.12.2012 12:54 Uhr
Helga Zießler

Sie haben ja recht, Herr Baumgärtner

Deshalb verstehe ich aber Ihre Titelzeile nicht. Was hat denn das alles mit "Kapitalismus" zu tun?

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Wolfgang Müller

Ich denke nicht, dass das nur eine Gerechtigkeitsfrage ist

Momentan ist alles darauf ausgerichtet, zwischen 30 und 40 gewisse Karriereschritte zu tun oder auch nicht. Die Frage, die man sich stellen muss, ist, ob diese Auswahl wirklich die Besten (im Sinne von: am Besten für das Unternehmen) zu Führungskräften macht. Ist dies der Fall, dann muss man wohl oder übel so weitermachen. Ist dies nicht der Fall, dann macht es Sinn, sich über eine Veränderung der Auswahlkriterien Gedanken zu machen.

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Hans Edelmann

Wir sind ja schon auf dem besten aller Wege.

In diesem sozialprogressiven Land wird der Tag schon noch kommen, da Frauen Männer sind
und Männer Frauen, allesamt voll im Berufsleben und in der Freizeit hyperaktiv, indes Kinder
wie auch Alte staatlich verwaltet und aus Gründen der Kosten und Zweckmäßigkeit meist in ausländischen Schulen oder Heimen zwischengelagert werden, bis sie denn entweder in die Gesellschaft der deutschen Aktiveinheitsmenschen mit einbezogen oder abgebrannt und
vergessen sind.


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Stefan Kugl
Stefan Kugl (Kugll) - 29.12.2012 23:10 Uhr

Männer drängen selten zur Vaterschaft

Männer die quasi sicher alles haben können, gehören entweder zu den übermenschlich Begabten und oder zu den Begüterten. Oder sie erfüllen sich den Kinderwunsch erst im reiferen Alter.
Der "normale" aufstiegsorientierte Angestellte (also nicht der DAX-Vorstand) hat inzwischen durchaus bemerkt, dass "unterwegs nicht alles ankommt" oder gar manches schiefgehen kann und verkneift sich darum den Kinderwunsch - wenn er ihn überhaupt so hegt.
Frauen stecken schnell in einer doppelten Falle: einerseits steht die deutsche Arbeitswelt Kindern recht feindlich gegenüber und zum anderen sind die Partner häufig sehr fortpflanzungsunwillig.
So nehme ich es jedenfalls seit Jahren wahr. Der umgekehrt Fall -Mann drängt auf Kinder und Frau weiß nicht so recht - ist mir heutzutage unbekannt

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Michael Kempter
Michael Kempter (MyBV) - 29.12.2012 22:42 Uhr

"Männer schaffen Kinder und Karriere. Frauen müssen sich entscheiden" ?!

Auch wenn Sie, Fr. Amann, versuchen, am Ende noch irgendwie die Kurve zu kriegen - wie kommen Sie zu solchen Aussagen? Eigentlich gehe ich als Leser davon aus, dass eine Wirtschaftsredakteurin einen halbwegs realistischen Blick auf den Alltag von Managern hat. Sie haben hier Nachholbedarf: Bitte reden Sie doch mal mit männlichen Führungskräften die eine 70/80-Stunden-Woche haben, oft wochenlang weltweit unterwegs sind und permanent erreichbar sein müssen. Was denken Sie wie viel Zeit diese Männer für Familie haben und wie frustrierend es ist, wichtige Etappen der Entwicklung der Kinder nicht mitzubekommen? Das schert keinen Menschen, nur jetzt, da mittels Quotendrohung etc. Frauen aufsteigen und ähnliches erleben, wird daraus "urplötzlich" ein Problem. Nahezu wöchentlich wird das Dilemma ausschließlich aus weiblicher Sicht geschildert. Diese eindimensionale Sichtweise ist realtitätsfern, unprofessionell und tendenziös und einer objetikiven Berichterstattung mehr als abträglich. Schade.

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udo fischer
udo fischer (udo44) - 29.12.2012 22:25 Uhr

Vorstände in Teilzeitarbeit

Sobald in einer AG das Führungspersonal in Teilzeitarbeitet oder die Quotenregelung durchgesetzt wird, verkaufe ich sofort deren Aktien. Wir sehen es in der öffentlichen Verwaltung, wie schlecht solche Regelungen wirken (Berliner Flughafen, Hamburger Elbphilharmonie, Nürnburgring, Überschuldung der Kommunen usw)

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Jürgen Braun

alles genau richtig beschrieben & beobachet. all diese gesellschaftlichen defizite gibt es tatsäch-

lich - und genau so. und wir denken: vor allem die normative kraft des faktischen wird das ändern. also dadurch, dass frauen ihrer generation nicht aufhören ihre heutigen sätze und ansichten immer wieder als forderungen zu rekapitulieren.
.
und dadurch, dass die arbeitskräfte weniger werden, also noch mehr frauen mit ran müssen.
.
aber auch nicht vergessen: in liebe mit den kindern zu hause sein und sich (gut) versorgt wissen, kann wunderbar sein. auch wenn das heute nicht so überall zeitgest ist. frau muss das erst häufig noch erfahren. & mann umgekehrt auch.
.
& in der tat: bis dahin werden sicher noch weitere 25 jahre ins land gehn. sprechen wir uns, wenn sie selbst 59 sein wird.
.
& deutschland: es gilt die verantwortung zu tragen. die's einfordern reden nicht nur lari-fari - täten sie es, alles wäre viel einfacher.
.
& die wertigkeiten einer älter werdenden gesellschaft ändern sich: ob d auf platz 3 oder 5 steht in der welt bereits nach hundt eine frage viel geringerer bedeutung.

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Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 29.12.2012 21:49 Uhr

Andersherum?

Warum sollten nicht Männer zu Hause bleiben und den Haushalt schmeißen, während die Frauen Karriere machen? Weil die meisten Karrierefrauen mit solchen Männern nichts anfangen können!

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Klaus  Karmann
Klaus Karmann (Ka22) - 29.12.2012 21:37 Uhr

Schmerzhaft und Unzumutbar

>>>Wählen zu müssen zwischen der großen Karriere oder der Großfamilie (oder der Aussicht, sich zwischen beiden aufzureiben), ist schmerzhaft und unzumutbar.<<<
Schmerzhaft und unzumutbar ist es vielmehr für alle Beschäftigten einer Firma, unter einer Chefin zu arbeiten, die die meiste Zeit ganz oder pysisch abwesend ist.

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Florian Adler

Niemand

kann „alles“ haben. Auch Frauen nicht. Da helfen auch keine inflationären oder absurden Studien, Quoten, Medienberichte oder Testimonials.

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Carlos Anton

Das eigentliche Problem von Frauen mit Karriereambitionen...

...ist, daß sie nach Ausreden suchen, anstatt ihre Karriere zu planen und zu fördern. Solche Artikel sind daher nicht hilfreich.

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Ludwig Staab

Gut auf den Punkt gebracht...

...Frau Amann!

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Themen zu diesem Artikel

Jahrgang 1978, Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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