Gestern der Dreamliner, heute der A380: Die Serie technischer Pannen mit den jüngsten Erfindungen der Luftfahrtbranche hat bisher keine Risse bekommen. Wie die haarfeinen Öffnungen in den Flügeln des A380 von Airbus zeigen, ist kein Hersteller vor bösen Überraschungen gefeit. Niemand sollte frühzeitig die Überlegenheit des eigenen Modells bejubeln, vor allem wenn es noch in den Kinderschuhen steckt.
Die Fluggesellschaften indes müssen mit den Ausfällen leben, denn das Duopol von Boeing und Airbus lässt ihnen keine Alternative. Die Maschinen von vermeintlich neuen Herstellern aus Kanada, China und Brasilien lassen auf sich warten - wegen technischer Pannen und geringer Auftragserwartungen. Die Fluggesellschaften zögern auch deshalb mit dem Wechsel, weil Airbus und Boeing viele Wartungszentren bieten, die etwa bei den jetzigen Nachrüstungen zum Einsatz kommen.
So generiert mangelnde Leistung neue Nachfrage, die allerdings die Kosten der Hersteller erhöht. Doch angesichts der prallen Auftragsbücher von Airbus und Boeing wäre es keine Überraschung, wenn der Mehraufwand erst zu höheren Flugzeug- und dann zu höheren Ticketpreisen führt.