04.11.2004 · Die Steuereinnahmen des Bundes werden in diesem und dem kommenden Jahr voraussichtlich um insgesamt fünf Milliarden Euro niedriger ausfallen als bisher angenommen. Besser ergeht es den Kommunen.
Die Steuereinnahmen des Bundes werden in diesem und dem kommenden Jahr voraussichtlich um insgesamt fünf Milliarden Euro niedriger ausfallen als bisher geschätzt. Der Arbeitskreis Steuerschätzung korrigierte seine Prognosen vom Mai für 2004 nochmals um 2,3 Milliarden Euro auf 186,6 Milliarden Euro nach unten, wie das Bundesfinanzministerium am Donnerstag in Berlin mitteilte.
2005 wird der Bund der aktuellen Schätzung zufolge nur noch 190,7 Milliarden Euro Steuern einnehmen und damit 2,7 Milliarden Euro weniger als noch im Mai geschätzt. Der Arbeitskreis Steuerschätzung hatte von Dienstagnachmittag bis Donnerstagvormittag in Bremen getagt, um die Steuereinnahmen des Staates für 2004 und 2005 neu zu bewerten.
Die Kommunen werden drei Milliarden Euro mehr verbuchen
Insgesamt gut drei Milliarden Euro mehr als noch im Mai angenommen werden dagegen die deutschen Kommunen verbuchen können. Im laufenden Jahr fließen laut Steuerschätzung 55,5 Milliarden Euro in die Gemeindekassen, 1,5 Milliarden Euro mehr als im Mai vorausgesagt. 2005 sollen die Gemeindeeinnahmen mit 56,1 Milliarden Euro um 1,1 Milliarden Euro höher ausfallen als bislang angenommen.
Bei den Ländern gibt es nur ein leichtes Minus
Bei den Ländern korrigierten die Experten des Arbeitskreises ihre Erwartungen leicht nach unten: Sie werden in diesem Jahr 180 Milliarden Euro Steuern kassieren und damit 800 Millionen Euro weniger als im Mai vorausgesagt. Für 2005 verringerten die Steuerschätzer ihre bisherige Prognose für die Länder um 300 Millionen auf 180,1 Milliarden Euro. Unter dem Strich fallen die Steuereinnahmen für die öffentlichen Haushalte in den Jahren 2004 und 2005 zusammengenommen um gut drei Milliarden Euro geringer aus als bisher angenommen.
| Name | Kurs | Prozent |
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| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
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| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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