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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Finanznot Spanischer Hilfsantrag ist wohl nur eine Zeitfrage

 ·  In der Eurogruppe verstärkt sich der Druck auf die Regierung in Madrid, einen Antrag auf Hilfen des Euro-Krisenfonds zu stellen. Es gab sogar Gerüchte, der Antrag werde bereits an diesem Samstag eingereicht und erörtert.

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (32)

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Lee Brilleaux
Lee Brilleaux (Nomodo) - 09.06.2012 06:20 Uhr

Zeitspiel

Spanien versucht sich über die Zeit zu retten, bis der ESM von unseren Volksverrätern abgenickt ist. Danach hat es vollen Zugriff auf deutsches Volksvermögen, da braucht man nicht mehr zu sparen. Dann kann es zusammen mit seinen guten Freunden aus Italien und Frankreich unsere Kohle verjuxen. Ich finde es nur gut, das das so rasant schnell geht. Bei dem Tempo wird es keine 5 Jahre mehr dauern bis wir pleite sind. Dann sind wir endlich frei.

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Wolfgang Richter

Njet

Spanien hat sich über Jahrzehnte ein schönes Leben gegönnt, finanziert von EU-Hilfen, billigen Euro-Krediten und einer enormen Immobilienblase. Ohne realwirtschaftliche Basis.
Jetzt stürzt das Kartenhaus ein. Wer will zahlen?
Sorry, jeder ist sich selbst der nächste. Spanien wollte sich durch Pokern bessere Bedingungen erzwingen. Ein solches Verhalten darf nicht belohnt werden.
Ohne Sicherheiten und Gegenleistungen darf es von Deutschland keinen Cent geben.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.06.2012 08:55 Uhr
Closed via SSO

Widerspruch

Die Pauschalierung ist falsch. Der Fehler liegt im System der Wahlversprechen. Der Bauboom wurde aus "EU-Beihilfen" und Steuereinnahmen kofinanziert, wobei Letztere aus den anderen Branchen finanziert wurden, sieht man sich die VGR Spaniens über die letzten 10 Jahre an. Das Wegbrechen der Gewinne und Wettbewerbspositionen der spanischen Industrie hat dem Land das Genick gebrochen. Die Normalos konnten das nicht beeinflussen, aber deren Parteien, die Verbände und Gewerkschaften. Daher ist ein Fiskalpakt-Europa, insbes. Maastricht-Kriterien plus Abgabe der absoluten Souveränität in der Haushaltspolitik an die EU-Kommission völlig richtig, um die Fehlsteuerung durch die Konkurrenzdemokratie zu beenden. Dafür als Planwirtschaftler beschimpft zu werden, sagt alles. Und der Rückkehr in den Nationalismus ist ein Anachronismus. Entweder Europa wird sein, oder nichts mehr.

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Thomas Gehrenberg

Brot und Spiele

man beachte auch den klug (vorsätzlich) gewählten Termin der Bekanntgabe des spanischen Hilfsantrags. Morgen spielt Deutschland gegen Portugal, da sind alle abgelenkt. Ein Schelm usw.

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Holger Baade

Mai 2012: Target2-Saldo bei 698 Mrd. Euro

Im Mai ist der Target2-Saldo der Buba um rund 60 Mrd. angestiegen. Bei gleichem Tempo erreichen wir im Spätherbst die Billionenmarke. Diese Forderungen gegenüber fast ausnahmlos südeuropäischen Schuldnern werden, da braucht man kein Prophet zu sein, uneinbringlich werden. Bei der BuBa und bei den Reichstagsbesetzern herrscht Schweigen im Walde.

Es gibt Mittel und Wege, uns nicht mit der Situation abzufinden.

Deshalb sollte sofort mit der Aufstellung einer Pfändungsliste begonnen werden. Lohnende Objekte in den Schuldner-Staaten, von Immobilien über Landbesitz bis hin zu lukrativen Unternehmen - von denen es in diesen Ländern durchaus eine genügende Zahl gibt, ist das Gebot der Stunde.

Wir müssen uns nicht alles gefallen lassen.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.06.2012 08:57 Uhr
Closed via SSO

Wes Geistes Kind

sind die Regierungen und die wirtschaftlich-politisch-administrativen Eliten dieser EU-Mitglieder?
Was meinen Sie?

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Rainer Brombach

Nicht das Kind mit dem Bade ausschütten

Wir sind immer noch ein Rechtsstaat und sollten das auch bleiben. Da wir in Südeuropa nicht einfach einmarschieren und das dortige Staatsvermögen pfänden können (und hoffentlich auch gar nicht wollen), bliebe nur, sich am Privatvermögen südeuropäischer Bürger in Deutschland zu vergreifen. Dieses Vermögen wird von unserer Verfassung geschützt, und das ist richtig so.

Allenfalls bei einem Austritt der Südeuropäer oder wahlweise der Deutschen könnten wir die bei uns investierten Fremdvermögen zwangsweise in die jeweilige Landeswährung umtauschen. Vor allem wenn Deutschland austräte, gäbe es keinen Rechtsanspruch Hinz und Kunz die Guthaben in neue DM zu wechseln. Das könnte man auf in Deutschland steuerpflichtige Personen beschränken.

Für die Target-Salden würde ich einen deutschen Staatsfonds aufzubauen. Tauschen wir die 600 Mrd. in südeuropäische Aktien, Land und Immobilienbesitz. Da gibt's mehr Zinsen, und ein Totalverlust ist unwahrscheinlich.

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Ulla Nachtmann

Richtig, Herr Baade

und auf dem zh chart sieht man wie am rechten Rand die Stangen immer höher werden!
Ich habe eben mal über die Telegraph-Debt crisis-live geschaut und dort nicht nur gelesen, dass die Chinesen keine europ bonds mehr kaufen, sonderndass sich manche mit Recht auch fragen, was der ESFS eigentlich sein soll!? Es wollen wenige partizipieren trotz Prämie über bund.
Der ESM - gar nicht in Kraft und hoffentlich wird es auch NIE dazu kommen - wird etwas anders gesehen weil gleich gefüllt mit €32 Milliarden und LEVERAGE!
Das fand ich äußerst INTERESSANT:
.
,"If they want anybody to the buy the rescue bonds, they should make them redeemable in the German currency on the day of the redemption: let us call them D-Mark bonds," said Charles Dumas, head of Lombard Street Research'
.
UNGLAUBLICH! WIR SOLLEN ALSO LETZTENDLICH FÜR ALLES UND JEDEN HAFTEN - in DM!

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Holger Baade

Glühendes Europa - Brief an 17 Millionen Deutsche.

Liebe Landsleute in Thüringen, Sachsen, Brandenburg u.u.,

nun werdet ihr in nur einem Vierteljahrhundert ein zweites Mal abgewickelt. Und das unter der Führung eines ostdeutschen Traumtänzerpaares, das Euch aufmuntert, "mehr Europa (zu)wagen".
Doch seid gewiss: Dieses Mal wartet kein Begrüßungsgeld auf Euch; keine jubelnden Bürger aus dem Westen, die Euch in den ersten Monaten des Interimsstatus freudig empfangen und Euch oftmals selbstlos geholfen haben. Nicht alles lief rund, jedoch hat die Solidargemeinschaft insgesamt funktioniert - weil ein Volk.

Doch jetzt warten Europäer auf Euch (kein einig Volk von Brüdern), die Euch nur wohlgesonnen sind, wenn Ihr die Spendierhosen anhabt, um für die Sünden des vergangenen Jahrzehnts, in der gelebt wurde, als gäbe es kein Morgen mehr, geradezustehen. Wenn, und solange Ihr zahlt, obwohl Eure eigenen Taschen ebenfalls leer sind, seid Ihr als pucklige Verwandtschaft gerade so gelitten. Wehe aber, wenn nicht!!!

In Gedenken an gute Zeite

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.06.2012 10:24 Uhr
Albert Sommer

Hammer & Sichel wurden nie beiseite gelegt

"Nun werdet ihr in nur einem Vierteljahrhundert ein zweites Mal abgewickelt. Und das unter der Führung eines ostdeutschen Traumtänzerpaares, das Euch aufmuntert, "mehr Europa (zu)wagen".
Besser konnte man es nicht formulieren, lediglich ergänzen ließen sich Ihre Aussichten noch:
Mehr Europa wagen meint hier "mehr ohnmächtigen Bankensozialismus wagen".
Der Hilfeschrei "Wir sind das Volk" würde auch nicht mehr greifen, da im avisierten "mehr Europa" Deutschland zu einer europäischen Provinz unter Leitung des " Brüsseler Stadthalters" Schäuble verkommt.
An der Mauer dieses Paradieses wird gerade schon emsig gearbeitet, die "Brandmauer" ESM. Angepasst an die Moderne, benötigt diese weder Mörtel noch Steine sondern lediglich Billionen virtuell gedruckten Spielgeldes.

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Ralf Dick
Ralf Dick (RalfDick) - 08.06.2012 17:25 Uhr

Kredit gegen Sicherheiten

Kredit gegen Sicherheiten wäre doch mal ein ganz "neues, revolutionäres" Konzept.
Welche Insel(n) nehmen wir denn als Sicherheit von Spanien oder welches spanische Staatsunternehmen wäre eine gute Sicherheit.
Wäre auch auf Griechenland anwendbar.

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Ulla Nachtmann

FYI

Die Target Salden bei der BuBa sind bei € 700 Milliarden angelangt. (zh)
Das Thema wurde schon X Mal hier durchgekaut.
Das ist die Plünderung Dtlds mit SYSTEM, durch uneinbringliche Forderungen gegen die EZB - bevor der betrügerische EU Laden zusammenbricht.
In einem informativen spanischen blog eines Journalisten - uhupardo - kann man lesen wie das spanische ,Steuersystem', vom Staat sanktionierte Geldwäsche, funktioniert.
Es wäre ein weiteres Verbrechen, gezwungen zu werden, jetzt für solche Leute zahlen zu müssen.

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Andreas Müller

Rekapitalisierung

Rekapitalisierung bedeutet, die EZB gibt den Spaniern frisches Geld. Dieses Geld wird natürlich von der EZB erschaffen, d.h. gedruckt. Die Geldmenge wird mehr, die gegenüberstehenden Realwerte aber nicht. Um den Geldbetrag, den Spanien erhält, wird die schon bestehende Geldmenge weniger wert. Deutsche Sparguthaben und Lebensversicherungen inflationieren. Spanien hatte zu Zeiten seiner Immobilienblase gut gelebt, leider auf Pump. Die Schulden werden jetzt durch die deutschen Sparer übernommen. Das nennt man europäische Solidarität. Hat Deutschland eigentlich einen einzigen Pfennig von Spanien erhalten, als es unter der Last der Wiedervereinigung fast erdrückt wurde?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.06.2012 09:07 Uhr
Closed via SSO

Ja - Aufbau Ost und ewig rollt der Soli

Ja, über die Strukturbeihilfen für die NeuBuLä. Dazu muss man die Umsätze sehen, die deutsche Unternehmen durch das Spanien-Engagement generiert haben sowie die staatlichen Einnahmeeffekte. Was besonders ärgerlich ist, dass Schröder / Eichel die Maastricht-Kriterien als erste mit Füßen getreten haben. Diese Regierung war eine einzige marktliberale Katastrophe, hat sie die Börsenumsatzsteuer abgeschafft, die 2/3-Gesellschaft und die kommende Altersarmut in Deutschland zementiert. Schauen Sie sich diese Ober-Lobbyisten der Riesters und Clements doch an. Und da regen wir uns über Spanien auf. Würde unsere Exportindustrie durch den Euro nicht die Vorteile haben, wären wir auch schon am Ende.

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Konstantin Schneider

Die Generation BWL hat komplett versagt

Wir wissen doch wer für den ganzen Spuk verantwortlich ist. Es ist die Generation BWL. Sie hat auf Gedeih und Verderb für Beschäftigung gesorgt, egal ob dies einen Sinn machte oder nicht. Ausgebildet wurde sie angeblich, um Oma's Sparstrumpf und klein Häuschen zu versilbern. Dabei hatte die noch der guten Regel vertraut. "Schuster bleib bei Deinen Leisten!"

Was darf sich der Normalbürger jetzt dabei denken? Dass, wer ehrlich, korrekt und nach seinen Möglichkeiten lebt, nichts leistet! Aus dieser empörenden Schlussfolgerung aber wird nicht etwa die Erkenntnis gezogen, dass weniger eben mehr ist, sondern es wird weiter ohne Ende Schaum geschlagen. Die Generation BWL hat den Auftrag, für grösstmögliche Verwirrung zu sorgen. Hauptsache die Zahlen stimmen.

Nun sitzen wir alle zusammen in der BWL-Falle, denn die Betriebe produzieren und produzieren immer noch am wahren Bedarf vorbei. Je mehr Betriebe es gibt, desto weniger Gewinn, aber Konkurrenz belebt ja das Geschäft. Wessen Geschäft?

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Wolfgang Wurtz
Wolfgang Wurtz (wolwul) - 08.06.2012 15:56 Uhr

Es gibt nur noch wenige Möglichkeiten, uns Deutsche vor dem Bankrott zu retten.

Der Bundestag darf dem ESM nicht zustimmen, der uns bis zu einer weiteren Billion Schulden aufbürdet. Wenn der Bundestag doch zustimmt muss Gauck seine Unterschrift "zum Wohl der Bundesrepublik Deutschland" wie er es geschworen hat. Wenn er es doch tut, muss das Bundesverfassungsgericht das Gesetz kassieren. Die EU darf aus dem ESFS an Spanien keinen € bezahlen, denn das wäre eine Investition in ein Fass ohne Boden. Und wenn sich Spanien dann dem Merkelschen Spardiktat unterwerfen würde, würde es sich wie Griechenland völlig ruinieren. Und wenn wir dies alles nicht mehr verhindern können, dann muss Deutschland aus der EU austreten und zwar schleunigst.

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Albert Sommer

Schäubles Aussagen beachten

Wir erinnern uns:
Im Vergleich mit Griechenland hat Spanien ja laut Merkel und Schäuble in den letzten zwei jahren "alles richtig" gemacht.
Demnach können wir jetzt den Satz der Vollständigkeit halber ergänzen:
"Spanien hat in den letzten zwei Jahren alles richtig gemacht um nun endlich in den Genuss dt. Steuergelder in Mrd. Höhe zu gelangen"
Und da nach Schäuble Portugal ja sogar "alles noch richtiger" gemacht hat als Spanien weis man, was in Kürze noch für Freuden auf die dt. Steuerzahler zukommen werden.
Angesichts der inkompetenten Aussagen Schäubles muss man unzweifelhaft davon ausgehen, dass jede leistungsbewusste Persönlichkeit -und sei es auch nur die Toilettenmanagerin einer Schlecker-Filiale- im kleinen Finger mehr von Finanzen verstehen muss, als der dt. Finanzminister in seiner ganzen überheblichen Arroganz.
Ich gratuliere ihm daher nachträglich nochmals zum Karlspreis, der offensichtlich zwischenzeitlich den Orden "wider den tierischen Ernst" abgelöst haben muss!

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Holger Baade

Die Bilanzsumme des spanischen Bankensystems beläuft sich auf rund 4,1 Bio Euro.

Innerhalb von nur zehn Jahren wurde diese von knapp 400 Mrd. € auf den aktuellen Stand aufgeblasen. Wo waren die Kontrolleure und Aufsichtsbehörden, die den Bankern den unabdingbaren Riegel für das selbstzerstörerische Treiben vorgeschoben haben?

Aber während Staatsanwälte bei Bankia und anderen Finanzinstituten wegen Unregelmäßigkeiten & Korruption ermitteln, geht die EU mit anscheinend stillschweigender Billigung Deutschlands nun eine Rettung an, die wiederum völlig an Vereinbarungen und Verträgen vorbeiläuft.

Dabei sollte man der deutschen Mutter Theresa aller Euro-Bittsteller mal klar machen, dass bei der oben genannten Bilanzsumme kein zittern und kein zagen mehr hilft - außer dem geordneten Rückzug.

Der deutsche Michel weiß inzwischen längst zu welcher suspekten Party er geladen werden soll, denn wo die Wunderwaffe "Merkel" einschlägt bleibt nur noch Zerstörung und verbrannte Erde zurück. Herr lass wenigsten einmal bei dieser Person Hirn regnen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.06.2012 09:13 Uhr
Closed via SSO

Da hing kein Schild an der Tür und die Kreditkarten lagen da so rum.......

Es waren keine Kontrollen in den EU-Verträgen vorgesehen. Die Regierung Schröder hätte diese sofort nachverhandeln müssen, aber der Glaube an die Globalisierung hat jede Ahnung über volkswirtschaftliche Zusammenhänge überflüssig gemacht. Da jeder zum Nutzen der Allgemeinheit seinen Vorteil sucht, ist der Wettbewerb der Planwirtschaft überlegen. Diese unsichtbare Hand des Markt-Gottes war wohl eher ein Götzendienst.

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Lars Münzing

Oh, schon wieder Salamitaktik

Für welches offenbar unter Amnesie leidende Publikum wird dieses traurige Spiel nur aufgeführt?
-- Spanien wird seine Probleme ohne EU-Hilfe lösen können … Gerüchte über spanischen Antrag auf Finanzhilfen … es handelt sich lediglich um Bürgschaften … werden auf 40 Mrd. Euro begrenzt … Spanien macht Zusagen ... Märkte zeigen sich unbeeindruckt … Schäuble: bei 80Mrd. ist Schluss … muss notfalls über eine Ausweitung nachgedacht werden … EU mahnt Reformen an … 120 Mrd. sollen die Märkte nachhaltig beruhigen … können wegen der Ansteckungsgefahr keine Staatsinsolvenz Spaniens zulassen … die Brandmauer muss höher werden!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.06.2012 15:15 Uhr
Barus Mertes
Barus Mertes (MsRai) - 08.06.2012 15:15 Uhr

Ihr Kommentar bringt es hundertprozentig auf den Punkt

Gäbe es ein Studium für politisches Taktieren, dann könnte man die Politik rund um die Eurorettung als exemplarisches Beispiel anführen wie man seine waren Ziele hinter einem Schirm von öffentlichen Statements und gezielt lancieren Pressemeldungen verbirgt. Wie sagte Napoleon Bonaparte einst so treffend: "Aus dem was die Politik sagt wird man nie erfahren was ihre wahren Ziele sind."

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Tim Sonder
Tim Sonder (timbo_em) - 08.06.2012 13:29 Uhr

Zehn Jahre Party feiern und die Rechnung weiterreichen. Das gibt's nur in der EU.

Vorne weg: Dass Spanien alleine ein Bankenproblem hat, ist ein Märchen. Spanien hatte 2011 ein Defizit von fast neun Prozent von dem genau null Euro auf die Bankenrettung entfielen. Diese wurde bisher ausschließlich mit Garantien "bewältigt" und Garantien zählen bei Eurostat nicht zum Defizit.

Das Land hat völlig über seine Verhältnisse gelebt. Spanien verfügt über eine Verkehrsinfrastruktur, wo jeder Deutsche neidisch werden muss: Das Land hat mehr Autobahnkilometer (14.700 vs 12.800), mehr Schnellbahntrassen (3.700 km vs 1.400 km), mehr Flughäfen (52 vs 39), etc. Aber die Rechnung dafür reicht man jetzt gerne weiter.

Und für die deutsche Politik fällt es wohl unter die alternativlose Solidarität, dass der deutsche Michel nun die Kosten dafür trägt. Aber damit nicht genug. Als Belohnung schustert die Volkskammer jetzt auch noch ein Wachstumsprogramm zusammen und bezahlen wird das alles der Bürger, der privat fürs Alter vorsorgt oder vorsorgen muss.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.06.2012 15:44 Uhr
Tim Sonder
Tim Sonder (timbo_em) - 08.06.2012 15:44 Uhr

Sehr geehrter Herr Schmitt,

bei den Flughäfen haben wir offenbar unterschiedliche Zahlen. Meine Zahlen stammen aus der spanischen Presse.

Meine Kernthese, dass Spanien (Königreich, Regionen, Provinzen, Städte und Private) durch EU-Mittel und zu billige Euro-Kredite völlig über seine Verhältnisse gelebt hat (Ausprägungen: Immobilienboom/-blase, Infrastruktur, etc.) und nun die Rechnung unverschämterweise an Deutschland weiterreicht, sehe ich unangetastet.

ps: Haben Sie auch eine Erklärung, warum es in Spanien 26 öffentliche TV-Stationen gibt oder warum Spanien für seine 47 Mio. Einwohner absolut dreimal mehr Politiker benötigt als Deutschland?

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Frederic Schmit

Situation in Spanien

Sehr geehrter Herr Sonder,
Die größere Verkehrsinfrastruktur lässt sich sicherlich auch mit der Größe Spaniens erklären ( ungefähr 150.000 km2 größer als Deutschland) Bezüglich der Verkehrsflughäfen ergibt sich ein Verhältnis von 40 zu 39 zu Gunsten von Spanien. ( nach schneller wikipedia Suche)
Die Reallöhne in Spanien sind übrigens im EU Vergleich am 4 wenigstens gestiegen. ( Deutschland ist allerdings auch letzter mit Reallohnrückgang!) http://www.eu-info.de/arbeiten-europa/jobsuche-arbeiten-europa/realloehne/
Es stimmt natürlich, dass teilweise Banhhöfe im Nichts gebaut wurden, um den Funktionären der jeweils regierenden Regionalpartei eine angenehme Reisemöglichkeit zu ermöglichen.
Das große Defizit kann man möglicherweise mit den Transferzahlungen innerhalb Spaniens vor allem an Andalusien und Extremadura erklären. Das ist ein Loch ohne Boden, da gibt es in der Tat Autobahnen im Nichts. Aber die gibt es in Deutschland auch.

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Michael Arndt

Wer will noch mal,

wer hat noch nicht?
Wie schon häufiger bemerkt:
Das, was wir zu Zeit sehen, ist nur die Spitze des berühmten Eisbergs. Wenn ein Strich unter die spanische Rechnung kommt, ist ein 3stelliger Milliardenbetrag zum Teufel.

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Karl Meyer

Werden Sie aktiv!

Mir ist als wiederhole sich gerade ein Ereignis aus der Vergangenheit. Ich möchte daher, wie bereits in einem anderen Kommentar geschehen, abermals an Sie appellieren:

Werden Sie aktiv! Wenn auch ich die Qualität der hier zu findenden kritischen Leserkommentare sehr schätze, allein durch Ihre Kommentare werden Sie nichts ändern können. Setzen Sie ein Zeichen, zeigen Sie dass Sie dass Sie mit dem propagierten Argument der bedingungslosen Alternativlosigkeit der aktuellen Politik nicht einverstanden sind! Das geht ganz einfach:

Unterzeichnen Sie folgende e-Petition um die Transformation der europäischen Währungsuniun hin zu einer europäischen Haftungsuniun zu verhindern:

"Finanzpolitik - Keine Ratifizierung des ESM-Vertrages und des Fiskalpaktes"

1. Gehen Sie auf die epetition-Seite des Bundestages (google hilft)
2. Anmelden bzw. registrieren
3. Obige Petition suchen und "Petition mitzeichnen" anklicken

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.06.2012 16:09 Uhr
Thomas Weber

Ich habe nun auch die Petition mitgezeichnet.

In der CDU und dessen Organisationen von Frankfurt werde ich auch gegen diese Ratifizierungen Stimmung machen und vor allem gegen diese geplante Finanztransaktionssteuer, was nur eine neue Steuer gegen Bürger und nicht gegen Schattenbanken bzw. Hedgefonds ist.

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Renate Simon
Renate Simon (-simon-) - 08.06.2012 13:15 Uhr

Herr Meyer, man kann noch mehr tun,

und zwar beim Bündnis-Bürgerwille, stopesmorg und bei der Zivilen Koalition mitmachen, beim Verein Mehr Demokratie die Bürgerklage mitzeichnen, die von den Prof. Däubler-Gmelin und Degenhardt eingereicht werden wird. Zur Erlangung eines Referendums zu Fiskalpakt und ESM.

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nikolaus hesse

Die Deutschen sorgen sich um die Halbwertzeit von Strontium,(45Mia Jahre), bei den Chinesen

"muss das Essen auf den Tisch", stellvetr. chin. Aussen Min. FuYing zur im Gespraech mit "Der Spiegel".-- was soll man noch mehr sagen.
Spanische Banken sollen gerettet werden, bei der Hoch-Tief Rettung fuehlte sich Wirtschaftsminister Bruederle nicht zustaendig, konnte er nicht mit seinem "liberalen Gewissen"
vereinbaren.
Die Chinesen kaufen Putzmeister, die Griechen deutsche Immobilien, die Deutschen drehen sich
selbst den Strom ab.
Warum kaufen die Deutschen nicht Putzmeister? Warum schmeissen die Deutschen nicht die Druckerpresse an+kaufen alles, was nicht niet- u. nagelfest ist? Vor dem Hintergrund des angekuendigten Scheitern des Euro?
C. Roth haengt in Lybien rum, was sie da wohl macht? Hat sie einen neuen "Fluechtlings"-high-way nach D eingeweiht? Hat sie den arabellierenden "Aktivisten"
deutsche "Aufbauhilfen" versprochen?
In D ist ein intellektuelles Lumpenproletariat an die Macht gelangt das Deutschland den Garaus
machen will. Wer da nicht mitspielt, ist rechtsradik

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.06.2012 22:02 Uhr
Ulla Nachtmann

Dann bin ich eben ,rechtsradikal'!

I couldn't care less!
Sie haben völlig recht, Herr Hesse.
Würden wir die Eigene Presse anwerfen anstatt nicht vorhandenes Geld in tiefe schwarze Löcher schmeißen, könnten wir zB tun was Clevere machen. Zu lesen bei Kingworld News:
.
,London Trader - Staggering 515 Tons of Gold Sold in 4 Hours'
.
Wir könnten mit den gelben Tonnen in Zukunft unsere Währung, zumindest teilweise, seriös absichern - zusätzlich zu den Barren die die BuBa als unser Verwahrer angeblich voll im Blick hat!?
Hat irgend jemand gesagt, das Zeug sei nichts wert? Es hat der Menschheit immerhin 5000 Jahre zuverlässig gedient.

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Franz Munte

Einer der besten Kommentare seit langem!!!

Danke

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stefan maier
stefan maier (sxyxs) - 08.06.2012 11:46 Uhr

Die Antwort liefert ihnen

Schäuble auf dem European Banking Congress november 2011.
bei Youtube "Schäuble Deutschland" eingeben .2 minuten zuhören.

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