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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Finanzmärkte Dax und Nasdaq enden im Plus

 ·  Die Militärangriffe gegen Afghanistan entfachten einen wechselhaften Handelstag an den Börsen.

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Nur von kurzer Dauer waren die großen Kursverluste an den europäischen Märkten nach dem ersten Gegenanschlag auf Afghanistan am Montag. Haben in Asien die Finanzmärkte noch mit Kursverlusten auf den Gegenangriff der Amerikaner und Briten reagiert, erholten sich die europäische Märkte im Handelsverlauf.

Für Beruhigung sorgte vor allem die Wall Street, nachdem dort die Kursverluste nicht so heftig ausfielen wie zunächst in Europa befürchtet. Selbst die Bestätigung einer zweiten Offensive gegen Afghanistan sorgt an den Finanzmärkten nicht mehr für große Turbulenzen. Die Nasdaq beendete den Handel unverändert mit 1.605 Punkten, während der Dow Jones 0,6 Prozent auf 9.067 Punkte nachgab. Der Dax gewann 0,2 Prozent auf 4.495 Punkte, nachdem er am Morgen zunächst auf 4.336 Stellen abgesackt war.

Unsicherheit dominiert das Geschäft

Dennoch dürfte die Unsicherheit der Märkte anhalten und für einen anhaltend volatilen Handel sorgen. Im Moment gibt es sicherlich keinerlei Zweifel an der Stärke der internationalen Allianz unter der Führung der USA. Auf der anderen Seite ist absolut nicht klar, wie bei dieser diffusen „Feindeslage“ ein „schneller Sieg“ erzielt werden könnte.

Denn wie sollte der gegen den relativ unpräzise definierten Feind „Terrorismus“ bestimmt werden und wann wäre er erreicht? Dazu kommt, dass immer auch mit weiteren Attentaten gerechnet werden muss, sind doch die Anhänger der Extremisten offensichtlich über die ganze Welt verstreut. Es ist absolut nicht ausgeschlossen, dass sich der Krieg neben Afghanistan auch auf andere Staaten, etwa Pakistan oder den Irak, ausdehnen wird.

Märkte meiden das Risiko

In der Regel versuchen die Märkte in Situationen der Unsicherheit, dem Risiko aus dem Wege zu gehen. Das bedeutet, Händler und Anleger versuchen ihre Positionen abzubauen oder fahren zumindest keine größeren Risiken. Diese Haltung ist an den Märkten deutlich zu sehen. Der Hang Seng in Hongkong ging mit einem Verlust von drei Prozent bei 9.968 Zählern aus dem Handel, in Taiwan verlor der TWSE 1,82 Prozent auf 3.520 Punkte.

Am Devisenmarkt fällt die Reaktion angesichts der zugespitzen Lage ebenfalls relativ verhalten aus. Allerdings legt vor allem der Schweizer Franken wieder zu und zwar sowohl gegen den Dollar als auch gegen den Euro. Die Analysten von UBS Warburg rechnen mit einer tendenziellen Schwäche des Dollar gegen den Yen, aber auch des Euro, wenn der Ölpreis stark steigen sollte. Sie gehen davon aus, dass der Handel in den kommenden Tagen extrem kurzfristig orientiert sein wird. Risikovermeidung und technische Marken würden danach den Markt bestimmen, heißt es.

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