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Finanzkrise West-LB-“Bad Bank“ verklagt Wells Fargo auf 160 Millionen Dollar

Die staatliche „Bad Bank“ der ehemaligen West LB will von der amerikanischen Großbank Wells Fargo 160 Millionen Dollar. Die Amerikaner hätten beim Verkauf von verbrieften Wertpapieren gegen vertragliche Pflichten verstoßen.

© ddp Der Briefkasten der „Bad Bank“ in Düsseldorf.

Die staatliche „Bad Bank“ der ehemaligen West LB klagt von der amerikanischen Großbank Wells Fargo mindestens 160 Millionen Dollar Verluste aus der Finanzkrise ein. Die Erste Abwicklungsanstalt (EAA) wirft Wells Fargo eine schwerwiegende Verletzung ihrer vertraglichen Pflichten bei verbrieften Kreditpapieren (CDO) vor, die die amerikanische Bank zusammen mit der Dortmunder Collineo Asset Management verwaltet hatte. Das geht aus der beim Bundesgericht in Manhattan eingereichten Klage hervor. Sie richtet sich auch gegen Collineo. Die Firma und Wells Fargo hätten für einen CDO vertragswidrig zu riskante Papiere gekauft.

So investierte der auf den Cayman-Inseln aufgelegte CDO mit dem Namen „House of Europe Funding I Ltd“ der Klage zufolge gut 171 Millionen Dollar in andere CDOs, obwohl er maximal 15 Prozent seines Volumens in solche verpackten Kredite hätte stecken dürfen.

CDOs hatten zur Finanzkrise beigetragen, weil sie es ermöglichten, Kredite in andere Papiere zu verpacken, so dass die Bonität der einzelnen Darlehen verschleiert wurde. Im konkreten Fall stellten sich mehr als 80 Prozent der gekauften CDOs als fast wertlos heraus. Mit solchen Konstruktionen hatten viele deutsche Landesbanken Schiffbruch erlitten. Wells Fargo wollte sich zu der Klage nicht äußern.

Quelle: RTR

 
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