Home
http://www.faz.net/-gqe-760ho
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 24.01.2013, 13:04 Uhr

Finanzkrise West-LB-“Bad Bank“ verklagt Wells Fargo auf 160 Millionen Dollar

Die staatliche „Bad Bank“ der ehemaligen West LB will von der amerikanischen Großbank Wells Fargo 160 Millionen Dollar. Die Amerikaner hätten beim Verkauf von verbrieften Wertpapieren gegen vertragliche Pflichten verstoßen.

© ddp Der Briefkasten der „Bad Bank“ in Düsseldorf.

Die staatliche „Bad Bank“ der ehemaligen West LB klagt von der amerikanischen Großbank Wells Fargo mindestens 160 Millionen Dollar Verluste aus der Finanzkrise ein. Die Erste Abwicklungsanstalt (EAA) wirft Wells Fargo eine schwerwiegende Verletzung ihrer vertraglichen Pflichten bei verbrieften Kreditpapieren (CDO) vor, die die amerikanische Bank zusammen mit der Dortmunder Collineo Asset Management verwaltet hatte. Das geht aus der beim Bundesgericht in Manhattan eingereichten Klage hervor. Sie richtet sich auch gegen Collineo. Die Firma und Wells Fargo hätten für einen CDO vertragswidrig zu riskante Papiere gekauft.

So investierte der auf den Cayman-Inseln aufgelegte CDO mit dem Namen „House of Europe Funding I Ltd“ der Klage zufolge gut 171 Millionen Dollar in andere CDOs, obwohl er maximal 15 Prozent seines Volumens in solche verpackten Kredite hätte stecken dürfen.

CDOs hatten zur Finanzkrise beigetragen, weil sie es ermöglichten, Kredite in andere Papiere zu verpacken, so dass die Bonität der einzelnen Darlehen verschleiert wurde. Im konkreten Fall stellten sich mehr als 80 Prozent der gekauften CDOs als fast wertlos heraus. Mit solchen Konstruktionen hatten viele deutsche Landesbanken Schiffbruch erlitten. Wells Fargo wollte sich zu der Klage nicht äußern.

Quelle: RTR

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Investment-Banking Die fetten Boni-Jahre sind vorbei

In London bangen die Investmentbanker um ihre Arbeitsplätze. In New York sinken die Gehälter. In Frankfurt muss die Deutsche Bank kräftig streichen. Wer bekommt noch etwas ab vom Boni-Kuchen? Mehr Von Markus Frühauf, Tim Kanning und Marcus Theurer, London

26.01.2016, 08:27 Uhr | Finanzen
Miami Beach Pablo Escobars Villa in Florida abgerissen

1980 soll Escobar das Anwesen in Miami Beach, Florida für knapp 750.000 Dollar gekauft haben. 1987 wurde es von amerikanischen Behörden beschlagnahmt. Jetzt soll ein neues Gebäude auf dem Gelände gebaut werden. Mehr

20.01.2016, 08:35 Uhr | Gesellschaft
Post Viel Ärger über die Brief- und Paketzustellung

Immer mehr Verbraucher beklagen sich über schlechten Service: Die Beschwerden bei der Netzagentur über die Post erreichen einen neuen Höchststand. Mehr Von Helmut Bünder, Düsseldorf

05.02.2016, 17:22 Uhr | Wirtschaft
15 Jahre Wikipedia Wie steht es um die Online-Enzyklopädie?

Wikipedia wurde vor 15 Jahren gegründet. Heute umfasst die Online-Enzyklopädie rund fünf Millionen englische und fast 1,9 Millionen deutschsprachige Artikel und gehört zu den meist besuchten Seiten im Netz. Das Nachschlagewerk hat sich weltweit etabliert, insgesamt gibt es fast 35 Millionen Artikel in rund 280 Sprachen. Mehr

12.01.2016, 11:15 Uhr | Feuilleton
Sorgen an den Finanzmärkten Drei ernste Warnsignale

Auf den Finanzmärkten herrscht Unruhe - und Amerika steht dabei im Fokus. Anleger suchen in Staatsanleihen sichere Häfen. Der Dax fällt auf ein Jahrestief. Beunruhigende Trends sind erkennbar. Mehr Von Gerald Braunberger

05.02.2016, 12:46 Uhr | Finanzen

Wachstum ohne Schulden

Von Gerald Braunberger

Die Finanzkrise hat die Staaten dazu bewogen, durch höhere Schulden die Weltwirtschaft zu stabilisieren. Dass Wachstum auch ohne Schulden möglich ist, zeigt ein Blick ins Silicon Valley. Mehr 48 12


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden