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Finanzkrise : Griechenland lehnt weitere Lohn- und Rentenkürzungen ab

  • Aktualisiert am

Griechenlands Ministerpräsident Samaras Bild: AFP

Griechenland geht mit der EU auf Konfrontationskurs: Die Regierungskoalition hat sich gegen weitere Kürzungen bei Löhnen und Renten ausgesprochen.

          Das krisengeschüttelte Euromitgliedsland Griechenland hat sich gegen weitere Kürzungen bei Löhnen und Renten ausgesprochen. Das geht aus einem neuen Koalitionsvertrag hervor, den der konservative Ministerpräsident Antonis Samaras mit dem Pasok-Vorsitzenden Evangelos Venizelos am Mittwoch vereinbarte. Eine Senkung von Gehältern und Pensionen würde nach Ansicht der Regierung der Konjunktur schaden.

          Mit dem Schritt geht Athen auf Konfrontationskurs zu den internationalen Geldgebern, die Einsparungen fordern. Deren Inspektoren kehren am 4. November nach Griechenland zurück, um die Reformfortschritte des hoch verschuldeten Staats zu prüfen.

          Zwischen Griechenland und seinen Euro-Rettungspartnern gibt es laut der Regierung in Athen einen Streit über die Höhe der für 2014 zu erwartenden Lücke im Etat. Die EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) erwarten demnach für das kommende Jahr ein Defizit von etwa zwei Milliarden Euro, Griechenland hingegen nur 500 Millionen. Das rezessionsgeplagte Land wird seit 2010 von seinen Euro-Partnern und dem IWF mit Krediten in Höhe von 240 Milliarden Euro vor einem Staatsbankrott bewahrt. Durch die schwere Wirtschaftskrise und die harten Sparmaßnahmen sind die Griechen heute fast 40 Prozent ärmer als vor fünf Jahren.

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