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Donnerstag, 20. Juni 2013
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Finanzkrise Dubai World kündigt Restrukturierung an

 ·  Der hoch verschuldete Konzern Dubai World hat die Restrukturierung seiner Schulden angekündigt. Gespräche mit Banken hätten begonnen. Ihre Verbindlichkeiten beziffert Dubai World mit 26 Milliarden Dollar. Dieser Betrag liegt erheblich unter den in den letzten Tagen meist genannten 59 Milliarden Dollar.

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Der hoch verschuldete Konzern Dubai World hat die Restrukturierung seiner Schuldenlast angekündigt. Erste Gespräche mit Banken hätten begonnen. Dubai World bezeichnete sie in einer Presseerklärung als konstruktiv. Die Restrukturierung betreffe nur die Holding sowie deren Tochtergesellschaften Nakheel und Limitless, die im Immobiliengeschäft tätig sind. Ihre Verbindlichkeiten beziffert Dubai World mit 26 Milliarden Dollar. Ausgeschlossen von der Restrukturierung seien dagegen der Investmentarm Istitharm, der Hafenbetreiber DP World, die Freihandelszone Jebel Ali und die Infinity World Holding. Ihre finanzielle Basis sei stabil.

Die Entscheidung sei gefallen, nachdem die Liquidität und die Kapitalstruktur der Unternehmensgruppe geprüft wurden, heißt es weiter. Nun werde nach Wegen gesucht, die Schuldenlast zu mindern. Geprüft werde auch der Verkauf von Aktiva, um die Fremdfinanzierung zu reduzieren. Untersucht würden die Notwendigkeit frischer Mittel sowie die Möglichkeiten, Gewinne und Cash zu erzeugen. In dem Restrukturierungsprozess wird Dubai World von der Investmentbank Moelis Company beraten, Finanzberater ist die Bank Rothschild. Dubai World hatte in der vergangenen Woche die angekündigte Restrukturierung mit einem Zahlungsaufschub um mindestens sechs Monate verknüpft. Dadurch war der Eindruck entstanden, Dubai sei zahlungsunfähig, was Schockwellen in den internationalen und regionalen Märkten auslöste.

Nach einer „ungünstigen Kommunikationspolitik“ der letzten Tage trage die Ankündigung von Dubai World dazu bei, dass sich die Märkte beruhigten, kommentierte Udo Schäberle, Leiter der Repräsentanz der BHF-Bank in Abu Dhabi. Nachdem sich die internationalen Märkte schon beruhigt hätten, erwartet er dies in der kommenden Woche auch für die Märkte der Region.

Zu den 26 Milliarden Dollar gehört eine islamische Anleihe, die am 14. Dezember fällig wird. In dem Prospekt der Anleihe hatte es ausdrücklich geheißen, dass das Emirat Dubai keine Staatsgarantie ausgebe. Die tatsächliche Verschuldung von 26 Milliarden Dollar liegt erheblich unter den in den letzten Tagen meist genannten 59 Milliarden Dollar. Diese Summe umfasst offenbar auch die Außenstände der Holding und die noch nicht bezahlten Grundstücke, die Dubai World vom Staat Dubai für Immobilienprojekte erhalten hat. Die Tatsache, dass die Schuldenlast bei nur 26 Milliarden Dollar liege, reduziere einen Teil der Panik, die sich in den letzten Tagen aufgebaut habe, sagt Nick Chamie von RBC Capital Markets.

Die Restrukturierung werde sich darauf konzentrieren, was Dubai World behalten und von was es sich trennen werde, erwartet Steffen Schubert, Finanzberater und früherer Chef der internationalen Börse DIFX in Dubai. Der Konzern werde sein Kerngeschäft neu definieren. Die Restrukturierung werde eine Lösung für Projekte wie die unvollendeten Palmeninseln in dem Emirat finden müssen, die erst in Zukunft einen Wert haben werden und vorerst abgeschrieben werden müssen.

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Jahrgang 1956, Redakteur in der Politik.

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