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Finanzkrise Citigroup übernimmt Bankgeschäfte von Wachovia

29.09.2008 ·  Der Finanzkonzern Citigroup kauft weite Teile der durch die Kreditkrise angeschlagenen Bank Wachovia, der viertgrößten Amerikas. Die Übernahme erfolgte unter Vermittlung der Bankenaufsicht und der Regierung.

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Die amerikanische Bank Citigroup wird nach Angaben der staatlichen Einlagensicherung FDIC das Bankgeschäft des angeschlagenen Instituts Wachovia kaufen. Citigroup werde bei diesem Deal vom Staat unterstützt.

Die Citigroup übernehme den Großteil von Wachovias Vermögenswerten und Verpflichtungen sowie Verluste von bis zu 42 Milliarden Dollar aus dem Gesamtbestand von 312 Milliarden Dollar an Krediten übernehmen, teilte der amerikanische Einlagensicherungsfonds (FDIC) am Montag mit. Wachovia-Verluste, die nicht von der Citigroup gedeckt seien, übernehmen der Fonds selbst. Dafür erhalte die FDIC Citigroup-Vorzugsaktien im Volumen von zwölf Milliarden Dollar.

Die Aktien von Wachovia stürzten daraufhin vorbörslich um über 80 Prozent ab. Die Papiere der Citigroup legten dagegen um mehr als drei Prozent zu.

Zuvor hatte bereits die „New York Times“ auf ihrer Webseite berichtet, dass die Banken Citigroup und Wells Fargo & Co an einer Notübernahme von Wachovia interessiert seien. Wachovias Aktien waren am Freitag um 42 Prozent gefallen.

Wachovia hatte 2006 auf der Höhe des Immobilienbooms für 25 Milliarden Dollar die Hypothekenbank Golden West Financial Corp. gekauft. Damit übernahm sie auch ein 122 Milliarden Dollar schweres Portfolio inzwischen fauler Kredite. Wachovia könnte von dem geplanten 700-Milliarden-Rettungsplan profitieren, auf den sich die Kongressführung am Sonntag verständigte.

Wachovia war nach Milliardenverlusten und einem Kurssturz an der Börse zuletzt immer stärker unter Druck geraten. Sie führte bereits seit Tagen Verkaufsverhandlungen mit mehreren Banken. Erst in der vergangen Woche war die bisher führende Sparkasse Washington Mutual in der bislang größten Banken-Pleite der amerikanischen Geschichte zusammengebrochen und anschließend weitgehend verkauft worden (Größte Bankenpleite in der Geschichte Amerikas).

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Von Heike Göbel

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